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    Rasnotschinzy

    Ursprünglich von der zaristischen Bürokratie im 17. Jahrhundert eingeführte Sammelbezeichnung für einen sozialen Stand, der sich aus Inhabern verschiedener Dienstgrade zusammensetzte (rasnyje tschiny). Im 19. Jahrhundert bezeichnete der Begriff Angehörige der gebildeten Schicht (Intelligenzija).

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    Sowjetische Zone in Osteuropa nach dem Krieg

    Auf der Konferenz von Jalta (4.–11. Februar 1945) gelang es Stalin gegenüber den USA und Großbritannien, eine sowjetische Sicherheits- und Einflusszone über die eroberten Gebieten in Mittel- und Osteuropa durchzusetzen. Noch vor Kriegsende begann die Sowjetunion mit der Umgestaltung der besetzten Länder gemäß den eigenen Interessen. Zwischen 1945 und 1948 entstanden so fast überall Volksrepubliken unter sowjetischer Hegemonie – ein Ring sozialistischer Satellitenstaaten der Sowjetunion, der durch gegenseitige Verträge (etwa dem Warschauer Pakt 1955) immer enger zusammengeschlossen wurde.

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    Die öffentliche Auftragsvergabe beim Austausch von Gehwegplatten

    In der jüngeren Vergangenheit sind um die öffentliche Auftragsvergabe beim Austausch von Gehwegplatten mehrere Korruptionsskandale entbrannt, darunter zuletzt in Moskau. Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte persönlich inmitten der Wirtschaftskrise den umfangreichen Austausch von Betonplatten gegen teuren Granit aus dem Ural veranlasst.

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    Ärztemangel (Reform im Gesundheitswesen)

    Im Zuge einer als Optimierung bezeichneten Reform im Gesundheitswesen kam es 2014 zur Umstrukturierung zahlreicher medizinischer Einrichtungen im ganzen Land. Dabei wurden Krankenhäuser zu größeren Einheiten zusammengelegt, was unweigerlich mit Schließungen und Entlassungen einherging. Innerhalb von vier Jahren sieht die Reform für die Zahl an Krankenhäusern eine Verringerung um 11 %, für die Polikliniken um 7 % vor. Ende November 2014 kam es deshalb zu Großdemonstrationen (ca. 5000 Teilnehmer in Moskau) von Ärzten und medizinischem Personal in mehreren russischen Städten.

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    Tschetschenische Kriege

    In beiden Tschetschenienkriegen (1994–1996 und 1999–2009) kämpfte die russische Armee gegen separatistische Widerstandskämpfer der Republik im russischen Nordkaukasus. Während der erste Krieg die faktische Autonomie der Provinz zum Ergebnis hatte, konnten die russischen Kräfte im zweiten Krieg nach jahrelangen Kämpfen, die auch zahlreiche Opfer forderten, die Region unter ihre Kontrolle bringen. Beide Seiten verübten während der Kriege schwere Menschenrechtsverletzungen.

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    Wählergruppe Rentner

    Mit insgesamt 40 Millionen Menschen sind Rentner in Russland zahlenmäßig die größte Wählergruppe, zudem beteiligen sie sich aktiver am Wahlprozess als etwa die Jugend. Die Rentenzahlungen, obgleich dem Betrag nach niedrig, stellen für sie einen unabdingbaren Bestandteil der Existenzsicherung dar. Verspricht die Regierung stabile Renten, so kann sie die Unterstützung dieser Bevölkerungsgruppe bei Wahlen relativ leicht gewinnen.

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    Tretjakow-Galerie

    Ein weltweit beachtetes Museum russischer Kunst in Moskau. Den Grundstein legte die private Sammlung des Moskauer Kaufmanns Pawel Tretjakow. Im Jahr 1892 vermachte Tretjakow seine etwa 2000 Kunstwerke der Stadt Moskau, die dafür eigens ein Gebäude errichtete. Im Jahr 1985 wurde das Museum mit der Sammlung für moderne Kunst zusammengelegt. Heute beherbergt es in mehreren Gebäuden im Stadtzentrum rund 140.000 Kunstwerke.

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    Michail Jampolski

    Michail Jampolski (geb. 1949) ist ein russisch-amerikanischer Publizist, Historiker und Kulturwissenschaftler. Seit 1991 lebt er in den USA, wo er vergleichende Literaturwissenschaften und Russische Studien an der New York University lehrt. Zu seinen Forschungsgebieten zählen Filmtheorie und Kultursemiotik.

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    Marietta Tschudakowa

    Marietta Tschudakowa (1937–2021) war Professorin für Literaturwissenschaften und in Russland darüberhinaus auch als Historikerin und Publizistin bekannt. Sie war in der politischen Opposition aktiv, in der sie zu den liberalen Kräften gezählt wurde.

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    Boris Nemzow

    Boris Nemzow war einer der bekanntesten Politiker Russlands und galt als scharfer Kritiker Wladimir Putins. Am 27. Februar 2015 wurde Boris Nemzow in der Nähe des Kreml erschossen. Im Juni 2017 wurden fünf Tschetschenen wegen Mordes an Nemzow verurteilt. Das Urteil ist umstritten, da bis heute unklar ist, wer die Auftraggeber der Verurteilten sind.

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