Medien

Olga Sliwizkaja

Olga Sliwizkaja ist habilitierte Literaturwissenschaftlerin und Professorin für russische Literatur an der Universität für Kultur und Künste St. Petersburg. Sie forscht zur Literatur des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Werk und Leben von Lew Tolstoi und Iwan Bunin.

Gnosen
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Wassili Aksjonow

Wassili Aksjonows literarische Karriere begann Ende der 50er Jahre in Leningrad. Er erlebte in der Metropole ein Klima intellektueller Liberalisierung, das nach Stalins Tod für ein gutes Jahrzehnt als Zeit des sowjetischen Tauwetters in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Aksjonow orientierte sich hier an westlichen Lebensentwürfen: Jazz, Pop, die legendäre Stiljagi-Kultur, Amerika und ein Weiterlesen

Neueste Gnosen

Arbeiter und Kolchosbäuerin

Die rund 24 Meter hohe Statue Arbeiter und Kolchosbäuerin von Vera Muchina und Boris Iofan entstand 1937 für den Sowjetischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris. Und gewann den Grand Prix. Die Figuren verkörpern die jugendlichen Gestalten der idealtypischen „Kinder des Oktobers“, Angehörige der ersehnten „ersten sowjetischen Generation“. Die Statue, die ab 1939 in Moskau stand, gilt als Schlüsselwerk des Sozialistischen Realismus und wurde als visuelles Klischee Vorlage für Parodien und die Werbung.
 

Wlast

Der russische Begriff Wlast ist sehr vieldeutig: Wlast kann sowohl den Macht- und Herrschaftsbegriff umfassen, als auch die Staatsmacht, Regierung, Behörden, Oligarchen oder auch irgendeine Obrigkeit. Je nach Interpretation kann Wlast außerdem ganz andere Bedeutungsinhalte haben: von der personifizierten Staatsmacht Putins, über die Anonymität und Unsichtbarkeit der Macht, wie man es etwa bei Kafka kennt, bis hin zum Orwellschen Unterdrückungsapparat.

Nikolaus II.

Nach der Februarrevolution 2017 gab es bis in höfische Kreise hinein nur wenige, die Nikolaus II. eine Träne nachweinten. Matthias Stadelmann über den letzten russischen Zaren, seine Heiligsprechung und weshalb diese den heutigen Umgang mit der historischen Figur so schwierig macht.

Protestantismus in Russland

Bis das Luthertum nach Russland kam, dauerte es eine Zeit lang. Anfang des 20. Jahrhunderts bildete es schon die drittgrößte Konfession im Russischen Reich. Katharina Kunter beschreibt, wie es Luthers Lehre bis nach Russland schaffte.

Xenia Sobtschak

Ihren Vater bezeichnet man als Godfather von Wladimir Putin und Dimitri Medwedew, ihr Taufpate soll Putin sein. Sie selbst hat nun verkündet, bei der Präsidentschaftswahl 2018 anzutreten – als Kandidatin „gegen alle“: Leonid Klimov über das einstige It-Girl und die TV-Moderatorin Xenia Sobtschak.
 

Pjotr Pawlenski

Pjotr Pawlenski ist nach Vorwürfen sexueller Gewalt aus Russland geflohen und sucht Asyl in Frankreich. Sandra Frimmel beschreibt die Arbeiten des Performancekünstlers aus St. Petersburg, der in seinen politischen Aktionen plakative Bilder für staatliche Repressionen und die Apathie der Bevölkerung schafft.

Matrjoschka

Sinnbild des geheimnisvollen Russlands? Alexandra Köhring über die Matrjoschka, Exportgut und Souvenirartikel par excellence. 
 

Siemens in Russland und der Sowjetunion

Siemens-Gasturbinen auf der Krim: Diese Meldung erregte im Juli 2017 bundesweites Aufsehen. Das Unternehmen kündigte daraufhin an, Kraftwerksgeschäfte mit russischen Staatsfirmen zu stoppen. Ein bedeutender Schritt – denn Siemens arbeitet schon seit dem 19. Jahrhundert eng mit Russland zusammen. Ein historischer Rückblick von Martin Lutz.

Nawalnys Wahlkampagne

Während Nawalny derzeit wieder einmal für 20 Tage unter Arrest steht, läuft seine Präsidentschaftskampagne auf vollen Touren. Eigentlich kann er laut russischem Recht gar nicht zur Wahl zugelassen werden. Jan Matti Dollbaum über die seltsame Wahlkampagne und über die Frage, weshalb Nawalnys Team dennoch weiter für ihn trommelt.

Michail Prochorow

Prochorow gilt als typischer Vertreter der politisch gut vernetzten russischen Superreichen, die in den 1990er Jahren mit zwielichtigen Firmenübernahmen ein Vermögen machten. Im Jahr 2011 betrat er überraschend die politische Bühne. Mit seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahl – von einigen als Projekt des Kreml betrachtet – erzielte er auf Anhieb ein Ergebnis von acht Prozent der Stimmen.

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