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Carnegie.ru

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Carnegie.ru ist die Online-Plattform des Moskauer Carnegie-Zentrums. Dieses ist seinerseits Teil eines weltweiten Netzwerks von Think Tanks der Carnegie-Stiftung mit Sitz in Washington. Die Zweigstelle in Moskau wurde 1994 eröffnet. Nach eigenen Angaben soll das Zentrum zur überparteilichen Diskussion wichtiger politischer und wirtschaftlicher Themen anregen und die Kooperation zwischen Russland und den USA fördern. Der Fokus liegt dabei auf internationaler Politik. Seit 2008 wird das Zentrum von dem Wissenschaftler und ehemaligen Militär-Offizier Dimitri Trenin geleitet.

Carnegie.ru veröffentlicht analytische Artikel sowohl von Mitgliedern des Carnegie-Netzwerkes als auch von externen Wissenschaftlern und Journalisten, die die politische und wirtschaftliche Situation in Russland aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Zu Wort kommen Experten, die sehr unterschiedliche Ansichten auf die Innen- wie Außenpolitik Russlands vertreten, zum Beispiel der Journalist und ehemalige Diplomat des russischen Außenministeriums Alexander Baunow (der seit 2015 auch Chefredakteur des Mediums ist), der Carnegie-Analyst und Kremlkritiker Andrej W. Kolesnikow oder der politische Publizist Fjodor Lukjanow, der außenpolitisch eine eher kremlnahe Position einnimmt.

Eckdaten:

Gegründet: 1994
Chefredakteur: Alexander Baunow
URL: http://carnegie.ru

Gnosen
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Chruschtschowki – die Geburt der „Platte“

Die eigene Neubauwohnung ist Ziel aller Sehnsüchte eines jungen Paares, das der Baufälligkeit des alten Moskau entfliehen will. Den Anspruch auf eine Wohnung muss das Paar gegen die Intrigen eines korrupten Funktionärs durchsetzen. Zusammen mit anderen Neumietern formen sie spontan ein Kollektiv und bauen einen „magischen Garten“. Darin gibt es Blumen, die nur für die Augen der Weiterlesen

Neueste Gnosen

Wlast

Der russische Begriff Wlast ist sehr vieldeutig: Wlast kann sowohl den Macht- und Herrschaftsbegriff umfassen, als auch die Staatsmacht, Regierung, Behörden, Oligarchen oder auch irgendeine Obrigkeit. Je nach Interpretation kann Wlast außerdem ganz andere Bedeutungsinhalte haben: von der personifizierten Staatsmacht Putins, über die Anonymität und Unsichtbarkeit der Macht, wie man es etwa bei Kafka kennt, bis hin zum Orwellschen Unterdrückungsapparat.

Nikolaus II.

Nach der Februarrevolution 2017 gab es bis in höfische Kreise hinein nur wenige, die Nikolaus II. eine Träne nachweinten. Matthias Stadelmann über den letzten russischen Zaren, seine Heiligsprechung und weshalb diese den heutigen Umgang mit der historischen Figur so schwierig macht.

Protestantismus in Russland

Bis das Luthertum nach Russland kam, dauerte es eine Zeit lang. Anfang des 20. Jahrhunderts bildete es schon die drittgrößte Konfession im Russischen Reich. Katharina Kunter beschreibt, wie es Luthers Lehre bis nach Russland schaffte.

Xenia Sobtschak

Ihren Vater bezeichnet man als Godfather von Wladimir Putin und Dimitri Medwedew, ihr Taufpate soll Putin sein. Sie selbst hat nun verkündet, bei der Präsidentschaftswahl 2018 anzutreten – als Kandidatin „gegen alle“: Leonid Klimov über das einstige It-Girl und die TV-Moderatorin Xenia Sobtschak.
 

Pjotr Pawlenski

Pjotr Pawlenski ist nach Vorwürfen sexueller Gewalt aus Russland geflohen und sucht Asyl in Frankreich. Sandra Frimmel beschreibt die Arbeiten des Performancekünstlers aus St. Petersburg, der in seinen politischen Aktionen plakative Bilder für staatliche Repressionen und die Apathie der Bevölkerung schafft.

Matrjoschka

Sinnbild des geheimnisvollen Russlands? Alexandra Köhring über die Matrjoschka, Exportgut und Souvenirartikel par excellence. 
 

Siemens in Russland und der Sowjetunion

Siemens-Gasturbinen auf der Krim: Diese Meldung erregte im Juli 2017 bundesweites Aufsehen. Das Unternehmen kündigte daraufhin an, Kraftwerksgeschäfte mit russischen Staatsfirmen zu stoppen. Ein bedeutender Schritt – denn Siemens arbeitet schon seit dem 19. Jahrhundert eng mit Russland zusammen. Ein historischer Rückblick von Martin Lutz.

Nawalnys Wahlkampagne

Während Nawalny derzeit wieder einmal für 20 Tage unter Arrest steht, läuft seine Präsidentschaftskampagne auf vollen Touren. Eigentlich kann er laut russischem Recht gar nicht zur Wahl zugelassen werden. Jan Matti Dollbaum über die seltsame Wahlkampagne und über die Frage, weshalb Nawalnys Team dennoch weiter für ihn trommelt.

Michail Prochorow

Prochorow gilt als typischer Vertreter der politisch gut vernetzten russischen Superreichen, die in den 1990er Jahren mit zwielichtigen Firmenübernahmen ein Vermögen machten. Im Jahr 2011 betrat er überraschend die politische Bühne. Mit seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahl – von einigen als Projekt des Kreml betrachtet – erzielte er auf Anhieb ein Ergebnis von acht Prozent der Stimmen.

Rosneft

Als staatliche Energiegesellschaft Anfang der 1990er Jahre gegründet, stieg das Unternehmen in den 2000er Jahren zu einem zentralen Akteur des russischen Energiesektors auf. Rosneft war Hauptprofiteur der Zerschlagung des YUKOS-Konzerns und wurde durch weitere Zukäufe zu einem der mächtigsten Unternehmen Russlands. Der niedrige Ölpreis und die westlichen Sanktionen machen dem Giganten jedoch zu schaffen.

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