Medien

Corinna Kuhr-Korolev

Corinna Kuhr-Korolev ist promovierte Osteuropahistorikerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland“ an der Ruhruniversität Bochum mit einer Untersuchung zu „Vorstellungen von Gerechtigkeit und Herrschaft in der Sowjetunion und Russland seit den 1980er Jahren“. Von 2012–2015 arbeitete sie im Forschungsprojekt „Russische Museen im Zweiten Weltkrieg“ bei der Kulturstiftung der Länder. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die sowjetische Bildungs- und Jugendpolitik, visuelle Kultur der Sowjetunion, Kunst und Museumspolitik im Zweiten Weltkrieg sowie der Wertewandel der russischen Gesellschaft seit den Jahren der Perestroika. Zur Zeit ist sie als freie Kuratorin für das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden tätig.

Gnosen
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Moskau – das Dritte Rom

Im prachtvollen, über und über mit goldenen Ornamenten besetzten Facettensaal des Kreml findet im Jahr 1883 die Krönungsfeier des Imperators Alexander III. statt. Während der Zeremonie erklingt die Kantante „Moskau“ von Pjotr Tschaikowski, der Chor trägt inbrünstig die Geschichte des Moskauer Reiches vor. Im vierten Satz erhebt der Bariton die Stimme: Russland, singt er in Weiterlesen

Neueste Gnosen

Sergej Kirijenko

Als jüngster Premierminister mit 35 Jahren bekam er den Spitznamen „Kinderüberraschung“, heute ist er faktisch Herr über die russische Innenpolitik: Alexander Graef über den Werdegang von Sergej Kirijenko, dem stellvertretenden Leiter der Präsidialadministration.

Anna Achmatowa

Heldin der Nicht-Liebe, „halb Nonne, halb Hure“ oder „klagende Muse“? Christine Gölz über Anna Achmatowa, die Dichterin, die grausame Umwälzungen der Epoche überlebte und die Erinnerung daran in ihren Versen bewahrte.

Gopniki

Russenhocke, Trainingshose und ein aggressiv-tumber Gesichtsausdruck: Als Bürgerschreck verpönt, gilt der Gopnik grundsätzlich als kleinkriminell. dekoder-Politikredakteur Anton Himmelspach überholt dieses Klischee.

Der Große Terror

Jeder Sowjetbürger musste in diesem „apokalyptischen Theater des Schreckens“ mit Verhaftung und Hinrichtung rechnen. Dem Großen Terror unter Stalin fielen Hunderttausende zum Opfer. Die Jahreszahl 1937 hat sich als die dunkelste Chiffre sowjetischer Geschichte eingebrannt. Doch 80 Jahre später spricht kaum einer darüber. Nina Frieß über eine tabuisierte Vergangenheit in der gegenwärtigen Erinnerungskultur Russlands.  

Sowjetische Eiscreme

Eiscreme ist in Russland mehr als einfach nur Eiscreme. Sie gilt vielen sogar als eine Art russische Nationalspeise und Teil einer glücklichen Kindheit. Monica Rüthers über das sowjetische Speiseeis und seine prominente Stelle im russischen kollektiven Gedächtnis. 

Spartak Moskau

Im Lande habe sich noch keine Mannschaft gefunden, die besser wäre als Spartak, so der Spruch aus den 1970er Jahren. Das stimmt nun wieder: Nach mehr als 16 Jahren Durststrecke sicherte sich Spartak im Mai 2017 souverän die russische Meisterschaft. Manfred Zeller über den Mythos der „Mannschaft des Volkes“, ihre sportliche Gegenwart und die Geburt einer Fanbewegung in Russland.

Andrej Swjaginzew

Er war ein Laie, dessen erster Film 2003 mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet wurde. Heute zählt er zu den wichtigsten Regisseuren Russlands. Sein neuestes Werk Neljubow  (dt. Abneigung) läuft jetzt im Wettbewerb von Cannes und kommt am 1. Juni in die russischen Kinos. Eva Binder über den ungewöhnlichen Filmemacher Andrej Swjaginzew, seine Beziehungsdramen im „großen Still“ und die Hetzkampagne rund um seinen Film Leviathan.

St. Georgs-Band

Das St. Georgs-Band ist ein schwarz-orange gestreiftes Band, das auf eine militärische Auszeichnung im zaristischen Russland zurückgeht. Heute gilt es als Erinnerungssymbol an den Sieg über den Hitler-Faschismus, besitzt neben dieser historischen aber auch eine politische Bedeutung.

Russland und der ESC

Die Ereignisse rund um den ESC 2017 in Kiew lassen die Frage wieder aufkommen: Wie politisch ist der ESC? Yvonne Pörzgen über die Geschichte des Wettbewerbs in Russland, postsowjetisches Nation Branding und das angespannte Verhältnis Russlands zur Ukraine, das sich auch auf den ESC auswirkt.

Szene aus dem Film Letjat Shurawli (All rights reserved)