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Arzamas

Arzamas

Arzamas ist ein gemeinnütziges Medien-Projekt, dessen Ziel es ist, geisteswissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen. 

Das Projekt positioniert sich selbst als Online-Universität und aufklärerische Zeitschrift in einem.1 Den Kern der Plattform bilden kurze Vorlesungen von angesehenen Wissenschaftlern im Video oder Audio-Format. Ergänzt durch redaktionelle Materialien werden sie zu Online-Kursen, sogenannten „geisteswissenschaftlichen Serien“ . 

Arzamas deckt ein breites Spektrum an Themen ab: Geschichte, Kunst, Literatur, Anthropologie. In Kooperation mit der Europäischen Universität St. Petersburg werden auch Kurse zu den Themen Wirtschaft, Soziologie und Politologie angeboten.

Das Projekt wurde im Januar 2015 von Filipp Dsjadko, dem ehemaligen Chefredakteur von Bolshoi Gorod und Mitglied des Koordinationsrats der Opposition, und von Danil Peruschew, Gründer der Plattform Theory and Practice, gegründet. 

Der Name Arzamas bezieht sich einerseits auf die Kleinstadt Arsamas in der Oblast Nishni Nowgorod – die russische Provinz ist für die Gründer primäre Zielgruppe des Projekts. Außerdem verweist die Bezeichnung auf die geschlossene Gesellschaft der Schriftsteller und Denker Arsamas,2 die von 1815 bis 1818 in St. Petersburg existierte. Ihre Mitglieder haben zur Entwicklung der russischen Kultur und Literatur des 19. Jahrhundert maßgeblich beigetragen, darunter unter anderem Sergej Uwarow, Wassili Shukowski und Alexander Puschkin. 

ECKDATEN

Gegründet: 2015
Chefredakteur: Filipp Dsjadko
URL: http://arzamas.academy/


1.Slon.ru: Filipp Dzjadko zapustil prosvetitel´skij projekt Arzamas
2.Slovesnik.org: Filipp Dzjadko: ««Arzamas» – ėto to, čto vsegda na storone čeloveka»
Gnosen
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Bolotnaja-Bewegung

Bolotnaja-Bewegung ist eine oft, aber nicht immer, abwertend gebrauchte Bezeichnung für die Proteste gegen Wahlfälschung und das Einiges Russland in den Jahren 2011–13, insbesondere deren Hochphase von Dezember 2011 bis Mai 2012. Der Begriff leitet sich vom Bolotnaja-Platz im Moskauer Stadtzentrum ab, auf dem drei der größten Demonstrationszüge (10.12.2011, 4.2.2012, 6.5.2012) endeten. Ein Weiterlesen

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Alte und neue Zeitrechnung

Februarrevolution im März, Oktoberrevolution im November und Neujahrsfest Mitte Januar. Leonid Klimov über die Kalenderreform, die alte und neue Zeitrechnung und chronologisches Doppeldenken in Russland.

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Die radikale Sprachreform, die die Bolschewiki wenige Wochen nach dem Oktoberumsturz verabschiedeten, wurde zum Symbol für das Abschneiden alter, orthodoxer Zöpfe und das Anbrechen einer neuen Zeit. Sandra Birzer über die Buchstaben, die der Reform zum Opfer fielen, und über die tiefgreifenden sprachlichen Umwälzungen.

Nawalnys Wahlkampagne

Während Nawalny derzeit wieder einmal für 20 Tage unter Arrest steht, läuft seine Präsidentschaftskampagne auf vollen Touren. Eigentlich kann er laut russischem Recht gar nicht zur Wahl zugelassen werden. Jan Matti Dollbaum über die seltsame Wahlkampagne und über die Frage, weshalb Nawalnys Team dennoch weiter für ihn trommelt.

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Ihren Vater bezeichnet man als Godfather von Wladimir Putin und Dimitri Medwedew, ihr Taufpate soll Putin sein. Sie selbst hat nun verkündet, bei der Präsidentschaftswahl 2018 anzutreten – als Kandidatin „gegen alle“: Leonid Klimov über das einstige It-Girl und die TV-Moderatorin Xenia Sobtschak.
 

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Nawalny darf nicht gegen Putin antreten: Die Zentrale Wahlkommission schloss ihn Ende Dezember von der Präsidentschaftswahl aus. Nawalny ruft nun zum Boykott der Wahl auf. Jan Matti Dollbaum über den bekannten Oppositionspolitiker.

Lieder auf den Leader

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Alexej Uljukajew

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Die Verfassung der Russischen Föderation

Die russische Verfassung trat im Dezember 1993 in Kraft. Darin wurden Menschenrechte zum ersten Mal in der Geschichte Russlands zum höchsten Wert erklärt. Heute befindet sich Russland sowohl bei Menschenrechten als auch bei Rechtsstaatlichkeit in den unteren Feldern der Rankings, unweit solcher Länder wie Sierra Leone. Auch viele Bürger Russlands halten die Verfassung für ein Feigenblatt: Für 27 Prozent existiert sie nur auf dem Papier, 32 Prozent halten sie für unbedeutend.

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Arbeiter und Kolchosbäuerin

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