Quelle

7x7

Das Online-Medium 7x7 – gorisontalnaja Rossija (dt. Das horizontale Russland) wurde 2010 in Syktywkar, der Hauptstadt der Republik Komi, von Vertretern der Zivilgesellschaft und von regionalen Unternehmern gegründet. Der Name des Mediums spiegelt das Bestreben wider, Russland nicht als ein zentralisiertes Land mit einer Machtvertikale zu betrachten, sondern als ein großes Land mit vielen Regionen. Das Ziel besteht darin, regionale Blogger und Journalisten aus der Provinz zusammenzubringen, die sich mit der Berichterstattung abseits der Zentren Moskau und St. Petersburg beschäftigen.

Während 7x7 anfangs fast nur aus Syktywkar und der Republik Komi berichtete, beschäftigt es sich inzwischen, mit der gesamten Nord-West-Region (Republik Komi, Leningrader Oblast, Archangelsker Oblast, Karelien etc.), mit Zentralrussland sowie den Wolga- und Uralregionen.

Der Content des Mediums gliedert sich in zwei Blöcke: Es gibt die eigentliche Berichterstattung, die von professionellen Journalisten betrieben wird, außerdem aber auch das Ressort Meinungen, dessen Autoren hauptsächlich Vertreter aus der Zivilgesellschaft und Aktivisten sind.

7x7 hat jedoch eine größere Mission als nur die Berichterstattung aus den Regionen. Laut Selbstbeschreibung bietet das Portal einen Raum, der vom Staat unabhängig ist. Es stellt sich die ambitionierte Aufgabe, „alle aktiven Kräfte der Zivilgesellschaft zur Kooperation heranzuziehen“.1

Eckdaten:

Gegründet: 2010
Herausgeber: Leonid Silberg
Chefredakteurin: Sofia Krapotkina
URL: https://7x7-journal.ru/

 


1.7x7-journal.ru: O projekte
Gnosen
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Perestroika

Im engeren Sinne bezeichnet Perestroika die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umgestaltung, die auf Initiative von Michail Gorbatschow ab 1987 in der Sowjetunion durchgeführt wurde. Politische Öffnung und größere Medienfreiheit führten bald dazu, dass sich die Forderungen nach Veränderung verselbständigten – obwohl die Reformen neben viel Hoffnung auch viel Enttäuschung Weiterlesen

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Jewgeni Prigoshin

Er gilt als Financier der Petersburger Trollfabrik, die US-Justiz hat nun Anklage gegen ihn und 12 weitere Russen erhoben – Anton Himmelspach über „Putins Koch“ Jewgeni Prigoshin:

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Er ist Konzernchef von Rosneft, wo Altkanzler Gerhard Schröder Vorsitzender des Direktorenrats ist. Obwohl Igor Setschin als zweitmächtigster Mann Russlands gilt, ist erstaunlich wenig über ihn bekannt. Alexander Graef nähert sich dem Darth Vader der russischen Politik.

Daniil Granin

„Der Historiker sucht Antworten auf Fragen. Der Schriftsteller sucht den Schmerz.“ Nina Weller über den Schriftsteller Daniil Granin, der sich mit dem Zweiten Weltkrieg kritisch auseinandersetzte und als „gesamtdeutsch-russisches Symbol der Erinnerungskultur“ gilt.

Sergej Eisenstein

Er war Filmregisseur, ein brillanter Zeichner, Kostüm- und Bühnenbildner, zugleich Schriftsteller und Theoretiker. Oksana Bulgakowa über Sergej Eisenstein – den Leonardo da Vinci des 20. Jahrhunderts.

Alte und neue Zeitrechnung

Februarrevolution im März, Oktoberrevolution im November und Neujahrsfest Mitte Januar. Leonid Klimov über die Kalenderreform, die alte und neue Zeitrechnung und chronologisches Doppeldenken in Russland.

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Die radikale Sprachreform, die die Bolschewiki wenige Wochen nach dem Oktoberumsturz verabschiedeten, wurde zum Symbol für das Abschneiden alter, orthodoxer Zöpfe und das Anbrechen einer neuen Zeit. Sandra Birzer über die Buchstaben, die der Reform zum Opfer fielen, und über die tiefgreifenden sprachlichen Umwälzungen.

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Xenia Sobtschak

Ihren Vater bezeichnet man als Godfather von Wladimir Putin und Dimitri Medwedew, ihr Taufpate soll Putin sein. Sie selbst hat nun verkündet, bei der Präsidentschaftswahl 2018 anzutreten – als Kandidatin „gegen alle“: Leonid Klimov über das einstige It-Girl und die TV-Moderatorin Xenia Sobtschak.
 

Alexej Nawalny

Nawalny darf nicht gegen Putin antreten: Die Zentrale Wahlkommission schloss ihn Ende Dezember von der Präsidentschaftswahl aus. Nawalny ruft nun zum Boykott der Wahl auf. Jan Matti Dollbaum über den bekannten Oppositionspolitiker.

Lieder auf den Leader

Putin wird in Russland so oft besungen, dass manche schon von einer eigenen Musikgattung sprechen. Anton Himmelspach erklärt, warum Putin-Songs nicht unbedingt gleich Propaganda sind.  
 

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