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Reed

Reed

Das Online-Medium Reed wurde während der Ereignisse auf dem Maidan im Januar 2014 in Kiew gegründet. Das russischsprachige Medium versteht sich als eine länderübergreifende Plattform. Sein erklärtes Ziel ist, die „erste freie Generation der Staaten der ehemaligen Sowjetunion“ miteinander zu verbinden. Dabei tritt es für persönliche Freiheit, freie Marktwirtschaft und eine Welt ohne Grenzen ein.

Das  wichtigste Thema von Reed ist das wechselseitige Verhältnis zwischen Mensch und Staat: Dazu gehören zum Beispiel Innovationen, gesetzliche Beschränkungen oder kulturelle Unterschiede.

Das Medium leistet außerdem offline aktive Aufklärungsarbeit in den Bereichen Bürgergesellschaft und Marktwirtschaft und organisiert Vorlesungen zu diesen Themen.

 

Eckdaten:

Gegründet: 2014
Chefredakteur: Vera Kichanova
URL: http://reed.media/

 

Gnosen
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Andrej Swjaginzew

„Mir schien, dass da ein großer Regisseur durch die Gänge unserer Fernsehanstalt läuft“ - sagte im Jahr 2003 Dimitri Lesnewski, damals noch der Generaldirektor des privaten Fernsehsenders . Das Geld in den Film eines jungen Regisseurs zu investieren, der bisher nur Werbespots und kurze Novellen gedreht hatte, bedeutete ein gewisses Risiko. Der Regisseur und sein Filmteam, von den beiden Weiterlesen

Neueste Gnosen

Pjotr Pawlenski

Pjotr Pawlenski ist nach Vorwürfen sexueller Gewalt aus Russland geflohen und sucht Asyl in Frankreich. Sandra Frimmel beschreibt die Arbeiten des Performancekünstlers aus St. Petersburg, der in seinen politischen Aktionen plakative Bilder für staatliche Repressionen und die Apathie der Bevölkerung schafft.

Matrjoschka

Sinnbild des geheimnisvollen Russlands? Alexandra Köhring über die Matrjoschka, Exportgut und Souvenirartikel par excellence. 
 

Siemens in Russland und der Sowjetunion

Siemens-Gasturbinen auf der Krim: Diese Meldung erregte im Juli 2017 bundesweites Aufsehen. Das Unternehmen kündigte daraufhin an, Kraftwerksgeschäfte mit russischen Staatsfirmen zu stoppen. Ein bedeutender Schritt – denn Siemens arbeitet schon seit dem 19. Jahrhundert eng mit Russland zusammen. Ein historischer Rückblick von Martin Lutz.

Nawalnys Wahlkampagne

Während Nawalny derzeit wieder einmal für 20 Tage unter Arrest steht, läuft seine Präsidentschaftskampagne auf vollen Touren. Eigentlich kann er laut russischem Recht gar nicht zur Wahl zugelassen werden. Jan Matti Dollbaum über die seltsame Wahlkampagne und über die Frage, weshalb Nawalnys Team dennoch weiter für ihn trommelt.

Michail Prochorow

Prochorow gilt als typischer Vertreter der politisch gut vernetzten russischen Superreichen, die in den 1990er Jahren mit zwielichtigen Firmenübernahmen ein Vermögen machten. Im Jahr 2011 betrat er überraschend die politische Bühne. Mit seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahl – von einigen als Projekt des Kreml betrachtet – erzielte er auf Anhieb ein Ergebnis von acht Prozent der Stimmen.

Rosneft

Als staatliche Energiegesellschaft Anfang der 1990er Jahre gegründet, stieg das Unternehmen in den 2000er Jahren zu einem zentralen Akteur des russischen Energiesektors auf. Rosneft war Hauptprofiteur der Zerschlagung des YUKOS-Konzerns und wurde durch weitere Zukäufe zu einem der mächtigsten Unternehmen Russlands. Der niedrige Ölpreis und die westlichen Sanktionen machen dem Giganten jedoch zu schaffen.

Raumfahrtprogramm der UdSSR

Am 4. Oktober 1957 schoss die Sowjetunion den „ersten künstlichen Trabanten der Erde“ in den Weltraum. Für die sozialistischen Bruderstaaten läutete dies den Beginn einer neuen „kosmischen Ära der Menschheit” ein. In den USA löste es eine panikartige mediale Reaktion aus, die als Sputnik-Schock in die Geschichte eingegangen ist. Matthias Schwartz über das Raumfahrtprogramm der UdSSR.

Frauenstraflager

Absichtlich die Regeln des Straflagers zu überschreiten? Manche Frauen trauen sich dies, um wenigstens einige Tage in einer Straf-Einzelzelle für sich sein zu können. Beate Fieseler über fehlende Privatsphäre, harte Arbeit und andere Widrigkeiten, die den Alltag in Frauenstraflagern prägen. 

Das Revolutionsjahr an der Peripherie

1917 war nicht nur das Jahr der Revolutionen in den Zentren des russischen Staates, sondern es war auch das Jahr, in dem etablierte Ordnungen an den Peripherien des Imperiums zerbrachen. Robert Kindler über nationale Unabhängigkeitsbewegungen, bolschewistische Nationalitätenpolitik und die Gewalteskalationen des Bürgerkriegs. 

Kalaschnikow

Ein Kalaschnikow-Denkmal im Zentrum Moskaus – bereits vor der Enthüllung im September 2017 gab es in Russland hitzige Diskussionen darüber, ob es nicht nicht zynisch sei, dem Macher einer „Massenvernichtungswaffe“ ein Denkmal zu setzen. dekoder-Politikredakteur Anton Himmelspach über die politische Ikonographie der Kalaschnikow.

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