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Streichhölzer für Pyromanen

Russland und die Türkei waren immer wieder miteinander in Kriege verwickelt. Mitte des 19. Jahrhunderts mündete der Russisch-Osmanische Krieg gar in einen weitreichenden eurasischen Konflikt, den Krimkrieg. Wie werden sich die Parteien in der derzeitigen, vom Geschehen in Syrien ausgelösten Konfrontation verhalten? Der Politologe Wladimir Pastuchow skizziert in der Novaya Gazeta zwei Szenarien – mit großer Hoffnung erfüllen ihn beide nicht. Streichhölzer, schreibt er, sind in die Hand von Pyromanen gelangt, die lustvoll mit dem Feuer spielen.

Source Novaya Gazeta

Erdogan musste ohne einen festen russischen Händedruck aus Paris abreisen. Auch die Ansprache des russischen Präsidenten vor der Föderalversammlung ließ keinen Zweifel daran, dass die Sache allein mit der Einfuhrbeschränkung für ein paar Tomaten nicht aus der Welt zu schaffen ist. Das Thema Türkei hat die Ukraine aus der Ansprache des Präsidenten verdrängt. Doch Istanbul ist nicht lieblicher als Kiew – Russland muss schon wieder zwischen einem schlechten und einem sehr schlechten Szenario wählen. Die Münze des russisch-türkischen Konflikts schwebt weiter in der Luft, und bislang ist nicht abzusehen, was am Ende oben liegen wird: Kopf – ein zähneknirschender Frieden – oder Zahl – ein Krieg nach dem Zahn-um-Zahn-Prinzip.

Zähneknirschender Frieden

Bei diesem Szenario könnte Russland sein Gesicht verlieren, aber andere für Schicksalsschläge empfindlichere Körperteile würden unversehrt und heil bleiben. In diesem Fall würde nach einer gewissen Pause kontrolliert die Luft aus den PR-Blasen der antitürkischen (von der russischen Seite) und antirussischen (von der türkischen Seite) Propagandakampagnen herausgelassen werden (ähnlich wie beim fließenden Übergang vom Projekt Noworossija zur Autonomie innerhalb der Ukraine).

Die Gesellschaft hier kann sich nie lange auf eine einzelne Tragödie konzentrieren, denn es folgt eine Tragödie nach der anderen. In wenigen Monaten wird bestimmt wieder etwas passieren, das die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht. Wenn nicht, so kann man auch nachhelfen, zum Beispiel indem man die Spannungen in der Ostukraine wiederbelebt – zumal man sich hierfür nicht sonderlich bemühen müsste. Vor diesem Hintergrund würden die Führer Russlands und der Türkei letztlich einen Weg finden, um miteinander zu sprechen und eine Reihe gegenseitiger Zugeständnisse zu machen: Die Türkei bewegt sich zum Beispiel wirtschaftlich bei den Gasprojekten und akzeptiert die russische Vorgehensweise zur Gaspreisbildung, dafür sichert Russland informell zu, die Intensität der Bombardierungen in den an die Türkei grenzenden syrischen Gebieten zu reduzieren, indem es, wen nötig, nicht zu Verbündeten, sondern zu Feinden des IS erklärt.

Im Grunde wäre diese Option heute allen recht – vor allem Europa, das sich unbedingt mit Russland einigen und dabei den (im Kontext der Ukraine) besorgten Gesichtsausdruck bewahren möchten. Die Europäische Union könnte sich im Prinzip mit Putin darauf einigen, dass das abgeschossene Flugzeug ein Dolchstoß in den Rücken der Befriedungs-Politik des Kremls ist.

Die Variante Zahn um Zahn

Beim zweiten Szenario wahrt Russland sein Gesicht, setzt sich jedoch mit einem großangelegten Krieg fern der eigenen Landesgrenzen auf eine glühende Herdplatte. Es gibt Mutmaßungen, dass Teile der russischen Militärs und politischen Eliten zu einer Nullvariante tendieren, die auf den Abtausch einer gleichen Anzahl abgeschossener Flugzeuge zielt. Es werde die Verhandlungen beleben, so kalkuliert man, wenn beide Seiten sich in einer ähnlichen Lage befinden – dann könne man Erdogan ohne Probleme beide Hände auf einmal drücken. Allerdings, und darin liegt das Problem, ist es unmöglich vorherzusagen, wie sich Erdogans Hände in diesem Fall verhalten würden: Sie könnten sich zur Umarmung öffnen, sie könnten sich aber auch zu Fäusten ballen. Folglich spielt Moskau, wenn es diesem Szenario folgt, russisches Roulette.

Interesse gegen Interesse

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Türkei auf einen Schlagabtausch inadäquat reagiert, ist heute beträchtlich – die Chancen stehen fifty-fifty. Das Problem liegt darin, dass der Konflikt zwischen der Türkei und Russland grundlegender Natur ist. Was die Länder trennt, sind nicht so sehr die Ambitionen ihrer Führer (worüber heute viel geschrieben wird), als vielmehr die Interessen beider Länder, was weitaus gravierender ist. Ambitionen kann man zurückschrauben, vor Interessen gibt es kein Entrinnen. So oder so treten sie früher oder später zu Tage und unterwerfen sich die politische Logik, entstellen und zerstören alle Pläne und Vorhaben. Genau das beobachten wir offenbar gerade in den russisch-türkischen Beziehungen.

Für die Türkei ist Syrien eine Ukraine im eigenen Einzugsgebiet. Latakia ist für sie eben jenes Noworossija, und Assad für den türkischen Präsidenten schlimmer als Poroschenko für Putin. Genau wie Putin kämpft Erdogan gegen eine Revolution, nur nicht gegen eine orangene, sondern gegen eine grüne. Um zu überleben, muss er eine Konterrevolution exportieren. Die liefert er nach Latakia, mit genau solchen Humanitärkonvois, wie sie den Menschen im Donbass wohlbekannt sind. Um „ihren Soldaten“ Assad zu retten, bombardieren russische Flugzeuge diese Konvois und diejenigen, für die ihre „völlig friedliche Fracht“ bestimmt ist. Darum kann Erdogan es sich nicht erlauben, vor der russischen Präsenz in dieser Region die Augen zu verschließen.

Doch auch der Kreml ist nicht aus freien Stücken zum Kämpfen nach Latakia gekommen. Das vierte Jahr in Folge ist er auf dem Rückzug vom Bolotnaja-Platz. Er machte Zwischenstopp in „Noworossija“, konnte dort die Stellung nicht halten und zog dann weiter nach Süden. Aus Latakia abzuziehen kann der Kreml sich nicht leisten: Der Donbass sitzt ihm im Rücken, und in Syrien erfüllt die russische Armee eine historische Mission mit dem Versuch, das weltweite Gleichgewicht der Kräfte auszutarieren, das nach Ansicht Moskaus nach dem Fall der Berliner Mauer ins Wanken geraten ist. Die Türkei wird in Syrien von Russland demonstrativ ignoriert und nur als weißes Rauschen im globalen großen Spiel betrachtet. Unterdessen hat die Türkei ihre eigenen Gründe, Russland nicht zu mögen, wobei es weniger um historische als um aktuelle Politik geht. Beide Seiten sind durch die Vergangenheit verbunden und können nicht frei manövrieren.

Vergangene Kriege, aktuelle Gefahren

Beide Seiten haben wohlüberlegt und bewusst gehandelt. Die Russen haben gezielt die Turkmenen bombardiert, um die Sicherheit des Assad-Regimes zu gewährleisten, und die Türken hat ebenso gezielt dem Flugzeug aufgelauert, um den Punkt zu markieren, ab dem die Einmischung Russlands in den Konflikt die für sie akzeptable Grenze überschreitet. Nachdem Russland die Mission übernommen hat, die Schiiten im Nahen Osten zu schützen, verhält es sich genauso wie vor 150 Jahren, als es seine Mission war, die Slawen auf dem Balkan zu schützen. Das führte damals zu einer Reihe Russisch-Türkischer Kriege, die im Großen und Ganzen positiv für Russland ausgingen (auch wenn der Westen nicht zuließ, dass es von dem militärischen Sieg in vollem Ausmaß profitierte). Die Erinnerungen an diese Kriege rufen in der Gesellschaft durchaus Illusionen und Erwartungen hervor. Ein neuer Russisch-Türkischer Krieg könnte jedoch in Wirklichkeit als Russisch-Japanischer Krieg entpuppen und wie dieser zu einer ernsten Herausforderung werden – nicht nur für die russische Armee, sondern auch für das soziale und politische System des Landes. Zumindest herrscht in Russland heute die gleiche prahlerische Siegeszuversicht wie vor 100 Jahren am Vorabend des Russisch-Japanischen Krieges.

Wenn die Türken beschließen, va banque zu spielen, droht die russische Militärbasis in Syrien zum Port Arthur des 21. Jahrhunderts zu werden. Die militärische Überlegenheit der Türkei vor Ort ist so hoch, dass ein russisches Expeditionskorps (einschließlich der Marinekräfte) faktisch chancenlos wäre. Ein großangelegter Angriff auf die Türkei ist äußerst unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass die Türkei Mitglied der NATO ist und sich auf ihrem Territorium Atomwaffen befinden. In dieser Situation würde Russland wohl die Schande einer militärischen Niederlage ertragen müssen.

Niederlagen prägen bekanntlich das Bewusstsein der Bevölkerung weitaus stärker als Siege. Eine Eskalation des militärischen Konflikts mit der Türkei hätte deshalb vermutlich heftige revolutionsschürende Auswirkungen auf die russische Gesellschaft zur Folge. Damit schlösse sich der politische Kreis: Was als Davonlaufen vor der Revolution begann, würde mit einem revolutionären Sturmlauf enden.

Vorerst ist dies nur eines von mehreren möglichen unerwünschten Szenarien, und man könnte es durch besonnenes und umsichtiges Handeln vermeiden. Ein friedlicher Ausweg aus dem türkischen Gambit ist im Interesse aller, die leben wollen: Russen wie Europäer, Eurasier wie Westler, Apologeten des Regimes wie vehemente Oppositionelle. Aber das Problem ist ja gerade, dass von Abwägung und Besonnenheit bisher nichts zu spüren ist. Streichhölzer sind in die Hand von Pyromanen gelangt, die lustvoll mit dem Feuer spielen – und man kann nur noch darauf hoffen, dass der Selbsterhaltungstrieb der herrschenden Elite von den Informations- und Analysesendungen des russischen Staatsfernsehens nicht komplett zerstört worden ist.

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Der Krimkrieg

Der Krimkrieg (1853–1856) war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und einer Koalition aus dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien sowie Piemont-Sardinien, die aus konkurrierenden Territorialansprüchen in Südosteuropa entstand. Russland erlitt eine verlustreiche Niederlage, die der Staatsführung die technologische und soziale Rückständigkeit des Landes vor Augen führte. Gleichwohl werden mit dem Krimkrieg bis heute heroische Motive der aufopfernden Verteidigung der Stadt Sewastopol verknüpft.

Der Begriff Krimkrieg ist zunächst irreführend. Die Halbinsel Krim war zwar Hauptschauplatz der Kämpfe, aber auch auf dem Balkan, auf der Ostsee und sogar im Nordpazifik wurde der Konflikt ausgetragen. Auch der mitunter im Russischen verwendete Begriff Wostotschnaja Woina (Östlicher Krieg) beschreibt das Ereignis nur widersprüchlich, schließlich fanden die Kämpfe im Süden Europas und aus russischer geographischer Perspektive im Westen, nicht im Osten statt.

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts veränderte die sich immer deutlicher abzeichnende Krise des Osmanischen Reiches die geopolitische Lage in Europa. Das fragile Großreich – so die Deutung der europäischen Regierungen – würde schon bald Kontroll- und Gebietsverluste nicht mehr verhindern können. Nun galt es, diesen Prozess zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen. Die russische Regierung hoffte darauf, sich die Kontrolle über die türkischen Meerengen sichern zu können, denn diese hätten der russischen Schwarzmeerflotte eine Verbindung zum Mittelmeer eröffnet. Auch der Balkan – durch Panslawismus und die christliche Orthodoxie ohnehin bereits Schutzobjekt russländischer Politik – würde so über kurz oder lang unter russischen Einfluss fallen. Die politischen Ansprüche Russlands korrespondierten mehr oder minder verdeckt mit seinen religiös motivierten Forderungen nach Zugang zu den Heiligen Stätten in Jerusalem und dem Schutz orthodoxer Christen auf dem Balkan.1 Vor allem Großbritannien wollte eine Verschiebung der Machtverhältnisse in Europa zugunsten Russlands verhindern und trat zunehmend entschlossener als Schutzmacht des Osmanischen Reiches auf.

Die wachsenden Spannungen mündeten 1853 in einen Krieg zwischen Russischem und Osmanischem Reich, den die russländische Armee zunächst auf dem Balkan dominierte. Das Russische Reich stand aber von Beginn an auf verlorenem Posten: 1854 traten Frankreich und Großbritannien erwartungsgemäß auf osmanischer Seite in den Krieg ein, und da Österreich als eigentliche Schutzmacht des Balkans neutral blieb – der Krimkrieg markiert auch den endgültigen Bruch der Heiligen Allianz aus Russland, Österreich und Preußen2 –, entwickelte sich der Konflikt nun rasch zu Russlands Ungunsten. Der russische Vorstoß kam südlich der Donau zum Erliegen, ein Gegenstoß der türkischen Armee und die Landung alliierter Truppen beendeten die Kampfhandlungen auf dem Balkan.3 Im September 1854 landeten alliierte Truppen auf der Krim, wo Russland in verlustreichen Schlachten zunehmend ins Hintertreffen geriet.4 Die Belagerung der Hafenstadt Sewastopol wurde zum kriegsentscheidenden Moment, ihr Fall an die Truppen der Koalition nahm den Ausgang des Krieges vorweg. Im Pariser Frieden wurde der Krieg 1856 beendet und die territoriale Integrität des Osmanischen Reiches garantiert. Auch Russlands Ansprüche auf den Balkan und das Schwarze Meer wurden zurückgewiesen.

Das geschlagene Russland richtete seinen Blick nach innen. Seine Armee, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch Erfolgsgarant russländischer Großmachtpolitik, war besiegt und ihre technischen und organisatorischen Defizite deutlich gemacht worden. Die Ursachen reichten aber noch tiefer: Russland hatte – so zeigte sich nun im Duell vor allem mit den Briten – wichtige technische Neuerungen vom Anbeginn der industriellen Revolution versäumt. Der Krimkrieg war als erster „moderner“, auf technologischer Fortschrittlichkeit basierender Krieg geführt worden. Neue Waffensysteme, ein effizienter Einsatz von Eisenbahn und Telegraphie und ein modernes Lazarettsystem hatten der Koalition zum Sieg verholfen und Russland seine Grenzen aufgezeigt. Dort fand nun ein Umdenken statt: Russland würde sein Sozial-, Wirtschafts-, Militär- und Bildungswesen von Grund auf nach europäischen Maßstäben erneuern müssen, um im gesamteuropäischen Vergleich nicht vollends den Anschluss an die modernen Industrienationen zu verlieren.

Heute ist der Krimkrieg durch zahlreiche Motive ein wichtiger Bezugspunkt russischer Erinnerungskultur und Geschichtspolitik.5 Vor allem Sewastopol ist zu einem wichtigen Erinnerungsort geworden. Lew Tolstoi gelangte durch seine Sewastopoler Erzählungen (Sewastopolskie rasskasy) zu erstem Ansehen als Schriftsteller und verankerte die Stadt und ihre Geschichte fest im russischen Gedächtnis. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt erneut Schauplatz einer furchtbaren Belagerung, 1945 wurde sie zur Heldenstadt erklärt. Seit dem Krim-Konflikt von 2014 steht Sewastopol erneut im Mittelpunkt einer Kontinuitätslinie, die die Abwehr äußerer Feinde als Motiv russischer geschichtlicher Selbstwahrnehmung ausgibt. Nicht von ungefähr besuchte der russische Präsident Wladimir Putin zum Tag des Sieges 2014 ausgerechnet Sewastopol.6


1.Figes, Orlando (2011): Krimkrieg: Der Letzte Kreuzzug, Berlin, S. 31-40
2.Stökl, Günther (1990): Russische Geschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart, S. 504 f.
3.ebd., S. 505
4.Figes, Orlando (2011): Krimkrieg: Der Letzte Kreuzzug, Berlin, S. 301 f.
5.eine interessante Dokumentation von Leonid Parfjonow gibt es auf youtube.com: Vojna v Krymu: Častʼ 1
6.kremlin.ru: Prazdnovanie Dnja Pobedy i 70-e letija osvoboždenija Sewastopolja
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