Der Steinkohleabbau ist eine der umweltfeindlichsten wirtschaftlichen Aktivitäten. Dennoch plant Russland, seine Kohleförderung bis 2050 noch um das Anderthalbfache zu steigern. Die Bevölkerung der Republik Sacha (Jakutien) im asiatischen Teil des Landes ist bereits jetzt mit den Folgen konfrontiert. Eine dekoder-Leseempfehlung.
Vor 40 Jahren wurde Slawutytsch als Prypjat-Ersatz für das Personal des Tschornobyl-Kernkraftwerks gegründet. Heute muss die jüngste Stadt der Ukraine, ganz nah an der belarussischen Grenze gelegen, zwischen kriegsbedingten Stromausfällen und dem Verlust wichtiger Verkehrsverbindungen neue wirtschaftliche Grundlagen finden.
Russlands Krieg gegen die Ukraine vernichtet ganze Städte mit Wohn- und Industriegebieten. Unzählige Menschen werden verletzt oder getötet, noch mehr verlieren ihr Zuhause. Landstriche sind vermint. Zu den menschlichen Tragödien kommt eine ökologische Katastrophe: Denn die Zerstörungen vergiften Boden und Grundwasser.
Die Rüstungsindustrie boomt, vor allem in den ehemals ärmeren Regionen Russlands steigen auch die Löhne exorbitant. Maxim Katz erklärt die Folgen und warnt vor einer Zukunft voller Kriegsnostalgie.
Den Familien gefallener russischer Soldaten steht ein „Sarggeld“ von umgerechnet rund 150.000 Euro zu. Den betreffenden Einheiten – Truppennachschub. Aus Kosten- und Statistik-Gründen drückt sich der Staat um diese Ersatzleistungen. Um zu beweisen, dass ein Gefallener der russischen Armee wirklich tot ist, ziehen darum Verwandte wie Kommandeure vor Gericht. Verstka hat sich diese Verfahren genauer angeschaut.
Im zerbombten Mariupol hausen viele Menschen bis heute in Kellern. Vom Wiederaufbau, den Putin versprochen hatte, profitieren vor allem korrupte Beamte aus Russland. Einblicke in eine zerstörte Stadt, die einmal ein Wirtschaftszentrum am Asowschen Meer war.
Die russischen Verteidigungsausgaben sind enorm. Aber wenn die Verbündeten der Ukraine nur 0,3 Prozent ihrer Wirtschaftskraft zur Unterstützung des angegriffenen Landes aufbringen würden, wäre das mehr, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Janis Kluge.
Die Ausrüstung schlecht, das Ziel unklar, der Tod wahrscheinlich – warum sind trotzdem so viele Russen bereit, in den Krieg gegen die Ukraine zu ziehen? Der Ökonom Wladislaw Inosemzew macht eine makabre Rechnung auf: Für viele Russen ist Sterben inzwischen auch wirtschaftlich attraktiver als Leben.
Krieg und Sanktionen: Die belarussische Wirtschaft steht massiv unter Druck. Aber wie groß sind die Auswirkungen der westlichen Sanktionen überhaupt? Und wie reagiert die belarussische Führung auf die Krise? Ein Bystro mit Justina Budginaite-Froehly und Robert Kirchner.