Gnosen

Unsere Gnosen sind Hintergrundtexte, die ein spezifisches Thema oder Phänomen knapp, lesbar und wissenschaftlich fundiert erklären und zitierbar sind. Gnose kommt vom griechischen gnosis – Erkenntnis. Und das ist es, was unsere Gnosen liefern sollen. Etwa wie in Diagnose oder Prognose.  

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Gleichzeitig ist die Gnose ein eigenes dekoder-Format: ein Wort, das wir erfunden haben und das sich bei uns fest eingebürgert hat. Mit ihm bezeichnen wir diese besondere Textform, die es in dieser Kombination – journalistisch zugänglich, wissenschaftlich fundiert, in enger Zusammenarbeit mit Forschenden – nur bei dekoder gibt. Gnosen sind so etwas wie unser Markenzeichen, ein Stück „dekoder-Sprache“.  

Darum sind Gnosen für uns mehr als nur „Hintergrundtexte“: Sie stehen für die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, für die Qualität und Glaubwürdigkeit von dekoder – und für das kleine Stück Magic, das unser Projekt von Anfang an geprägt hat. 

Editorial: Gnose und Gnu


  • Gnose

    Putin im Rap

    „Versace, Givenchy und Prada, / Putin bis zum Weltuntergang“: Warum identifizieren sich auch nicht-russische Rapper mit dem russischen Diktator?

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  • Gnose

    Das russische Haftsystem

    Umerziehungslager, Folterkeller, zehntausende politische Häftlinge, darunter verschleppte Ukrainer:innen – das Haftsystem ist eine tragende Säule der russischen Diktatur, ihres Krieges und der Besatzung in der Ukraine.

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    Sona, die Zone, ist ein russisches Synonym für Gefängnis, Lager. Der Jargon-Begriff geht zurück bis in die Zeit der Stalinschen Gulags. Er steht für die Abgeschlossenheit des Haftsystems mit eigenen Gesetzmäßigkeiten und sozialen Dynamiken, abgekoppelt vom restlichen Leben der Gesellschaft / Illustration © Ljalja Bulanowa
  • Gnose

    Der Sumpf als Charakterstudie: Iwan Melesh

    Standardwerk, Schulbuchkanon, Nationalepos – „Menschen im Sumpf“ ist eines der prägenden Werke der belarussischen Nachkriegsliteratur. Geschrieben wurde dieser erste Band der dreibändigen „Polesischen Chronik“ von Iwan Melesh, der in Belarus bis heute große Verehrung genießt.

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  • Gnose

    Charkiw – Frontstadt des Wortes und des Widerstands

    Charkiw galt lange als russischsprachige bis pro-russische Stadt. Doch auch hier trafen Russlands Truppen 2022 nicht auf offene Arme, sondern erbitterten Widerstand. Seitdem beschäftigen sich die Menschen verstärkt mit ihrer ukrainischen Stadtgeschichte. Und stoßen auf Charkiw als Keimzelle und Laborraum für ukrainische und ukrainischsprachige Literatur und Publizistik. Der Politikwissenschaftler Ruslan Zaporozhchenko von der Karasin-Universität in Charkiw beschreibt in seiner essayistischen Gnose aus persönlicher Perspektive, was seine Stadt für die ukrainische Literatur und die Literatur für Charkiw bedeutet – gerade heute im Russisch-Ukrainischen Krieg.

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    Mai 2022: Während die russische Armee mit Luftangriffen und Bodenoffensiven versucht, Charkiw zu besetzen, wird in der als Schutzraum nutzbaren städtischen Metro gelesen.
  • Gnose

    Ein großer Dialektiker: Ales Rasanau

    Er war gewiss keiner, der den großen Auftritt suchte oder Skandale provozieren, von sich reden machen wollte. Doch als unbestechlicher, klarsichtiger Geist und beharrlicher Sucher nach dem Wesentlichen eckte er immer wieder an. Als Student wurde…

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  • Gnose

    Die armenisch-russischen Beziehungen

    Armenien hat sich in sehr kurzer Zeit, im Laufe von nur sechs Jahren, vom einzigen wirklichen Verbündeten Russlands im Südkaukasus zu einem Land entwickelt, das den Kreml als Bedrohung wahrnimmt. Moskau und Jerewan sind zwar…

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  • Gnose

    Wolhynien-Massaker

    Am 4. Juni 2025 hat der Sejm, das polnische Parlament, den Wolhynien-Gedenktag am 11. Juli umbenannt. Aus „Nationaler Gedenktag der Opfer des Völkermords ukrainischer Nationalisten an Bürgern der Zweiten Polnischen Republik“ wird nun „Nationaler Gedenktag…

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