Unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft“ feiert Jubiläum: Im 25. Essay der Reihe fragt die Autorin und Künstlerin Olga Bubich, was die existenzielle Erfahrung der Belarussen im Kampf um Freiheit und Überleben auch uns lehren kann.
Alles, was unter freiem Himmel passiert, muss schnell gehen, denn der fliegende Tod lauert überall. In Cherson attackieren russische Truppen vom gegenüberliegenden Dnipro-Ufer aus rund um die Uhr jede noch so zivile Bewegung mit Kamikaze-Drohnen. Die Foto-Reportage von Lieselotte Hasselhoff und Gerd Waliszewski taucht tief ein in weniger offensichtliche Aspekte des Alltags einer ukrainischen Frontstadt unter Russlands Drohnenterror.
Dumawahlen waren im Putinismus schon immer ein wirkungsloses Spektakel. Diesmal aber macht der Kreml sie gezielt zur Farce, um Menschen von den Wahlurnen fernzuhalten. Was steckt hinter diesem destruktiven Vorgehen?
Pärchen, Soldaten und Menschengruppen, die vor zerfallenen Palästen oder Kirchen posieren – die Initiative VEHA-Archiv hat Fotos gesammelt, die viel über Kriege, Verluste und das Verschwinden von belarussischen Erinnerungsorten erzählen.
Seit einem guten Monat zerstören russische Luftangriffe in hoher Frequenz Lagerzentren und setzen die ukrainischen Handelsstrukturen unter Druck. Lieselotte Hasselhoff berichtet in ihrer dekoder-Kolumne Popry wse*, wie die ukrainische Logistik unter Dauerbeschuss weiter Ladenregale befüllt.
*ukr. trotz alledem
Die unerträgliche Gleichzeitigkeit des Gestern im Morgen: In ihrem Essay für unser Projekt „Spurensuche in der Zukunft“ nimmt die Autorin Volha Hapeyeva unter die Lupe, welche Gewalten an ihr und der belarussischen Gesellschaft bei der Selbstfindung reißen.
Sie gelten als Technokraten mit prowestlicher Weltsicht. Sie bestimmen die russische Wirtschaftspolitik seit Jahrzehnten. Aber niemand von ihnen kritisiert offen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Welche Rollen spielen „systemliberale Helfershelfer“ in Putins Kriegsrussland? Ein Buchtipp und Ausschnitt aus dem dekoder Exklusiv-Newsletter Wissen+.
Mithilfe von transnationalen Repressionen setzen autoritäre Regime Dissidenten auch jenseits der Landesgrenzen unter Druck. Ein Interview mit dem Menschenrechtsanwalt Oleg Agejew über eine wenig bekannte, aber scharfe Form der Verfolgung.
Immer mehr ukrainische Städte und Fernstraßen werden mit Anti-Drohnen-Netzen überspannt, um die Menschen vor russischen Drohnenangriffen zu schützen. Von diesem Schutznetz-Alltag berichtet Lieselotte Hasselhoff in Teil zwei ihrer dekoder-Kolumne Popry wse*, diesmal aus Cherson. *ukr. trotz alledem
Als Streiter für Sprache und Identität zeigt der belarussische Schriftsteller Zmicier Vishniou in seinem Essay, wie mächtig Kunst im Kampf gegen autoritäres Denken sein kann.