Russland besetzt nicht nur ukrainisches Gebiet, sondern verändert dort systematisch die Gesellschaftsstruktur. Nach der Enteignung von Wohneigentum werden zielgerichtet russische Bürger angesiedelt. Am Beispiel Betroffener aus Luhansk und Mariupol erläutert Zmina, wie Russland sich ukrainische Wohnungen aneignet, wer einziehen soll und welche Optionen den rechtmäßigen ukrainischen Bewohner:innen bleiben.
Alexandra Kraschewskaja ist eine der drei Preisträger:innen des Dar-Preises 2026 für russischsprachige Literatur. Ihre poetische Verarbeitung der russischen Belagerung und Zerstörung von Mariupol 2022 in ihrem „Wiegenlied für Mariupol“ als Traumsequenzen wird dank des Dar-Preisgelds ins Englische, Französische und Deutsche übersetzt. dekoder veröffentlicht erste Auszüge auf Deutsch.
In zehn Jahren ist Russlands Gesetz gegen „unerwünschte Organisationen“ zu einem mächtigen Repressionsinstrument gegen Zivilgesellschaften im In- und Ausland geworden. In letzter Zeit versucht Moskau damit zunehmend, die Arbeit ukrainischer NGOs zu verhindern, die russische Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten dokumentieren.
Für ein dokumentarisches Theaterstück schreiben Jugendliche aus dem südukrainischen Cherson Geschichten über ihre Erlebnisse während der russischen Besatzung ihrer Heimatstadt im Jahr 2022 nieder. Die Ukrajinska Prawda begleitete den Erarbeitungsprozess und dokumentiert die schmerzvoll detailreichen Besatzungserfahrungen der Jugendlichen.
In der Oblast Luhansk isolieren die russischen Besatzer die Menschen vor Ort, indem sie die Funkverbindungen stören. Werfen sie durch Blackouts und Wassermangel auf Grundbedürfnisse zurück und investieren nur in Propaganda. Bis hin zur Kriegsvorbereitung der Jugend. Ein Bericht der Charkiwer Menschenrechtsgruppe KHPG und eine Recherche der Ukrajinska Prawda bieten tiefe Einblicke in Russlands Besatzung(en) in der Ostukraine.
Wie es sich anfühlt, dass Russlands Truppen die Heimat besetzen und solche Besatzer plötzlich ihr Zuhause bewohnen, beschreibt die ukrainische Journalistin Jana Radtschenko bildreich in einer persönlichen Kolumne für das ukrainische Portal Zmina.
Aus Chats werden Vergewaltigungen. In den besetzten Gebieten vergreifen sich russische Soldaten ungestraft an ukrainischen Jugendlichen. Verstka hat mit Opfern und Peinigern gesprochen.