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    Erschießungen an der Smijowskaja Balka

    Die Smijowskaja Balka (dt. Schlangenschlucht) in der Nähe von Rostow am Don war im Verlauf des Zweiten Weltkrieges Schauplatz der größten Massenerschießungen von Juden auf dem Gebiet der heutigen Russischen Föderation. Am 11. und 12. August 1942 ermordeten dort Angehörige deutscher Einsatzgruppen Tausende Jüdinnen und Juden aus Rostow am Don. Die genaue Zahl der Opfer ist umstritten, die Angaben schwanken zwischen 18.000 und 27.000 Toten.

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    Forschungs- und Bildungszentrum Holocaust

    Das Forschungs- und Bildungszentrum Holocaust wurde 1992 von Michail Gefter und Ilja Altman in Moskau gegründet. Als erste russische Organisation im postsowjetischen Raum widmete es sich der Erinnerung und Erforschung des Holocaust. Bis heute stellt das Zentrum mit seinem Archiv, seiner Bibliothek sowie seiner Publikations- und Bildungstätigkeit eine der zentralen Anlaufstellen zum Thema Holocaust in Russland dar.

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    spätstalinistischer Antisemitismus

    Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Verhaftung von Mitgliedern des in den Kriegsjahren sehr aktiven Jüdischen Antifaschistischen Komitees. Dieses hatte unter Führung des Regisseurs Salomon Michaels in der jüdischen Diaspora in Westeuropa und den USA Gelder für die Sowjetunion gesammelt; zudem hatten Mitglieder ein „Schwarzbuch“ angelegt, in dem sie den Holocaust auf dem Gebiet der Sowjetunion dokumentierten, das allerdings in der Sowjetunion nie erschien. Nach der Gründung des Staates Israel 1948 kam es in der Sowjetunion zu einer antisemitischen Kampagne gegen „heimatlose Kosmopoliten“ und 1952 begann der sogenannte „Ärzteprozess“ gegen jüdische Ärzte, der jedoch nach Stalins Tod eingestellt wurde.

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    Anklage gegen Roman Protassewitsch

    In einem Brief belarussischer Menschenrechtsorganisationen wird angegeben, dass Roman Protassewitsch voraussichtlich nach drei Paragraphen des belarussischen Strafgesetzbuches angeklagt wird: nach Paragraph 293 (Organisation von Massenunruhen; 5 bis 15 Jahre Haft), Paragraph 342 (Organisation von oder aktive Teilnahme an gemeinschaftlichen Handlungen, die geeignet sind die öffentliche Ordnung grob zu stören; bis zu 3 Jahre Haft) und Paragraph 130 (Anstiftung zu rassistischer, nationaler, religiöser oder anderer sozialer Feindseligkeit oder Hass; 5 bis 12 Jahre Haft)

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    Erzwungene Landung in Wien

    In der Nacht vom 2. auf den 3. Juli 2013 musste die Regierungsmaschine des bolivianischen Präsidenten Evo Morales in Wien notlanden. Das Flugzeug war auf dem Weg von Moskau nach La Paz, musste aber aufgrund von Treibstoffmangel landen, nachdem Frankreich, Spanien, Italien und Portugal die Überfluggenehmigung verweigert hatten. Dies geschah auf Druck der USA, die den von ihnen gesuchten Whistleblower Edward Snowden an Bord vermuteten.

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    Flug am 21. Oktober 2016

    Sacharowa nimmt hier Bezug auf einen Vorfall vom 21. Oktober 2016. Damals forderten ukrainische Behörden den Linienflug 840 Kiew-Minsk der staatlichen belarussischen Fluggesellschaft Belavia, der sich zu diesem Zeitpunkt noch im ukrainischen Luftraum befand, zur Umkehr auf. Bei der anschließenden außerplanmäßigen Landung in Kiew wurde der armenische Anti-Maidan-Aktivist und Blogger Armen Martirosyan kurzzeitig festgenommen. Drei Stunden später wurde er in einem anderen Flug nach Minsk ausgeflogen.

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    Lettisch-Belarussischer Flaggenstreit (2021)

    Während der Eishockey-Weltmeisterschaft 2021 in Riga waren in der Stadt die Flaggen aller am Turnier teilnehmenden Nationen gehisst. Am 24. Mai ersetzten die lettischen Behörden jedoch die grün-rote Flagge der Republik Belarus durch die weiß-rot-weiße Flagge. Diese war bis 1995 belarussische Staatsflagge und ist heute das das Symbol der belarussischen Opposition. Damit protestierten sie symbolisch gegen die erzwungene Landung des Ryanair-Fluges 4978 Athen-Vilnius am 23. Mai 2021 in Minsk, in dessen Folge der belarussische Aktivist und Journalist Roman Protassewitsch verhaftet wurde. In Reaktion darauf zog Belarus sein gesamtes Botschaftspersonal aus Lettland ab, woraufhin auch Lettland seine Diplomaten aus Belarus abberief.

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    Martin Niemöller

    Martin Niemöller (1892–1984) war ein evangelischer Theologe und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Als Vertreter der Bekennenden Kirche war er von 1937 an bis zum Ende der Nazi-Herrschaft in unterschiedlichen Konzentrationslagern inhaftiert. Nach 1945 engagierte er sich für eine Neuordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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    Pjotr Mascherow

    Pjotr Mascherow (1918–1980, belarussisch: Pjotr Mascherau) war ein führender belarussisch-sowjetischer Politiker. Im Zweiten Weltkrieg war er Kommandeur einer Partisaneneinheit, wofür er 1944 als Held der Sowjetunion ausgezeichnet wurde. 1965 wurde Mascherow Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Belarus’, 1980 kam er bei einem Autounfall ums Leben.

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    Narkamauka

    Als Narkamauka wird die offizielle, standardisierte belarussische Schriftsprache bezeichnet. Der Name bezieht sich auf das narodny kamissaryjat (dt. Volkskommissariat), welches das neue Regelwerk 1933 initiierte. Die Narkamauka orientierte sich an der russischen Rechtschreibung. Sie löste die Taraschkewiza ab, die nach Branislau Taraschkewitsch benannte Kodifizierung der belarussischen Schriftsprache von 1918.

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