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    Zweite Polnische Republik

    Als Zweite Polnische Republik wird die von 1918 bis 1939 existierende Republik Polen bezeichnet. Der Name nimmt Bezug auf die Polnisch-Litauische Union, die von 1569 bis 1795 als Adelsrepublik mit Wahlkönigtum bestand. An diese Erste Polnische Republik sollte 123 Jahre nach der Aufteilung ihres Gebietes durch Preußen, das Zarenreich und das Habsburgerreich symbolisch wieder angeknüpft werden. Von 1918 bis 1922, und nach einem Militärputsch erneut von 1926 bis 1935, wurde das Land von Jozef Pilsudski regiert. Im September 1939 wurde die Zweite Polnische Republik von deutschen und sowjetischen Truppen besetzt.

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    Litauisch-Belarussische Sowjetrepublik (LitBel)

    Die Litauisch-Belarussische Sozialistische Sowjetrepublik (LitBel SSR) entstand 1919 aus der Vereinigung der Litauischen SSR und der Sozialistischen Sowjetrepublik Belarus (SSRB). Die sowjetische Führung wollte die beiden Sowjetrepubliken so politisch stärken und militärisch widerstandsfähiger machen. Nachdem polnische Truppen im Zuge des Sowjetisch-Polnischen Krieges das Gebiet eingenommen hatten, wurde die Litauisch-Belarussische SSR nach nur sieben Monaten wieder aufgelöst.

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    Frieden von Riga

    Der am 18. März 1921 geschlossene Friedensvertrag von Riga beendete den Sowjetisch-Polnischen Krieg. Vertragsparteien waren die Republik Polen, Sowjetrussland und die Sowjetukraine. Aufgrund der aussichtslosen militärischen Lage und des parallel stattfindenden russischen Bürgerkriegs machte Sowjetrussland weitgehende territoriale Zugeständnisse.

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    Polnisch-Sowjetischer Krieg

    Der Polnisch-Sowjetische Krieg (1919/1920–1921) war ein militärischer Konflikt zwischen Sowjetrussland und dem neu entstandenen polnischen Staat. Nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus Osteuropa wollte Polen sein Territorium nach Osten ausdehnen, wobei es sich an den Grenzen der Polnisch-Litauischen Adelsrepublik von 1772 orientierte. Sowjetrussland wollte seinen Machtbereich hingegen nach Westen erweitern. Diese Ansprüche kollidierten im Baltikum, in Belarus und der Ukraine. Im Laufe des Krieges nahmen polnische Truppen unter anderem Minsk und Kiew ein, bevor die Rote Armee bis Warschau vorrückte. Dort wurde sie im Zuge des „Wunders an der Weichsel“ zurückgeschlagen. Der Krieg endete 1921 mit dem Frieden von Riga.

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    Nowitschok

    Nowitschok ist ein chemischer Nervenkampfstoff, der im Organismus kaum nachweisbar ist. Die Gifte der Nowitschok-Gruppe wurden am staatlichen Institut für organische Chemie und Technologie entwickelt. Das Gift löst eine Protein-Kettenreaktion aus, die ohne Behandlung schnell zum Tod führen kann. Sowjetische Chemiker haben Nowitschok bereits in den 1970er Jahren entwickelt. Die Dosierung des Kampfstoffes ist extrem schwierig. Bereits mehrfach wurden russische Regierungsgegner mit Nowitschok vergiftet, unter anderem im März 2018 der ehemalige russische Spion Sergej Skripal. Ein Labor der Bundeswehr erbrachte im September 2020 den Nachweis, dass auch Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit Nowitschok vergiftet worden war.

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    Sergej Furgal

    Sergej Furgal (geb. 1970) ist ein russischer Politiker der rechtspopulistischen Partei LDPR. Von 2018 bis 2020 war er Gouverneur der fernöstlichen Region Chabarowsk. Am 9. Juli 2020 wurde er verhaftet, da ihm die Beteiligung an zwei Morden und einem weiteren Mordanschlag  in den Jahren 2004 und 2005 vorgeworfen werden. Seine Verhaftung löste lang anhaltende Massenproteste aus, da die Menschen in Chabarowsk Furgals Verhaftung als politisch motiviert ansahen. 

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    Kuschtau

    Der Kuschtau ist einer von vier markanten Kalkstein-Hügeln, sogenannten Schichany, in der russischen Republik Baschkortostan. 2018 wurden Pläne bekannt, am Kuschtau Kalk abzubauen. Daraufhin formierte sich Protest von Naturschützern und lokalen Aktivisten, da die über 200 Millionen Jahre alten Schichany als Wahrzeichen der Region gelten. 2020 errichteten die Aktivisten ein Protestcamp und konnten die Pläne vorerst stoppen.

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    Cubes

    Als Cubes werden in Russland mit Transparenten bespannte quadratische Konstruktionen bezeichnet, die bei Veranstaltungen und Straßenaktionen verwendet werden. Besonders seit Nawalnys Wahlkampf für das Amt des Moskauer Bürgermeisters im Jahr 2013 finden Cubes breite Verwendung.

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    Sonnenblumenöl als Metapher

    An dem Preis für Sonnenblumenöl wird in diesem Kontext die mittlerweile stark fallende Kaufkraft russischer Konsumenten gemessen. Schon zu Sowjet- und postsowjetischen Umbruchszeiten wurde Sonnenblumenöl gern als Metapher herangezogen, wenn es darum ging, ob Defizit herrscht oder die Wirtschaft noch irgendwie funktioniert. Warum immer Sonnenblumenöl? Wegen des Sonnenblumenöls in Bulgakows Meister und Margarita, das Annuschka verschüttet, sodass jemand ausrutscht und unter die Straßenbahn gerät? 

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    Letztes Läuten (Schulfest)

    Beim Letzten Läuten handelt es sich um ein Schulfest, das bis heute in zahlreichen post-sowjetischen Staaten begangen wird. Es fällt in der Regel in die letzte Mai-Woche und markiert den Beginn des Prüfungszeitraums und damit für den Abschlussjahrgang das Ende des regulären Unterrichts. Die Tradition wurde 1948 eingeführt.

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