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    Bürgerkrieg in Tadshikistan

    Im Februar 1990 brachen in Duschanbe Unruhen aus. Sie dauerten vier Tage, etwa 25 Menschen starben. Ein Jahr später wurde Tadshikistan unabhängig und infolge der ersten Präsidentschaftswahl eskalierten die Spannungen vollständig. Von 1992 bis 1997 versank das Land in einem Bürgerkrieg, der nach unterschiedlichen Angaben zwischen 60.000 und 150.000 Menschen das Leben kostete, Hunderttausende mussten flüchten. 

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    Dimitri Daschkewitsch

    Dimitri Daschkewitsch (geb. 1981, belarussisch: Smizer Daschkewitsch) ist ein politischer Aktivist, der dem nationalistischen Spektrum in Belarus zuzuordnen ist. Bis 2017 war er Anführer der Jugendorganisation Molodoi Front (dt. Junge Front), die 1997 gegründet wurde und politisch der national-konservativen Partei BNF nahesteht. In den vergangenen 15 Jahren wurde er aufgrund seines Aktivismus zu zahlreichen Haftstrafen verurteilt.

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    Roman Bondarenko

    Roman Bondarenko (1989–2020, belaruss. Raman Bandarenka) war ein belarussischer Künstler. Am 12. November 2020 starb er an den Folgen von Schlägen, die ihm eine Gruppe von Personen am sogenannten Platz des Wandels in Minsk zugefügt hatten. Seine Worte „Ja wychoshu“ (dt. Ich gehe hinaus), die er in eine Chatgruppe schrieb, bevor er seine Wohnung verließ, wurden zu einer bekannten Losung während der Proteste im Jahr 2020 gegen die belarussischen Machthaber.

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    Offener Brief von 1700 Staatsbeamten (Belarus, April 2021)

    Im April 2021 wurde ein offener Brief bekannt, der im Namen von rund 1700 belarussischen Staatsbeamten veröffentlicht wurde. In dem Brief, der von der oppositionellen Organisation Anti-Crisis Management und der Initiative Tschestnyje ljudi (dt. Ehrliche Leute) initiiert wurde, wenden sich Beamte aus unterschiedlichen Behörden und Management-Ebenen an die Staatsführung. Sie fordern, die Repressionen zu beenden, die politischen Gefangenen frei zu lassen und Neuwahlen durchzuführen.  

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    Operativ-Analytisches Zentrum

    Das Operativ-Analytische Zentrum (russ. Operatiwno-analititscheski zentr pri Presidente Respubliki Belarus) ist eine staatliche Behörde, die direkt dem Präsidenten der Republik Belarus untersteht. Sie wurde offiziell im Jahr 2008 gegründet. Die Behörde kümmert sich um den Schutz von Staatsgeheimnissen und um technologische Schutzmaßnahmen für gesetzlich geschützte Informationen. Unter anderem ist das OAZ auch Administrator der in Belarus weit verbreiteten Internetdomäne .by.

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    KGB (Belarus)

    Das Komitee für Staatssicherheit der Republik Belarus (russ. Komitet gosudarstwennoi besopasnosti, kurz KGB) ist der belarussische Geheimdienst. Er ging 1991 aus dem gleichnamigen Geheimdienst der Sowjetunion hervor. Formell untersteht der KGB Präsident Lukaschenko, geleitet wird er seit dem 3. September 2020 von Iwan Tertel. Die Behörde spielt im System Lukaschenko eine zentrale Rolle für die politische Machterhaltung und für die Verfolgung von politischen Gegnern. Beobachter werfen dem belarussischen KGB wiederholte Verstöße gegen die Menschenrechte vor. Seit 2006 befanden sich seine Vorsitzenden sowie leitende Offiziere jeweils auf Sanktionslisten der EU.

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    Heldenstele in Minsk

    Die Stele der Heldenstadt ist ein 45 Meter hohes Monument in Form eines Obelisken, das 1985 aus Anlass des 40. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges eingeweiht wurde. Die Stele steht am Prospekt der Sieger (russ. prospekt pobeditelei) unweit des Zentrums der Hauptstadt. Auf dem Areal befindet sich ebenfalls der Neubau des Museums des Großen Vaterländischen Krieges. Der Platz an der Stele war ein zentraler Versammlungsort für die ersten Sonntagsmärsche im Zuge der Proteste im Sommer 2020.

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    Sicherheitsrat der Republik Belarus

    Der Sicherheitsrat der Republik Belarus ist ein ressortübergreifendes Beratungsorgan der Republik Belarus, das mit den Themen Sicherheit und Verteidigung befasst ist. Die 20 Mitglieder des Sicherheitsrats werden vom Präsidenten berufen; aktuell gehören ihm außer Lukaschenko und seinem Sohn Viktor vor allem ranghohe Vertreter der Sicherheitsorgane und Strafverfolgungsbehörden an. Der amtierende Staatssekretär des Sicherheitsrates ist Generalleutnant Alexander Wolfowitsch.

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    Alexander Feduta

    Alexander Feduta (geb. 1964, belarussisch: Aljaxandr Fjaduta) ist ein belarussischer Philologe, Publizist und Politiker. Sowohl in der Sowjetunion als auch in der Republik Belarus hatte er leitende Funktionen in staatlichen Jugendorganisationen inne. Feduta war 1994 Teil von Lukaschenkos Wahlkampfteam und später in der Präsidialadministration tätig. Ab 1995 arbeitete er als freier Journalist und Publizist. Nach den Präsidentschaftswahlen 2010 wurde er als Mitarbeiter des Kandidaten Wladimir Nekljajew verhaftet und 2011 schließlich zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Nach einem erneuten Prozess wegen eines angeblich von ihm geplanten Staatsstreichs wurde er am 5. September 2022 zu zehn Jahren Straflager verurteilt. Seit  April 2021 war er in Untersuchungshaft, nachdem er in Moskau festgenommen worden war. Beim Prozess erklärte er sich teils für schuldig. Das Urteil gilt als politisch motiviert.

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    400.000 „Extremisten“ (Loschak)

    Gemeint sind die rund 400.000 Menschen, die sich auf der Website free.navalny.com bereit erklärt haben, an den Protestaktionen für die Freilassung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny teilzunehmen.

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