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    Alexander Klaskowskі

    Alexander Klaskowskі (geb. 1958, belarussisch: Aljaxandr Klaskouskі) ist ein bekannter belarussischer Journalist, politischer Analyst und Publizist. Im Jahr 2002 war er Mitbegründer und erster Chefredakteur des unabhängigen belarussischen Onlinemediums Naviny.by. In Analysen für den belarussischen Dienst von Radio Swoboda sowie den Fernsehsender Belsat kommentiert er regelmäßig das politische Tagesgeschehen in Belarus. Zudem leitet er bei der unabhängigen Nachrichtenagentur BelaPAN die Abteilung für analytische Projekte. 

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    Swiad Gamsachurdia

    Swiad Gamsachurdia (1939–1993) war ein sowjetisch-georgischer Schriftsteller und Dissident sowie von 1991 bis 1992 der erste Präsident Georgiens. Er war der Sohn des bekannten georgischen Schriftstellers Konstantine Gamsachurdia. Er schrieb unter anderem für Samisdatpublikationen wie die Chronik der laufenden Ereignisse und war Vorsitzender der 1976 gegründeten georgischen Helsinki-Gruppe für Menschenrechte. 1989 gründete er die Partei Runder Tisch/Freies Georgien, mit der er 1990 die Wahlen zum Obersten Sowjet der georgischen SSR gewann. Als Präsident erklärte er sofort die Unabhängigkeit Georgiens, sein Regierungsstil wird als autoritär und minderheitenfeindlich beschrieben. 1993 kam er unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben. 

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    Georgi Schedrowizki

    Georgi Schedrowizki (1929–1994) war ein sowjetischer Philosoph. Den Schwerpunkt seiner Arbeiten bildeten Logik und Methodologie der Philosophie. Wegen Unterstützung der Dissidenten Alexander Ginsburg und Juri Galanskow wurde er 1968 aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Schedrowizki gründete 1958 den informellen, aber einflussreichen Moskauer Methodologischen Kreis (Moskowski metodologitscheski krushok). Ziel des Kreises war die Ausarbeitung und Erprobung neuer Ansätze zur Analyse von Denken, Wissen und Handeln.

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    Alexander Sinowjew

    Alexander Sinowjew (1922–2006) war ein sowjetischer Philosoph, Soziologe und Schriftsteller. Bereits als 17-Jähriger wurde er wegen antistalinistischer Äußerungen der Universität verwiesen und kurzzeitig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Im 2. Weltkrieg diente er als Kampfpilot. Aufgrund seiner Auszeichnungen durfte er ab 1950 sein Studium fortsetzen und wurde anschließend Professor für Logik. 1978 wurde er wegen seines gesellschaftskritischen Romans Gähnende Höhen aus der Sowjetunion ausgebürgert und lebte fortan in München. 1999 kehrte er nach Moskau zurück, wo er an der Lomonossow-Universität lehrte und publizistisch tätig war.  

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    Alexander Pjatigorski

    Alexander Pjatigorski (1929–2009) war ein sowjetischer Philosoph, Philologe und Dissident. Er zählt neben Juri Lotman zu den Gründern der Tartu-Moskauer Schule der Semiotik und gilt als einer der wichtigsten russischsprachigen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er beschäftigte sich vorrangig mit Sprache, Philosophie und Kultur Südasiens. 1974 wurde ihm die Ausreise nach Israel erlaubt. Pjatigorski ließ sich jedoch in London nieder, wo er an der SOAS University of London lehrte.

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    Eishockey-Klub HK Dynamo Moskau

    Der Eishockey-Klub HK Dynamo Moskau ist ein 1946 gegründeter Klub, der in der Kontinentalen Hockey-Liga Russlands spielt – höchste Liga des Landes. Dynamo war insgesamt elf Mal Landesmeister, zuletzt im Jahr 2005. 

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    Streik bei Belaruskali

    Mehrere Tausend Mitarbeiter von Belaruskali, dem weltweit größten Kaliproduzenten, traten Mitte August 2020 in Soligorsk in einen zweiwöchigen Streik zur Unterstützung der Proteste gegen die Wahlfälschungen in Belarus. Als es zu Verhaftungen kam, begannen Belarussen, die in Oslo leben, vor dem Hauptquartier des Unternehmens YARA International zu protestieren. YARA ist einer der größten Kunden von Belaruskali. Durch den zusätzlichen Druck der weltweiten Gewerkschaftsföderation IndustriALL gelang es, die Unternehmensleitung von Belaruskali über YARA zumindest zeitweise zu Verhandlungen mit den streikenden Arbeitern zu bewegen.

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    Solidaritätsfonds (Belarus)

    Während der Proteste gegen die Wahlfälschungen 2020 in Belarus gründeten sich zahlreiche Solidaritätsfonds. Einer der größten ist BYSOL. Es existieren jedoch auch zahlreiche regionale, nicht-öffentliche oder berufsspezifische Netzwerke, darunter von erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern oder Kulturschaffenden. Ihr Ziel ist die materielle Unterstützung von Menschen, die Opfer politischer Repressionen wurden. Die Fonds finanzieren sich durch Spenden. Gegen den im Ausland lebenden Mitgründer von BY_help, Alexej Leontschik, wurde bereits ein Strafverfahren eröffnet, zudem wurden die Konten von Hilfsempfängern gesperrt. In vielen Fällen wurde das an die Opfer von Repressionen überwiesene Geld durch belarussische Behörden konfisziert.

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    Fliegende Universität (Belarus)

    Bei den sogenannten Hoffesten treten nicht nur Musiker und Bands, Poeten oder Schriftsteller auf, sondern auch bekannte Intellektuelle, PhilosophInnen, Zivilgesellschaftler, AktivistInnen oder Dozenten, die zu unterschiedlichen Themen Vorträge halten. Für diese Art der spontanen Weiterbildungskurse hat sich auch der Begriff „fliegende Universität“ etabliert.

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    Jagd auf Musiker (Belarus)

    Musik spielt bei den Protesten in Belarus eine enorme Rolle. Bekannte wie unbekannte Bands und MusikerInnen interpretieren populäre belarussische Volkslieder, produzieren Protestsongs oder treten bei abendlichen Veranstaltungen in den Höfen der sogenannten Schlafstädte, den verschlafenen Außenbezirken der Stadt, auf. Doch durch ihre Rolle als musikalisches Sprachrohr und moralische Unterstützer der Proteste geraten MusikerInnen und DJs vermehrt in den Fokus der Sicherheitsbehörden, zahlreiche MusikerInnen wurden bereits festgenommen.  

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