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    Literaturnaja Gaseta

    Die Literaturnaja Gaseta ist eine russische Wochenzeitung, die auf Kulturthemen spezialisiert ist. Gegründet wurde sie 1929 von Maxim Gorki als Organ des Sowjetischen Schriftstellerverbandes, eine Zeitung gleichen Namens wurde jedoch bereits von 1830 bis 1849 unter anderem von Alexander Puschkin herausgegeben. Seit 1947 berichtet die Literaturnaja Gaseta auch über Themen der Kunst, Wissenschaft und Tagespolitik. Ende der 1980er Jahre betrug ihre Auflage rund sechs Millionen, heute etwa 83.000 Exemplare.

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    Michail Schischkin

    Michail Schischkin (geb. 1961) ist ein russischer Journalist und Bestsellerautor. Seit 1995 lebt er in der Schweiz, wo er zeitweise  als Übersetzer für die Migrationsbehörde arbeitete. Schischkins Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt und in Russland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er kritisierte seit 2014 mehrfach öffentlich die russische Regierung und rief zum Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland auf. Schischkin ist Mitglied des Deutschschweizer PEN-Zentrums.

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    Verwandte, die in der Okkupation oder im Ausland lebten (Sowjetunion)

    In sowjetischen Fragebögen, etwa für Studien-, Berufs oder Parteianwärter, wurde abgefragt, ob sich Verwandte des Bewerbers bzw. Mitarbeiters während des Zweiten Weltkriegs in Gefangenschaft befanden, interniert waren oder in Gebieten lebten, die von den Deutschen besetzt waren. Diesen Gruppen wurde pauschal Unzuverlässigkeit oder sogar Verrat unterstellt. Auch im Ausland lebende Verwandte waren verdächtig und konnten dem persönlichen Fortkommen im Weg stehen.

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    „Als das ans Ufer schlagende Wasser klirrte und rauchte“

    „Als das ans Ufer schlagende Wasser klirrte und rauchte“ ist eine Strophe aus dem Gedicht Liritscheskoje otstuplenije (dt. Lyrische Einkehr) des jüdischstämmigen sowjetischen Dichters Pawel Kogan (1918–1942), der im Zweiten Weltkrieg fiel. Es handelt von künftigen Generationen, die sich in die heroische Zeit der Bolschewiki zurückwünschen. Kogans Gedichte wurden erst nach seinem Tod in der Sowjetunion veröffentlicht. Bekannt ist er heute vor allem als Verfasser des 1937 entstandenen Liedes Brigantina, das in den 1950er und 1960er Jahren durch Versionen populärer Interpreten bekannt wurde.

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    „Diebe sind mir lieber als Blutsauger“

    Anspielung auf eine Zeile aus dem Gedicht Briefe an einen römischen Freund (Pisma rimskomu drugu) von Joseph Brodsky (1940–1996). Die Zeile „Diebe sind mir lieber als Blutsauger“ wurde in Russland zu einem geflügelten Wort und wird benutzt, um ein (vermeintlich) kleineres Übel zu bezeichnen.

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    Boris Akunin

    Grigori Tschchartischwili (geb. 1956) ist ein russischer Literaturwissenschaftler und Japanologe georgischer Herkunft. Seit den 1990er Jahren ist er vor allem unter seinem Pseudonym Boris Akunin als Verfasser von Kriminalromanen (etwa der Fandorin-Reihe) bekannt. Mehrere seiner Bücher wurden verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt, für seine Werke erhielt Akunin internationale Auszeichnungen. In Russland ist er auch politisch aktiv: so beteiligte sich Akunin an den Protesten gegen Wahlfälschungen bei den Parlamentswahlen im Dezember 2011 und zählte zu den prominenten Gesichtern der sogenannten Bolotnaja-Bewegung 2012. In der Öffentlichkeit äußert er sich regelmäßig Putin-kritisch. Seit 2014 lebt Akunin in London.

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    Stolowaja

    Als Stolowaja werden in Russland Schnellimbisse, Buffets oder Kantinen bezeichnet. Ihr Angebot besteht in der Regel aus russischer Hausmannskost, die Preise sind meist günstig. In der Sowjetunion waren sie Teil jeder Einrichtung und jeden Betriebs, heute gibt es hingegen auch vermehrt privat betriebene Stolowajas unterschiedlicher Preiskategorien.

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    Unteroffizier Prischibejew

    Unteroffizier Prischibejew ( russ. Unter Prischibejew) ist eine Kurzgeschichte des russischen Schriftstellers Anton Tschechow. Sie erschien 1885 in der Tageszeitung Peterburgskaja Gaseta. Der darin charakterisierte Unteroffizier steht bis heute als Chiffre für selbstherrlich und rücksichtslos auftretende Polizisten.

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    600er Züge

    Züge mit den Zugnummern 601 bis 698 bezeichnen bei der Russischen Eisenbahn Züge, die auf Strecken zwischen 150 und 700 Kilometern eingesetzt werden. Sie fahren ganzjährig, werden von Diesellokomotiven gezogen und verbinden häufig Orte, an denen Langstreckenzüge nicht anhalten.

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    Luxusstrecken

    Als Luxusstrecken (rus. firmennyje marschruty) wurden in der Sowjetunion bestimmte in den 1960er Jahren eingeführte Zugverbindungen bezeichnet, die Moskau und Sankt Petersburg mit größeren Städten der Sowjetunion verbanden. Sie machten etwa 15 Prozent des gesamten Streckennetzes aus. Die Züge auf diesen Strecken waren schneller und komfortabler als reguläre Züge und waren an ihren farbigen Lackierungen zu erkennen. Die Tickets waren teurer. Auch heute gibt es noch 77 Luxusstrecken, die bunten Wagen wurden jedoch teilweise durch moderne zweistöckige Waggons ersetzt.

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