Gnose
Im Oktober 1989 wurde Erich Honecker (1912–1994) als Generalsekretär des Zentralkomitees der SED von Egon Krenz abgelöst. In der Führungsriege, dem Politbüro der SED, hatte er den Rückhalt verloren. Während das Land angesichts zunehmenden Reformdrucks und massenhafter Flucht von DDR-Bürgern in den Westen immer mehr in die Krise rutschte, hielt der 77-Jährige an seinem Kurs fest, lehnte Glasnost und Perestroika ab. Als Honecker, der zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank war, auf Drängen am 18. Oktober zurücktrat, geschah das offiziell „aus gesundheitlichen Gründen“.
Von dekoder-Team