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    Demonstration am 01.05.2019 in Sankt Petersburg

    Offiziellen Angaben zufolge nahmen am 1. Mai 2019 rund 42.000 Menschen an der Demonstration in Sankt Petersburg teil. Die Regierungspartei Einiges Russland sowie die Kommunistische Partei hatten dazu aufgerufen, an der Kundgebung nahmen aber auch oppositionelle Kräfte teil. 68 Menschen wurden verhaftet, insgesamt gab es in neun Städten Russlands 124 Verhaftungen. 

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    Telegram-Bots

    Telegram-Bots sind kleine Programme, die im Messenger Telegram laufen. Sie werden zumeist von Drittentwicklern hergestellt. Der OWD-Info-Bot bietet ähnlich einem FAQ automatisierte Beratung für die Festgenommenen, Hilfe in Gerichten und eine Leitung zu Mitarbeitern des russischen Bürgerrechtsprojekts OWD-Info. 

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    Nowaja Moskwa

    Als Nowaja Moskwa (Neues Moskau) wird das 2011/12 eingemeindete Gebiet im Südwesten Moskaus bezeichnet. Im Zuge der Gebietsreform ist die Hauptstadt um das rund 2,4fache auf etwa 2.560 Quadratkilometer gewachsen.

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    spezprijomnik

    Im Original spezprijomnik (dt. Spezialaufnahme) – Haftanstalt für einen Freiheitsentzug von bis zu 30 Tagen. Dies ist die maximale administratiwny schtraf (dt. Verwaltungshaft), die für eine minderschwere Straftat verhängt wird.

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    Alla Frolowa

    Alla Frolowa (geb. 1965) ist die Koordinatorin für Rechtsberatung beim unabhängigen russischen Bürgerrechtsprojekt OWD-Info. Dieses dokumentiert seit 2011 Menschenrechtsverstöße sowie politische Repressionen und bietet Beratung für festgenommene Demonstranten. Außerdem vermitteln Frolowa und ihre Kollegen von OWD-Info juristische Hilfe für Betroffene. 

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    Brocken (Harz)

    Der Brocken im Harz diente ab 1961 als Abhörstation des KGB sowie des sowjetischen Militärgeheimdienstes GRU (Glawnoje raswedywatelnoje uprawlenije, dt. Hauptverwaltung für Aufklärung). Über die dort stationierte Abhöranlage Urian wurden Politiker und Bundeswehr im Westen abgehört, außerdem Militärbewegungen ausgespäht. Insbesondere durch die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen 1983 nach dem Nato-Doppelbeschluss sahen sich die Sowjets bedroht und richteten ein Frühwarnsystem ein. Als die Mauer am 3. Dezember 1989 auch auf dem Brocken fiel, war der höchste Gipfel des Mittelgebirges wieder für die Zivilbevölkerung zugänglich.

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    „Haben wir einen Schlussstrich unter den Krieg gezogen?“

    Mit dieser Zeile spielt die Izvestia auf das in Russland bekannte Antikriegslied Beri Schinel, idi domoi (dt. Nimm deinen Mantel und geh nach Hause) an. Geschrieben wurde es 1975 für den sowjetischen Film Ot sari do sari (dt. Von Sonnenaufgang bis -untergang), gesungen vom sowjetischen Chansonnier und späteren Mitarbeiter der Literaturnaja Gaseta Bulat Okudshawa. Es handelt von der Sehnsucht der Soldaten nach Heimkehr und Frieden am Ende des Krieges. 

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    Nikolaj Ryschkow

    Nikolaj Ryschkow (geb. am 28. September 1929) war von 1985 bis 1991 Vorsitzender des Ministerrats unter Gorbatschow. Dessen Perestroika-Politik sah er teilweise kritisch. 1990 wurde Ryschkow aus dem Politbüro ausgeschlossen und ein Jahr später seines Amtes im Ministerrat enthoben. Zuletzt machte er mit seinem Buch Mein Chef Gorbatschow: Die wahre Geschichte eines Untergangs von sich reden, das 2014 auch auf Deutsch erschien. Die FAZ etwa wertete es als persönliche Abrechnung. Seit 2012 ist Ryschkow Mitglied im Föderationsrat. 

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    Wohnungsbauprogramm (Heimkehrer/Truppenabzug/1990er Jahre)

    Für die Heimkehrer gab es eigens aufgestellte Wohnungsbauprogramme. Doch zum einen erschwerte die Wirtschaftskrise in der Sowjetunion die Finanzierung. Zum anderen befanden sich die 1990 noch geplanten Siedlungen mit dem Zerfall der UdSSR plötzlich verteilt in den drei souveränen Nationalstaaten Russland, Ukraine und Belarus wieder – zwischen denen nun aufwendig neu verhandelt werden musste. Auch der zeitgleiche Truppenabzug aus anderen europäischen Ländern, etwa aus dem Baltikum, Ungarn und Polen, sowie Misswirtschaft und Korruption erschwerten die Unterbringung der rückkehrenden Soldaten.

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    Abzugsmodi

    Im Zwei-Plus-Vier-Vertrag vom 12. September 1990 sowie in einem  Überleitungsvertrag vom 9. Oktober 1990, einigten sich Deutschland und die Sowjetunion auf die Modalitäten des Truppenabzugs der früheren Roten Armee. Die Frist wurde auf Ende 1994 festgelegt. Außerdem sicherte Deutschland eine finanzielle Beteiligung zu, insgesamt knapp 12 Milliarden DM plus Kredite. Der ursprüngliche Abzugstermin Ende 1994 wurde auf Wunsch Deutschlands auf den 31. August 1994 vorverlegt. Im Gegenzug zahlte Deutschland weitere 550 Millionen DM für das Wohnungsbauprogramm.

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