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    Bely Stschottschik

    Bely Stschottschik (dt. etwa: „Weißer Zähler“) ist eine informelle russische Nichtregierungsorganisation und eine Plattform aus Freiwilligen, die seit 2013 Teilnehmer von Demonstrationen zählt. Die Verantwortlichen bemühen sich um größtmögliche Transparenz der statistischen Methoden, mit denen die Zählungen durchgeführt werden. Die Zählungen unterscheiden sich zum Teil erheblich von den Angaben russischer Behörden. 

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    Dimitri Gudkow

    Dimitri Gudkow (geb. 1980) war von 2011 bis 2016 Abgeordneter der Staatsduma. Wegen seiner Mitwirkung bei oppositionellen Protestaktionen wurde er 2013 aus der Fraktion von Gerechtes Russland ausgeschlossen. Bei den Moskauer Kommunalwahlen 2017 gewann die von ihm initiierte oppositionelle Koalition 266 von 1502 Sitzen. Seit Februar 2023 zählt er zu sogenannten „ausländischen Agenten“.

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    Juri Treguboff

    Juri Treguboff (1913–2000) war ein deutsch-russischer Schriftsteller und Literaturübersetzer. Geboren in Sankt Petersburg, emigrierte er 1926 nach Berlin. 1947 wurde er von Agenten des sowjetischen Ministeriums für Staatssicherheit entführt und nach Moskau verschleppt. Nach zweieinhalb Jahren Untersuchungshaft in der Lubjanka wurde Treguboff wegen angeblicher Kollaboration mit den Nazis zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. 1955 kam er als deutscher Staatsangehöriger infolge der Verhandlungen von Adenauer mit Chruschtschow frei und zog nach Frankfurt am Main. Hier schrieb Treguboff zunächst seinen Erlebnisbericht Acht Jahre in der Gewalt der Lubjanka nieder und arbeitete später als Journalist und Autor historischer Romane.

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    Witali Schentalinski

    Witali Schentalinski (1939–2018) war ein russischer Schriftsteller, Dichter und Journalist. Während der Perestroika leitete er eine Kommission des Schriftstellerverbands der UdSSR, die das Schicksal von verfolgten Schriftstellern während der Stalinzeit aufarbeitete. Schentalinski brachte drei Dokumentationsbände heraus, in denen er unter anderem Biografien von Marina Zwetajewa, Anna Achmatowa, Michail Bulgakow, Ossip Mandelstam und Boris Pasternak verfasste. Schentalinskis Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, auf ihrerGrundlage entstanden mehrere Dokumentarfilme. 

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    Lew Kamenew

    Lew Kamenew (1883–1936) war ein sowjetischer Politiker und Weggefährte von Lenin. Er war unter anderem stellvertretender Regierungschef und Vorsitzender des Rats für Arbeit und Verteidigung. 1936 wurde Kamenew wegen angeblicher Gründung eines „antisowjetischen vereinigten trotzkistisch-sinowjewistischen-Zentrums“ erschossen. 

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    Zentrales Kinderkaufhaus

    Das 1957 in Moskau eröffnete Kaufhaus Detski Mir (dt. Kinderwelt) war das größte Kinderkaufhaus und Spielwarengeschäft der Sowjetunion. Es befindet sich am Lubjanka-Platz, im Zentrum der Hauptstadt. 2015 wurde das über 34.000 Quadratmeter große Geschäft in Zentrales Kaufhaus an der Lubjanka umbenannt. 

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    Proteste in Inguschetien (2018)

    Ende September 2018 haben die Oberhäupter von Tschetschenien und Inguschetien ein Abkommen über die Grenze zwischen den beiden Föderationssubjekten unterzeichnet. Der Vertrag ist weitgehend intransparent: Zwar wurde ein gleichwertiger Landtausch vereinbart, manche Beobachter meinen jedoch, dass Tschetschenien deutlich bevorzugt wurde. Der Vertrag provozierte einen massiven Protest in Magas, der Hauptstadt von Inguschetien. Experten zufolge richtet sich der seitdem immer wieder aufflammende Protest nicht nur gegen den Landtausch: Vielerorts sei er auch anti-tschetschenisch. Außerdem gebe es  immer wieder Forderungen nach mehr Demokratie. 

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    Jakutsk

    Jakutsk ist die Hauptstadt des russischen Föderationssubjekts Sacha (Jakutien) im russischen Föderationskreis Fernost. Hier leben rund 311.000 Menschen, von denen fast die Hälfte Jakuten sind – das nördlichste Turkvolk. Jakutsk gilt als kälteste Großstadt der Welt.

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    Proteste in Archangelsk (2019)

    Seit Februar 2019 gibt es in Archangelsk und in der anliegenden Oblast massive Proteste gegen den Bau einer Mülldeponie bei Schijes – eine Bahnstation im Osten der Region. Die Protestierenden fürchten, dass die Halde zu Umweltproblemen in der Taiga führen und ihre Lebensgrundlage zerstören werde. Nachdem im Sommer 2017 in der Oblast Moskau massenhaft Deponien stillgelegt wurden, wird der in Moskau anfallende Haushaltsmüll auf andere Halden verteilt. Bereits im Sommer 2017 fanden in der Oblast Moskau Proteste statt. Laut offiziellen Zahlen lagern in Russland derzeit über 100 Milliarden Tonnen unverarbeitete Abfälle auf einer Fläche von ungefähr vier Millionen Hektar, was etwa der Größe der Schweiz entspricht. 

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