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    nächtliche Hausdurchsuchungen bei Oppositionskandidaten (Juli 2019)

    Im Vorfeld der Protestaktion vom 27. Juli 2019 gegen die Nichtzulassung oppositioneller Kandidaten zur Moskauer Stadtduma-Wahl hat die Moskauer Polizei Hausdurchsuchungen bei sechs von insgesamt 13 der Anwärter durchgeführt. Da dabei kaum etwas beschlagnahmt wurde, glaubten einige Betroffene, dass diese Durchsuchungen einschüchtern sollten.

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    Alexandra Perepelowa erhält Vorladung (Juli 2019)

    Während der Protestaktion gegen die Nichtzulassung oppositioneller Kandidaten zur Moskauer Stadtduma-Wahl am 27. Juli 2019 haben fünf Moskauer Polizisten die Redaktion des unabhängigen russischen TV-Senders Doshd aufgesucht, um eine Vorladung an die Chefredakteurin Alexandra Perepelowa zu übergeben. Sie wurde als Zeugin beim Untersuchungsverfahren nach Paragraf 141 des Russischen Strafgesetzbuches vorgeladen: Behinderung der Arbeit von Wahlkommissionen.

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    Existenzminimum (2017)

    Das seit 1997 staatlich festgelegte Existenzminimum entspricht in Russland der Armutsgrenze. Diese ist regional unterschiedlich, im Durchschnitt lebten laut russischer Statistikbehörde Rosstat im Jahr 2017 rund 20 Millionen Menschen unter der damaligen Armutsgrenze in Höhe von etwa 10.000 Rubel (rund 140 Euro). Die Anzahl der Armen ist im Vergleich zu 2013 um drei Prozentpunkte auf rund 14 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Nach Definition der WHO lebt in Russland rund jeder Zweite in relativer Armut – nämlich mit einem Einkommen unter 50 Prozent des Durchschnitts.

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    Ljubow Sobol

    Ljubow Sobol (geb. 1987) ist eine russische Juristin, Oppositionspolitikerin und Mitarbeiterin im Fond Borby s Korrupziei (dt. Fonds für Korruptionsbekämpfung, FBK) – eine im Jahr 2011 von Oppositionspolitiker Alexej Nawalny gegründete gemeinnützige Stiftung. Unter dem Dach des Fonds verband Nawalny seine früheren Online-Projekte zu Korruption in Politik, bei Staatsaufträgen und bei Straßen- und Wohnungsbau. 

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    Bely Stschottschik

    Bely Stschottschik (dt. etwa: „Weißer Zähler“) ist eine informelle russische Nichtregierungsorganisation und eine Plattform aus Freiwilligen, die seit 2013 Teilnehmer von Demonstrationen zählt. Die Verantwortlichen bemühen sich um größtmögliche Transparenz der statistischen Methoden, mit denen die Zählungen durchgeführt werden. Die Zählungen unterscheiden sich zum Teil erheblich von den Angaben russischer Behörden. 

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    Dimitri Gudkow

    Dimitri Gudkow (geb. 1980) war von 2011 bis 2016 Abgeordneter der Staatsduma. Wegen seiner Mitwirkung bei oppositionellen Protestaktionen wurde er 2013 aus der Fraktion von Gerechtes Russland ausgeschlossen. Bei den Moskauer Kommunalwahlen 2017 gewann die von ihm initiierte oppositionelle Koalition 266 von 1502 Sitzen. Seit Februar 2023 zählt er zu sogenannten „ausländischen Agenten“.

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    Juri Treguboff

    Juri Treguboff (1913–2000) war ein deutsch-russischer Schriftsteller und Literaturübersetzer. Geboren in Sankt Petersburg, emigrierte er 1926 nach Berlin. 1947 wurde er von Agenten des sowjetischen Ministeriums für Staatssicherheit entführt und nach Moskau verschleppt. Nach zweieinhalb Jahren Untersuchungshaft in der Lubjanka wurde Treguboff wegen angeblicher Kollaboration mit den Nazis zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. 1955 kam er als deutscher Staatsangehöriger infolge der Verhandlungen von Adenauer mit Chruschtschow frei und zog nach Frankfurt am Main. Hier schrieb Treguboff zunächst seinen Erlebnisbericht Acht Jahre in der Gewalt der Lubjanka nieder und arbeitete später als Journalist und Autor historischer Romane.

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    Witali Schentalinski

    Witali Schentalinski (1939–2018) war ein russischer Schriftsteller, Dichter und Journalist. Während der Perestroika leitete er eine Kommission des Schriftstellerverbands der UdSSR, die das Schicksal von verfolgten Schriftstellern während der Stalinzeit aufarbeitete. Schentalinski brachte drei Dokumentationsbände heraus, in denen er unter anderem Biografien von Marina Zwetajewa, Anna Achmatowa, Michail Bulgakow, Ossip Mandelstam und Boris Pasternak verfasste. Schentalinskis Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, auf ihrerGrundlage entstanden mehrere Dokumentarfilme. 

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