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    Fernsehserie Tschernobyl

    Die US-amerikanisch-britische Serie Chernobyl ist mit 9,6 von 10 Punkten die am besten bewertete Fernsehserie in der Internet Movie Database (Stand Juni 2019). In Russland wurde sie sehr kontrovers aufgenommen: Während die unabhängigen Medien vorwiegend positive Rezensionen verfassten, waren die staatsnahen Medien tendenziell kritisch. Diese bemängelten unter anderem die Verzerrung historischer Fakten, warfen den Machern aber auch anti-russische Propaganda vor. 

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    Alexander Kalinin

    Alexander Kalinin (geb. 1983) ist Leiter der Bewegung Christlicher Staat – Heiliges Russland. Im September 2017 wurde der orthodoxe Aktivist wegen Verdachts auf Extremismus verhaftet: Ihm wird zur Last gelegt, Kinobetreiber wegen der Ausstrahlung des kontroversen Films Matilda bedroht zu haben. In diesem Spielfilm von Regisseur Alexej Utschitel spielt Lars Eidinger den noch nicht gekrönten Nikolaus II., der eine heimliche Liaison mit der Ballerina Matilda Kschessinskaja eingeht. Christlicher Staat verbreitete Aufrufe, den Film nicht zu zeigen: schon jegliche Information im Vorfeld zu diesem Film sei eine Erniedrigung des heiliggesprochenen Zaren und würde einen „russischen Maidan“ provozieren, so ein Mitglied der Bewegung.

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    Rossija Kultura

    Rossija K beziehungsweise Rossija Kultura ist ein russischer Fernsehsender, der zur staatlichen Medienholding Allrussische Staatliche Fernseh- und Radiogesellschaft WGTRK gehört. Der werbefreie Sender bietet ein vorwiegend kulturorientiertes Programm.  

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    Konstantin Chabenski

    Konstantin Chabenski (geb. 1972) ist ein bekannter russischer Schauspieler und Regisseur. Laut dem Ranking des russischen Internet-Unternehmens Yandex war er in den ersten 15 Jahren des 21. Jahrhunderts der beliebteste Schauspieler Russlands. Chabenski spielte unter anderem die Hauptrollen in international bekannten Filmen wie Wächter der Nacht und Wächter des Tages.

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    Iwan Golunow

    Iwan Golunow (geb. 1983) gilt als einer der besten russischen Investigativreporter und arbeitet seit 2016 beim Exilmedium Meduza. Im Juni 2019 wurde er in Moskau wegen Verdachts auf versuchten Drogenhandel festgenommen. Es entstand eine Welle der Solidarität mit dem Meduza-Journalisten. Nachdem er vier Tage unter Hausarrest war, wurden schließlich alle Vorwürfe gegen ihn fallen gelassen. Ende Mai 2021 wurden fünf beteiligte Polizisten wegen Amtsmissbrauchs, Fälschung von Beweisen sowie wegen Drogenhandel zu Haftstrafen von fünf bis zwölf Jahren verurteilt.

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    Vedomosti, Kommersant und RBC ausverkauft (Golunow)

    Am 10. Juni 2019 kamen die russischen Tageszeitungen Kommersant, Vedomosti und RBC mit einem einheitlichen Titelblatt heraus, auf dem in Großbuchstaben der Slogan Wir sind/Ich bin Iwan Golunow stand. Die in letzter Zeit zunehmend unter staatlichen Einfluss geratenen Zeitungen gaben auch eine gemeinsame Erklärung zum Fall Golunow ab. Darin solidarisierten sie sich mit dem Journalisten und forderten von den Behörden eine Ermittlung zu den Hintergründen der Verhaftung.

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    Kapitalabfluss (2018)

    Laut Berechnungen der russischen Zentralbank ist der bereinigte Kapitalabfluss des privaten Sektors aus Russland im Jahr 2018 auf 67,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das ist 2,7 Mal so viel wie im Vorjahr. 

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    Morgan Stanley (Russland)

    Die russische Vertretung des US-amerikanischen Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmens Morgan Stanley wurde 1994 in Moskau eröffnet. 2019 gab die Bank bekannt, sich aus dem russischen Markt zurückziehen zu wollen. Zeitweise arbeiteten bis zu 63 Mitarbeiter für das Unternehmen in Russland. Zu ihren Aufgaben gehörte vor allem Wertpapierhandel und Beratung bei Unternehmensfusionen und -übernahmen. 

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    Rair Simonjan

    Rair Simonjan (geb. 1947) ist ein russischer Geschäftsmann und Investmentbanker. Von 1998 bis 2012 leitete er die russische Filiale des US-amerikanischen Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmens Morgan Stanley. Nach einem einjährigen Intermezzo als Finanzberater beim größtenteils staatlichen Mineralölkonzern Rosneft, leitete Simonjan von 2014 bis 2016 den Direktorenrat der Schweizer Bank UBS in Russland. Er gilt als einer der gewichtigsten Kenner der russischen Finanzmärkte. Kritiker monieren demgegenüber, dass Simonjan während seiner Zeit bei Rosneft in die korrupten Machenschaften des Unternehmenschefs Igor Setschin verstrickt war.

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