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    Alexander Gorbunow

    Alexander Gorbunow (geb. 1992) ist Autor und Betreiber des 2013 gestarteten Twitter-Kanals Stalingulag. Seit 2016 betreibt er den Kanal auch auf Telegram. Auf Twitter hatte er im Mai 2019 über eine Million Follower, auf Telegram über 377.000 Abonnenten. Gorbunow postet (oftmals ironische) Kommentare zur russischen Politik und Gesellschaft. Er betrieb seine Medien anonym, bis das Investigativmedium RBC 2018 seine Identität lüftete und Gorbunow sich wegen darauf folgenden Drucks der Behörden gezwungen sah, aus der Anonymität herauszutreten. Seit seiner Geburt ist er an spinaler Muskelatrophie erkrankt und an den Rollstuhl gebunden. 

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    Grigori Golossow

    Grigori Golossow (geb. 1963) ist einer der renommiertesten Politologen Russlands. In den frühen 1990er Jahren lehrte und forschte er an verschiedenen Universitäten im Ausland. Seit 1996 ist Golossow an der Europäischen Universität Sankt Petersburg, wo er 2011 zum Professor für Vergleichende Politikwissenschaft und später zum Dekan der politikwissenschaftlichen Fakultät wurde. Seit den späten 1990er Jahren hat Golossow hunderte Beiträge in wissenschaftlichen und auch in journalistischen Medien veröffentlicht, er gehört zu den meistzitierten Politikwissenschaftlern des Landes. 

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    Wladimir Petuchow

    Wladimir Petuchow (geb. 1950) ist ein renommierter russischer Soziologe mit dem Schwerpunkt politische Soziologie. Von 2003 bis 2007 war er Forschungsleiter des Meinungsforschungsinstituts WZIOM. Derzeit leitet Petuchow das integrierte soziologische Forschungszentrum an der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN).  

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    eindeutige Botschaften der Regierung (MWST-Erhöhung/Renteneintrittsalter)

    Gemeint sind unter anderem die Regierungsentwürfe zur Rentenreform und zur Erhöhung der Mehrwertsteuer – die am Eröffnungstag der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 verkündet wurden. Trotz zahlreicher Proteste wird das Renteneintrittsalter für Frauen damit seit Januar 2019 schrittweise von 55 auf 60 Jahre und bei Männern von 60 auf 65 Jahre angehoben. Die Mehrwertsteuer wurde ebenfalls zum Januar 2019 von 18 auf 20 Prozent erhöht. 

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    stroibat

    Stroibat (kurz für: stroitelnije bataljoni, dt. Baubataillone) in der Sowjetunion waren militärische Einheiten, die für den Aufbau militärischer Infrastruktur sowie teilweise für die Verwirklichung ziviler Bauprojekte zuständig waren. 1942 eingeführt, dienten teilweise bis zu 400.000 Wehrpflichtige in stroibat. Unter Einberufenen galt der Dienst an der Waffe als beliebter, Einberufungen in stroibat galten bei vielen als unehrenhaft. 

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    stiljagi

    Die stiljagi (dt. etwa: Styler) bildeten eine jugendliche Subkultur in der Sowjetunion der späten 1940er bis 1960er Jahre. Die Besonderheit des Lebensstils bestand vor allem in ausgefallener Kleidung, einem eigenen Slang und teilweise negativer beziehungsweise gleichgültiger Einstellung zu Normen der sowjetischen Massenkultur. Die stiljagi teilten eine Faszination für alles, was aus dem Ausland kam und pflegten ein idealisiertes Bild des Westens, das insbesondere von der Beat Generation, westlichen Filmen und Musik (Swing, Boogie Woogie) inspiriert war. Zur typischen Kleidung der stiljagi zählten enge Hosen, lange Jacken, Krawatten und bunte T-Shirts.

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    1987 bis 1991 (Historismus)

    Gemeint ist Glasnost – ein politisches Schlagwort, das Transparenz, Informationsfreiheit und das Fehlen von Zensur bezeichnet. Michail Gorbatschow (geb. 1931) führte den Begriff 1986 ein und stellte damit die Weichen für mehr Meinungs- und Redefreiheit. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich in Russland auch eine rege Auseinandersetzung mit den stalinschen Säuberungen. Viele neue Bücher kamen heraus, Auflagen schnellten in die Höhe, sodass manche Wissenschaftler schon von einem umfassenden Historismus sprachen.  

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    Auftraggeber (Prilepin)

    Eine nicht selten anzutreffende Verschwörungstheorie, die besagt, dass die breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Sowjetregimes in den 1980er und 1990er Jahren aus dem Ausland oktroyiert und gesteuert wurde.  

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    Reliquien-Ausstellungen in Moskau

    Reliquien-Ausstellungen in Moskau haben laut Angaben der Russisch-Orthodoxen Kirche in den letzten Jahren hunderttausende Pilger angezogen: So standen 2011 viele Menschen stundenlang Schlange, um den Gürtel der Jungfrau Maria zu sehen. 2014 wurden in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale die Gaben der Heiligen drei Könige ausgestellt, 2017 eine Rippe des heiligen Nikolaus.

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