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    Konstantin Kossatschew

    Konstantin Kossatschew (geb. 1962) ist ein russischer Politiker und Diplomat. Er absolvierte das Staatliche Moskauer Institut für Internationale Beziehungen und arbeitete drei Jahre als Botschafter in Schweden. 1999 wurde er als Mitglied des Bündnisses Otetschestwo/Wsjerossija (dt. Vaterland/Ganz Russland) in die Staatsduma gewählt und zählte zu den Unterstützern Wladimir Putins bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000. Seit Dezember 2014 ist Kossatschew Mitglied des Föderationsrats, wo er den auswärtigen Ausschuss leitet. Kossatschew steht seit 2018 auf der Sanktionsliste der USA.

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    Häuser der Sowjets

    Bevor zahlreiche Regierungsmitglieder und führende Bolschewiki der Revolutionszeit 1931 mit ihren Familien in das Haus der Regierung eingezogen sind, lebten sie vor allem im Kreml und in den umliegenden Hotels wie dem National oder dem Metropol. Diese Hotels wurden nach der Oktoberrevolution enteignet: National wurde in Erstes Haus der Sowjets umbenannt, Metropol in Zweites Haus der Sowjets.

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    X. Parteitag der KPdSU (1921)

    In den Jahren nach der Oktoberrevolution 1917 leiteten die Bolschewiki eine Reihe radikaler wirtschaftspolitischer Maßnahmen ein, die auf die Verstaatlichung der Produktion abzielten. Trotz der Zerrüttung der Wirtschaft durch den Bürgerkrieg (1918–1923) hielt Lenin an diesem sogenannten Kriegskommunismus fest. In der hungerleidenden Gesellschaft kam es daraufhin zu massiven Streiks sowie dem Kronstädter Matrosenaufstand im Februar 1921. Als Reaktion auf die Proteste beschloss Lenin im März 1921 auf dem X. Parteitag der Kommunistischen Partei Russlands (Bolschewiki) die sogenannte Neue Ökonomische Politik (NEP), die eine teilweise Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Methoden vorsah. Die NEP trug maßgeblich zur Verbesserung der Versorgung bei.

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    Yuri Slezkine

    Yuri Slezkine (geb. 1956) ist ein aus der Sowjetunion stammender US-amerikanischer Slawist, Ethnologe und Historiker. Derzeit lehrt er als Professor an der University of California in Berkeley. Bekannt geworden ist Slezkine vor allem durch seine Arbeiten zur Geschichte der Sowjetunion. 2017 kam sein viel beachtetes Buch The House of Government: A Saga of the Russian Revolution heraus. Im Folgejahr ist es auch auf Deutsch erschienen, 2019 kam eine von Slezkine neu verfasste russische Version auf den Markt. 

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    Kurultai

    Der turksprachige Begriff Kurultai bezeichnete ursprünglich eine Fürstenversammlung, heute steht er in einigen Turksprachen für eine Volksversammlung.

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    Staatsrat

    Der Staatsrat der Russischen Föderation ist ein Beratungsorgan des Präsidenten. Er ist nicht in der russischen Verfassung verankert, gilt jedoch wegen seiner Zusammensetzung als ein wichtiges Gremium: Der Präsident sitzt dem Staatsrat vor, zu seinen Mitgliedern gehören unter anderem die Vorsitzenden der höchsten Exekutivorgane der Föderationssubjekte Russlands. 

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    Teddybär

    Anspielung auf den Ministerpräsidenten Russlands Dimitri Medwedew (geb. 1965). Sein Familienname leitet sich vom russischen Wort medwed ab – Bär.

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    Elbassy

    Mit einer Verfassungsänderung aus dem Jahr 2010 wurde in Kasachstan das Amt des sogenannten Ersten Präsidenten eingeführt: Elbassy, Leader der Nation. Das Amt ist mit einer enormen Machtfülle verbunden. Unter anderem hat es dem ersten Präsidenten Kasachstans Nursultan Nasarbajew (geb. 1940) wegen seiner „historischen Mission“ ein lebenslanges Recht auf den Vorsitz des Sicherheitsrates garantiert. Im Zuge der Massenproteste vom Januar 2021 wurde ihm dieses Amt zuletzt allerdings entzogen – und vom amtierenden Präsidenten Kassim-Schomart Tokajew übernommen.

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    lawfare

    Der Begriff „Lawfare“ setzt sich zusammen aus „Law“ (dt. Recht) und „Warfare“ (dt. Kriegsführung). Er steht metaphorisch unter anderem für die Nutzung des Völkerrechts durch Staaten als Form der rechtspolitischen Kriegsführung um das politische und militärische Engagement anderer Staaten zu delegitimieren. Dabei kommt den Massenmedien eine besondere Rolle zu. 

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    VPN-Gesetz

    Im November 2017 trat in Russland ein Gesetz in Kraft, das Anbieter von VPN- und Anonymizer-Services verpflichtet, den Zugang zu in Russland verbotenen Websites zu blockieren. Kaum einer der Anbieter hält sich an das Gesetz, bislang ohne rechtliche Konsequenzen.

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