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    Satyagraha

    Satyagraha bezeichnet den gewaltfreien Weg von Mahatma Gandhi. Der Begriff beschreibt sinngemäß das Festhalten an der Wahrheit gegen staatliche Unmoral durch gewaltfreie Aktionen. 

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    Raschismus

    Der Begriff Raschismus ist eine Wortkreuzung aus dem englischen „Russia“ und „Faschismus“. Es unterstreicht den aggressiven Charakter der russischen Politik unter Wladimir Putin. Dazu gezählt werden außer Krieg und unmittelbarer Gewalt auch ideologische Konstrukte wie das „Eurasiertum“ des Ideologen Alexander Dugin und die Idee vom „Russkij Mir“. Bereits in den 1990er Jahren warnte der tschetschenische Separatistenführer Dschochar Dudajew vor einem „Russismus“ Moskaus. Nach dem Krieg gegen Georgien 2008, insbesondere aber seit der Krim-Annexion und dem verdeckten Krieg im Donbas wurde „Raschismus“ zu einer verbreiteten Charakterisierung. 

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    Krym

    Zwar ist die gebräuchlichste deutsche Schreibweise der ukrainischen Halbinsel bislang Krim, doch die richtige Übertragung aus dem Kyrillischen – dem Ukrainischen oder auch dem Russischen – lautet Krym. Auf Krymtatarisch heißt die Halbinsel Qırım. 

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    Belüftung bei Gewässerverschmutzung

    Wenn Chemikalien oder ein unnatürlich hoher Anteil organischer Stoffe dem Wasser den Sauerstoff entziehen, fehlt dieser den Fischen und anderen Lebewesen und sie sterben. Das wird beispielsweise durch Zupumpen von Luft verhindert oder wenigstens vermindert. 

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    Tjotkino

    Tjotkino ist ein 4000-Einwohner-Ort in der Oblast Kursk an der russisch-ukrainischen Grenze zur ukrainischen Region Sumy. Bereits vor der ukrainischen Kursk-Offensive im Sommer 2024 fanden in dem Grenzstädtchen seit März 2024 Kämpfe statt. Besonders die für die Ukraine kämpfende Freiwilligeneinheit Legion Freiheit Russlands, bestehend aus russischen Staatsbürgern, ist hier aktiv. Im Juni und im August 2024 meldeten russische Behörden, die örtliche Zuckerraffinerie sei durch Beschuss beschädigt worden.

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    Kursk-Offensive

    Am 6. August 2024 haben ukrainische Streitkräfte – zur Überraschung der Weltöffentlichkeit und offenbar auch der russischen Armeeführung, die sich gerade auf Pokrowsk im Osten der Ukraine konzentrierte – die russische Grenze im Süden der Oblast Kursk übertreten und in wenigen Tagen die Stadt Sudsha sowie Dutzende kleinere Siedlungen besetzt. Die Interessen der Ukraine sind: bei künftigen Verhandlungen mehr Druck ausüben zu können; mehr russische Soldaten in Kriegsgefangenschaft zu nehmen, um sie gegen eigene austauschen zu können; die russische Gesellschaft mit dem Krieg zu konfrontieren; die russischen Truppen von ihren Vorstößen im Osten der Ukraine abzulenken. Erst einen Monat später startete Russland seine Gegenoffensive im Süden von Kursk. 

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    Seim

    Der Seim ist mit mehr als 700 Kilometer Länge der größte Nebenfluss der Desna. Er entspringt in der russischen Oblast Belgorod, fließt durch die Oblast Kursk und weiter durch die ukrainischen Gebiete Sumy und Tschernihiw, wo er in die Desna mündet, die wiederum im Norden von Kyjiw in den Dnipro fließt.  

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    Serebrjanka-Wald

    Der Serebrjanka-Wald ist ein Naturschutzgebiet von rund 100 Hektar bei der Stadt Kreminna in der Oblast Luhansk im Osten der Ukraine. Seit dem großen russischen Überfall auf die Ukraine 2022 verläuft durch ihn die umgekämpfte Frontlinie, das Ökosystem ist stark zerstört.  

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    Radziwiłł

    Radziwiłł (belaruss. Radsiwil) ist der Name eines bedeutenden polnisch-litauischen Adelsgeschlechts ruthenischen bzw. belarussischen Ursprungs. Das Geschlecht geht vor allem auf Nikolaus Ostikowicz-Radvila zurück, der als ostslawischer Bojare im Zuge des Treffens von Horodlo im Jahr 1413 ein Wappen des polnischen Adels annahm. Zahlreiche Vertreter des Geschlechts brachten es im Laufe der Geschichte zu hochrangigen weltlichen und religiösen Ämtern im Großfürstentum Litauen und in der polnisch-litauischen Adelsrepublik. Angehörige einer Linie des Geschlechts waren auch später in Preußen beheimatet. Der Stammsitz befindet sich in Njaswisch, einer Kleinstadt, die heute in der Oblast Minsk in Belarus liegt.

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    Plautdietsch

    Plautdietsch ist die Sprache der Russlandmennoniten. Etwa 500.000 Menschen sprechen diese Variante des Ostniederdeutschen. Sie leben heute über den ganzen Erdball verteilt, mit Zentren in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. In Nordamerika ist Plautdietsch unter dem Namen Mennonite Low German bekannt. 

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