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    Frantscheska Jarbussowa

    Frantscheska Jarbussowa (geb. 1942) ist eine russische Illustratorin, Zeichentrickfilmerin und Ehefrau des Animationskünstlers Juri Norstein (geb. 1941). Jarbussowa illustrierte im Laufe ihrer Karriere viele Kinderbücher, schrieb Erzählungen und drehte (zusammen mit ihrem Mann) einige Zeichentrickfilme. Seit 1981 arbeitet sie mit Norstein an der Verwirklichung des Zeichentrickfilms Schinel (dt. „Der Mantel“), der auf einer Erzählung von Nikolaj Gogol basiert.

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    25-е, Perwy Den

    25-е, Perwy Den (dt. „25. – Der erste Tag“) ist der erste Zeichentrickfilm des russischen Zeichentrickfilmers Juri Norstein (geb. 1941). Er wurde zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution 1917 gedreht und feierte 1968 Premiere. In der Animation behandelten Norstein und der Zeichentrickfilmer Arkadi Tjurin (1932–2003) die Revolutionsereignisse. Sie integrierten im Film die Malerei der sowjetischen und westeuropäischen Avantgarde und unterlegten ihn mit der Musik des sowjetischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch (1906–1975).

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    hybrider Krieg

    Als hybrider Krieg werden allgemein Kriegsformen bezeichnet, in denen offene (militärische) sowie verdeckte Kriegsmittel (Desinformationskampagnen, Cyberattacken) kombiniert zum Einsatz kommen. Obwohl der Begriff derzeit oft für das Vorgehen Russlands in der Ukraine und in einem weiteren Sinne für russische Maßnahmen „gegen den Westen“ gebraucht wird, ist seine Anwendbarkeit in diesem Zusammenhang umstritten. Ein hybrider Krieg im eigentlichen Sinne würde ein systematisches, interessengeleitetes und zielgerichtetes Vorgehen voraussetzen – dass dieses bei den russischen Aktivitäten vorliegt, ist strittig. Auch in Russland werden als aggressiv wahrgenommene westliche Initiativen gelegentlich unter diesen Begriff gefasst. Manche Experten kritisieren, dass der Begriff ein hohes Potenzial zu verbaler Eskalation berge.

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    Warschauer Pakt

    Als Warschauer Pakt (offiziell: Warschauer Vertrag) bezeichnete der Westen den militärischen Beistandspakt des sogenannten Ostblocks. Der erste Vertrag dazu wurde 1955 unterzeichnet, 1985 wurde er um 20 Jahre verlängert. Unter der Führung der Sowjetunion gehörten zeitweise bis zu sieben weitere Staaten zu den Unterzeichnern. 1991 lösten die Vertragsparteien den Beistandspakt auf. 

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    neues (politisches) Denken (Gorbatschow)

    Als neues (politisches) Denken bezeichnete Michail Gorbatschow 1987 sein Konzept, das Weichen zur Beendigung des Kalten Krieges und zur Abrüstung stellen sollte. Das Konzept enthielt auch Prinzipien, die eine Abkehr vom Klassenkampf und von Ideologie in der sowjetischen Außenpolitik einleiten sollte. In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung nahm er im Dezember 1988 darauf Bezug und kündigte einseitig Abrüstungsschritte an.

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    Gipfeltreffen in Reykjavík 1986

    Das Gipfeltreffen in Reykjavík fand während des Kalten Krieges im Oktober 1986 statt. Der US-Präsident Ronald Reagan und Michail Gorbatschow behandelten dabei vor allem Abrüstungsfragen. Die Verhandlungen selbst scheiterten zwar faktisch an Fragen der US-amerikanischen Strategic Defense Initiative (auch Star Wars genannt), erzielten aber zugleich einen mittelfristigen Durchbruch, indem sie die Weichen stellten für den INF-Vertrag (Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty). Der INF-Vertrag wurde auf dem Washingtoner Gipfel im Dezember 1987 unterzeichnet. Er sah die Vernichtung aller Flugkörper mit mittlerer und kürzerer Reichweite vor, außerdem vereinbarten die Sowjetunion und die USA den Produktionsverbot solcher Flugkörper.

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    Dimitri Trenin

     Dimitri Trenin (geb. 1955) ist ein russischer Politologe und seit 2008 Leiter des Moskauer Carnegie-Zentrums. Carnegie ist ein US-amerikanischer Thinktank, sein Moskauer Zentrum forscht zu russlandspezifischen Fragen. Zu Trenins Forschungsschwerpunkten zählt vor allem russische Militär- und Verteidigungspolitik, unter manchen Beobachtern gilt er auf diesem Feld als einer der renommiertesten Experten. Andere Beobachter kritisieren unter anderem eine Kreml-Nähe Trenins: So vernachlässige dieser in seinen Analysen etwa die Autoritarismus-Aspekte russischer Innenpolitik.

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    Tweets (Face)

    Anfang Februar 2018 rief Face auf Twitter dazu auf, nicht zur Präsidentschaftswahl im März zu gehen. Er beschimpfte unflätig die Regierung und verglich Russland mit der Sowjetunion. Laut Face meldete sich eine Stunde später der Manager seiner Freundin, die in Russland eine bekannte Vloggerin ist. Demnach sei der Manager von der Präsidialadministration dazu angehalten worden, auf Face einzuwirken, damit dieser seine tweets löscht. Face sei daraufhin nervös geworden und habe die Aufrufe gelöscht.

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    Gemüse (Senzow)

    Laut Aussage des Anwalts von Oleg Senzow wurde dem Häftling im Gefängnis angedroht, aus ihm „Gemüse“ zu machen. Der Begriff wird im Russischen ähnlich wie im Englischen verwendet: Als Gemüse werden Menschen geschmäht, die nicht klar denken können. Die Androhung bezog sich auf Zwangsernährung, Senzow sollte dabei sediert werden, wodurch die Funktionen des zentralen Nervensystems eingeschränkt würden.

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    Roi TV

    Roi TV ist ein russischer Online-Fernsehkanal. Er wird von Maxim Kalaschnikow (geb. 1966) geleitet – Ratsmitglied von Partija Dela (dt. „Partei Aktion“). Manche Beobachter stufen den Fernsehkanal als ein Parteimedium ein. Partija Dela gilt als nationalistisch, Kalaschnikow wird zum Umfeld von Igor Strelkow (geb. 1970) gezählt und gilt wie dieser als Kreml-kritisch. Strelkow war einer der Anführer der ostukrainischen Separatisten im Sommer 2014.  

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