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    Medweshjegorsk

    Medweshjegorsk ist eine Stadt mit rund 14.500 Einwohnern in der Republik Karelien, im Nordwesten Russlands. Der Ort entstand 1915 um die damals errichtete Bahnstation Medweshja Gora, auf der Strecke von Petrosawodsk nach Murmansk, ehemals Romanow-na-Murmane. Anfang der 1930er Jahre wurde Medweshjegorsk Verwaltungszentrum für den Bau des Belomorkanals (dt. „Weißmeer-Ostsee-Kanal“) – eine 227 Kilometer lange Wasserstraße, die die Ostsee mit dem Weißen Meer verbindet. Der Kanal wurde Anfang der 1930er Jahre auf Befehl Stalins von BelBaltLag-Häftlingen erbaut. Das Verwaltungszentrum dieses Gulag-Lagers befand sich ebenfalls in Medweshjegorsk. Während der Errichtung des Belomorkanals starben Schätzungen zufolge rund 12.800 Menschen.

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    Gorko!

    Gorko! ist ein 2013 erstausgestrahlter Film des russischen Regisseurs Shora Kryshownikow (geb. 1979). Für die Komödie im Stil eines Hochzeitsvideos wurde Kryshownikow 2013 als Newcomer des Jahres mit dem Nika ausgezeichnet – dem bedeutendsten und ältesten russischen Filmpreis. Der Filmtitel bezieht sich auf einen traditionellen Ausruf russischer Hochzeitsgäste. Während der Feier animieren sie damit das Hochzeitspaar zu einem Kuss. Übersetzt heißt gorko eigentlich „bitter“, etymologisch leitet sich der Begriff laut Einschätzung einiger Sprachwissenschaftler allerdings von gorjatscho ab – „heiß“. Den Frischvermählten werden damit also heiße Küsse gewünscht. Wenn sich das Paar dann geküsst hat, rufen alle erleichtert Sladko! (dt. „süß").

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    Tamada

    Mit dem georgischen Begriff Tamada bezeichnet man in Russland oft den Tisch-  beziehungsweise Zeremonienmeister. Tamadas leiten die Feierlichkeiten, unterhalten die Gäste, achten auf die Einhaltung von (Trink-)Ritualen und moderieren den Ablauf.

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    Zentr Uprawlenija Rassledowanijami

    Zentr Uprawlenija Rassledowanijami (kurz ZUR, dt. „Kontrollzentrum für Investigatives“) ist ein Projekt des russischen Oligarchen Michail Chodorkowski. Ähnlich wie Alexej Nawalnys Fonds für Korruptionsbekämpfung recherchieren die Projektmitarbeiter von ZUR zu Korruption und ungesetzlichen Handlungen russischer Politiker und Oligarchen. 

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    Kirill Radtschenko

    Kirill Radtschenko (1985–2018) war ein russischer Kameramann, der unter anderem im Moskauer Dom Shurnalistow (dt. „Haus der Journalisten“) und bei verschiedenen Produktionsfirmen tätig war. Im Jahr 2016 begann er, für die abchasische Agentur ANNA-News Reportagen aus Syrien und der Ukraine zu drehen. ANNA-News ist auf die Berichterstattung aus Kriegsgebieten spezialisiert. Radtschenko wurde am 30. Juli 2018 in der Zentralafrikanischen Republik ermordet, wo er mit zwei anderen Journalisten zur russischen Söldner-Einheit Wagner recherchierte. 

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    Orchan Dshemal

    Orchan Dshemal (1966–2018) war ein russischer Kriegsreporter und Journalist. Er arbeitete seit 1995 für mehrere Medien und war zeitweise Politikredakteur bei der Novaya Gazeta. Dshemal berichtete von Kriegsschauplätzen wie dem Georgienkrieg 2008 und dem Bürgerkrieg in Libyen 2011. Nach der Krim-Angliederung trat er mehrmals öffentlichkeitswirksam für die Rechte der Krimtataren ein. Dshemal wurde am 30. Juli 2018 in der Zentralafrikanischen Republik ermordet, wo er mit zwei anderen Journalisten zur russischen Söldner-Einheit Wagner recherchierte.

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    Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit

    Der Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit ist ein seit 2016 jährlich verliehener Preis von der Charitable Foundation Initiatives for Development of Armenia (IDeA). Er wird im Namen der Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern verliehen. Ausgezeichnet werden Menschen oder Organisationen, die mit ihrer Arbeit humanitäre Anliegen fördern. Der Preis ist mit 100.000 US-Dollar dotiert. Außerdem haben die Preisträger die Möglichkeit, eine Organisation zu nominieren, die sie bei ihrer Arbeit inspiriert hat. Diese erhält damit 1.000.000 US-Dollar.

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    Alexander Rastorgujew

    Alexander Rastorgujew (1971–2018) war ein russischer Dokumentarfilmer. Nach der Duma-  und Präsidentschaftswahl 2011-2012 nahm er an den Protesten gegen Wahlfälschungen teil. Gemeinsam mit den Regisseuren Pawel Kostomarow und Alexej Piwowarow rief er im Jahr 2012 das Online-Filmprojekt Srok (dt. etwa „Haftstrafe“) ins Leben. Mit dem Projekt wollten die Filmemacher zeigen, was die Teilnehmer der Protestbewegung antreibt. Rastorgujew wurde am 30. Juli 2018 in der Zentralafrikanischen Republik ermordet, wo er mit zwei anderen Journalisten zur russischen Söldner-Einheit Wagner recherchierte.

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