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    Juri Poljakow

    Juri Poljakow (geb. 1954) ist ein russischer Schriftsteller, Dichter, Bühnen- und Drehbuchautor. Von 2001 bis 2017 war er außerdem Chefredakteur der russischen Kulturzeitung Literaturnaja Gaseta. Im Januar 2018 gab Poljakow offiziell bekannt, Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahlen im März 2018 zu unterstützen.

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    Rossija RTR

    Rossija RTR ist ein Fernsehsender, der in Russland über Satellit und im Ausland auch über Kabel empfangen werden kann. Der Sender gehört zur WGTRK (dt. „Allrussische Staatliche Fernseh- und Radiogesellschaft WGTRK“) – eine staatlich kontrollierte Medienholding, die 1990 gegründet wurde und heute mehrere landesweit empfangbare Fernseh- und Radiosender sowie Internetmedien betreibt. 

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    soziale Ungleichheit

    Laut einem Bericht der Schweizer Bank Credit Suisse verfügten 2019 zehn Prozent der reichsten Russen über 83 Prozent aller Privatvermögen. Unter den weltweit größten Volkswirtschaften gehört Russland damit zu den Ländern mit der höchsten sozialen Ungleichheit.

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    Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

    Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben ist eine Filmsatire des US-amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick (1928–1999) aus dem Jahr 1964. Im Mittelpunkt der Handlung steht der schwachsinnige US-Air-Force-General Jack D. Ripper, dessen Ziel es ist, eigenhändig einen Atomkrieg gegen die Sowjetunion auszulösen. Ripper ist von einem sowjetischen Geheimplan überzeugt, der vorsieht, die „wertvollen Körpersäfte“ der Amerikaner durch Fluoridierung des Trinkwassers zu zersetzen. Kubricks Film, der sich auf groteske Art und Weise mit dem Kalten Krieg und der nuklearen Abschreckung auseinandersetzt, gilt heute als einer der bedeutendsten Filme des 20. Jahrhunderts.

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    Weihnachten, das „Fest der Zukunft“

    Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation Gennadi Sjuganow (geb. 1944) sprach in seinem weihnachtlichen Grußwort vom 6. Januar 2018 über das Weihnachtsfest als einem „Fest der Zukunft“. Die Aufnahme zahlreicher religiöser Themen durch die ehemals betont atheistische Partei ruft in kritischen Medien schon seit einigen Jahren viel Spott hervor.  

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    Großinquisitor

    Das fünfte Kapitel aus Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski (1821–1881). Darin beschreibt er die Wiederkehr Jesu im Sevilla des 16. Jahrhunderts: Die Inquisition wütet, Scheiterhaufen lodern, das Mittelalter ist in seiner dunkelsten Phase. Jesus wird verhaftet und vom Großinquisitor vernommen. Dieser sagt: Die Kirche braucht Jesus nicht mehr, sie hat seine Tat „verbessert“ und die allumfassende Herrschaft des Klerus auf drei Kräften aufgebaut – Wunder, Geheimnis, Autorität. 

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    Mit dem Pflug übernommen, mit der Atombombe hinterlassen

    Der Satz wird dem ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill (1874–1965) zugeschrieben. Gemeint ist der rasante technologische und militärische Aufstieg der Sowjetunion, die sich unter Stalin von einem rückständigen Agrarstaat zur Atommacht entwickelte. Dieser rasante Aufstieg geschah ohne Rücksicht auf menschliche Verluste und kostete hunderttausende Menschen das Leben.

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    Sowkodrotschestwo

    Im Original: Sowkodrotschestwo – ein umgangssprachlicher und ironisch-vulgärer Ausdruck, der Sowjetnostalgie kritisiert. Die Wortneuschöpfung, die dem Slang zuzuordnen ist, kombiniert hierbei den Stamm Sowok (abwertende Bezeichnung der Sowjetunion, dt. „Kehrblech“) mit der Substantivierung des russischen Verbes drochit (dt. „wichsen“). Derjenige, der also allzu positiv über die Sowjetunion denke, hole sich einen auf die sozialistische Vergangenheit Russlands runter, ohne sich ernsthaft und ehrlich mit dieser auseinanderzusetzen.

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    Segnung von Trägerraketen

    In der Föderalen Weltraumagentur Russlands ROSKOSMOS ist es seit einigen Jahren Brauch, Weltraumraketen vor ihrem Start ins Weltall durch einen orthodoxen Priester segnen zu lassen. Die Zeremonie, bei der die Raketen vom Priester mit Weihwasser besprengt werden, soll helfen, Unfällen vorzubeugen. Der Chef der Weltraumagentur Igor Komarоw (geb. 1964) erklärt die offiziell nicht vorgesehene Zeremonie mit dem Recht der freien Religionsausübung.

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