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    Anton Denikin

    Anton Denikin (1872–1947) war ein bekannter General der Kaiserlich Russischen Armee und Kommandeur der konterrevolutionären Weißen Armee im Russischen Bürgerkrieg. Manche Historiker verbinden mit seinem Namen den (auch propagandistisch aufgeladenen) Begriff Weißer Terror: Die unter Denikins Kommando stehenden Truppen verübten massive Kriegsverbrechen, unter anderem werden ihnen Massenerschießungen, Pogrome und Plünderungen zur Last gelegt. Denikins Entschluss, 1919 die von ihm befehligten Truppen der Weißen Armee auf dem Vormarsch nach Moskau zu teilen, wird heute von zahlreichen Historikern als ein militärstrategischer Fehler bewertet, der den Bürgerkrieg letztendlich zugunsten der Roten Armee entschied. Im Angesicht der Niederlage setzte sich Denikin 1920 über Europa in die USA ab.

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    Wladimir D. Nabokow

    Wladimir D. Nabokow (1869–1922) war russischer Jurist und Politiker. Er war Mitbegründer der Partei der Volksfreiheit (Konstitutionelle Demokraten) und Abgeordneter der ersten Staatsduma 1906. Nach der Auflösung der Duma unterzeichnete Nabokow den sogenannten Wyborger Aufruf an das Volk, der einen passiven Widerstand gegen den Staat forderte. Infolgedessen durfte er keiner politischen Tätigkeit mehr nachgehen. Als Staatssekretär der Provisorischen Regierung kehrte er 1917 in die Politik zurück. 1920 wanderte er nach Berlin aus, wo er im März 1922 von zwei russischen Nationalisten ermordet wurde. Sein Sohn, ebenfalls Wladimir Nabokow (1899–1977), wurde Schriftsteller und gilt als Klassiker der russischen und amerikanischen Literatur.

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    Maria Spiridonowa

    Maria Spiridonowa (1884–1941) war eine russische Sozialrevolutionärin und eine der Anführerinnen der Partei Linke Sozialrevolutionäre, die sich 1917 von der Partei der Sozialrevolutionäre abgespaltet hatte. Wegen eines tödlichen Attentats auf den Vizegouverneur der Stadt Tambow wurde sie 1906 zunächst zum Tode, später jedoch zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Nach ihrer Begnadigung im Jahr 1917 koordinierte sie den Widerstand der Linken Sozialrevolutionäre gegen die Bolschewiki. 1937 wurde sie zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt und fiel dort 1941 einer Massenerschießung politisch inhaftierter Gefangener zum Opfer.  

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    Viktor Tschernow

    Viktor Tschernow (1873–1952) war ein russischer Politiker und Revolutionär. Er war Mitbegründer und Anführer der Partei der Sozialrevolutionäre, die im Vorfeld der Oktoberrevolution 1917 mehrere politische Attentate verübte. 1920 emigrierte Tschernow über Europa in die USA, nachdem er sich mit seiner Partei gegen die siegreich aus der Februarrevolution 1917 hervorgegangenen Bolschewiki positioniert hatte.

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    innere Kolonisation

    Der russische Philologe und Kulturwissenschaftler Alexander Etkind (geb. 1955) entwickelte die Theorie der „inneren Kolonisation“ Russlands. Im Unterschied zu großen kolonialen Imperien, wie Großbritannien oder Frankreich, die ihre Kolonien meist weit weg vom Kernland hatten, sind die russische Kolonien in der Regel übers Festland miteinander verbunden. Die Zaren und später die sowjetische Regierung betrachteten die eigene Bevölkerung als die, die kolonisiert werden muss. Russland war dementsprechend sowohl Subjekt als auch Objekt der Kolonisierung.

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    Natalia Gromowa

    Natalia Gromowa (geb. 1959) ist eine russische Literaturhistorikerin und Autorin. Unter anderem war sie Mitarbeiterin der Staatlichen Historischen Bibliothek in Moskau, Redakteurin des wissenschaftlichen Verlages Enzyklopädie der Sowjetunion sowie stellvertretende Chefredakteurin der Zeitung Perwoje Sentjabrja (dt. Erster September). Sie ist Mitglied des Bundes Moskauer Schriftsteller, der sich für die Rechte und den Schutz von Autoren einsetzt.   

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    Vitali Manski

    Vitali Manski (geb. 1963) ist ein national wie international vielfach ausgezeichneter russischer Dokumentarfilm-Regisseur und Produzent, der vor allem für seine Darstellungen des Lebens in autoritären Regimen bekannt ist. In seinem Archivprojekt mit Amateuraufnahmen aus der Sowjetunion arbeitet Manski seit 1996 daran, das Gedächtnis dieser Zeit zu bewahren. Die Sängerinnen der Band t.A.T.u. begleitete er 2003 während einer Promotour in die USA, daraus entstand der Dokumentarfilm Anatomija t.A.T.u.. Im März 2014 solidarisierte Manski sich öffentlich mit den Filmschaffenden aus der Ukraine. Seit 2015 lebt er im lettischen Riga.

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    Geheimnisvolle Leidenschaft (Film)

    Tainstwennaja Strast  (dt. Geheimnisvolle Leidenschaft) ist ein im Oktober 2016 erstmals ausgetrahlter Fernsehfilm des russischen Regisseurs Wladislaw Furman (geb. 1969). Die Adaption des gleichnamigen Romans vom Autor und Dissidenten Wassili Aksjonow (1932–2009) behandelt das Leben, das Wirken und das Verhältnis zur Macht einiger der populärsten sowjetischen Kulturschaffenden der 1960er Jahre: unter anderen Jewgeni Jewtuschenko, Bulat Okudshawa, Wladimir Wyssozki sowie Aksjonow selbst. 

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    Es war einmal in Rostow (Film)

    Odnashdy w Rostowe (dt. Es war einmal in Rostow) ist ein mehrteiliger Fernsehfilm des russischen Regisseurs Konstantin Chudjakow  (geb. 1938). Der Film beleuchtet die Geschehnisse rund um die Erschießung streikender Fabrikarbeiter in Nowotscherkassk Anfang der 1960er Jahre. Außerdem erzählt er von der brutalen Verbrecherbande der Tolstopjatow-Brüder, die von 1968 bis 1973 ganz Rostow in Angst und Schrecken versetzte. Die im April 2015 ausgestrahlte Filmreihe beruht auf wahren Begebenheiten.

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    Die Krim (Film)

    Die Krim ist ein Ende September 2017 uraufgeführter Kinofilm des russischen Regisseurs Alexej Pimanow (geb. 1962). Die Produktion handelt von den Ereignissen um die Angliederung der Halbinsel Krim im Jahr 2014. Viele Kinokritiker stufen den Film als propagandistisch ein. 

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