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    Major (Dienstgrad bei der Polizei)

    Analog zu der Dienstgrad-Tabelle des Militärs bekleiden auch russische Polizisten Dienstgrade. Lediglich die militärischen Ränge des Gefreiten und des Marschalls sind hier nicht vorhanden. Der Rang des Polizei-Majors in Russland entspricht in etwa dem Dienstgrad des deutschen Polizeikommissars. 

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    shit po ponjatijam

    Der Begriff shit po ponjatijam (dt. wörtl. nach den Begriffen leben), meint so viel wie „nach eigenen, informellen Regeln leben“ und ist sehr vieldeutig. Entlehnt aus dem Verbrecherjargon signalisiert diese Wendung, dass sich in Russland – unter anderem wegen massiver rechtsstaatlicher Defizite – viele informelle Regeln und Abmachungen etabliert haben, die das Zusammenleben von Menschen regeln. Damit kann zum Beispiel Schmiergeld gemeint sein, aber auch Selbstzensur bei russischen Medien. Die Wendung definiert außerdem, was als „angemessenes“ Verhalten innerhalb einer sozialen Gruppe gesehen wird.

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    Päderast

    Gemeint ist der vulgäre Begriff pidorast bzw. pidor – eine Abwandlung von Päderast. Pidorast ist ein russisches Schimpfwort und eine abwertende, diskriminierende Bezeichnung für homosexuelle Männer.

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    Ordnungswidrigkeitsgesetzbuch

    Das Ordnungswidrigkeitsgesetzbuch der Russischen Föderation regelt und bestraft verschiedene Übertretungen. Diese sind minderschwere Straftaten, die nicht im Strafgesetzbuch kodifiziert sind.

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    Artikel 193 Strafgesetzbuch

    Unter anderem um Kapitalflucht zu unterbinden, sieht die russische Geldpolitik das Instrument der Devisenkontrolle vor. Jede Devisenoperation unterliegt staatlicher Kontrolle. Damit sind Devisen-Inländer verpflichtet, alle Zahlungsmittel aus dem Ausland auf ihr Konto bei einer russischen Bank zurückzuführen. Der Artikel 193 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation regelt den Straftatbestand bei einer Umgehung dieser Verpflichtung ab einem Umfang von über 6 Millionen Rubel [umgerechnet etwa 85.000 Euro].

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    Alexej Krascheninnikow

    Alexej Krascheninnikow ist ein russischer Architekt und Architekturtheoretiker. Seit 2010 ist er Professor für Urbanistik an der renommierten Moskauer Higher School of Economics. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Stadtplanung, Urbanistik und grüne Architektur.

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    Rubljowka

    Rubljowka ist eine gängige informelle Bezeichnung für eine Gegend rund um die Fernstraße Rubljowo-Uspenskoje Chaussee (A106), westlich von Moskau. Schon zu Zeiten der Sowjetunion galt die Gegend als sehr prestigereich, hier befanden sich viele Datschen hoher Parteifunktionäre. Heute ist Rubljowka ein Landstrich mit den höchsten Grundstückspreisen Russlands. Die Besitzverhältnisse sind oft unklar, man geht jedoch davon aus, dass dort viele hohe Politiker und Geschäftsleute leben. 

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    Maxim Trudoljubow

    Maxim Trudoljubow (geb. 1970) ist ein russischer Journalist, Wissenschaftler und Redakteur des russischen Exilmediums Meduza. Er ist Mitglied der US-amerikanischen Forschungseinrichtung Kennan Institute, zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Religion, Architektur und politische Prozesse im gegenwärtigen Russland. Trudoljubow veröffentlicht regelmäßig Artikel in unabhängigen Medien.

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    Sergej Medwedew

    Sergej Medwedew (geb. 1966) ist ein russischer Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist. Er war bis September 2020 Professor an der Higher School of Economics in Moskau, aufgrund von „Restrukturierungen“ wurde sein Vertrag jedoch nicht verlängert. Medwedew schreibt regelmäßig Artikel für unabhängige Medien, in den liberal-demokratischen Kreisen gilt seine Stimme als sehr gewichtig. Für seinen Essayband The Return of the Russian Leviathan erhielt er im November 2020 den mit 10.000 Pfund dotierten Pushkin House Prize für das beste englischsprachige Buch über Russland.  

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    Wladimir Paperny

    Wladimir Paperny (geb. 1944) ist russischer Kulturwissenschaftler, Architekturhistoriker und -kritiker. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört sowjetische Architektur, insbesondere der Stalin-Zeit. Paperny lebt seit 1981 in den USA. 

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