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    Oleksandr Koltschenko

    Oleksandr Koltschenko (geb. 1989) ist ein ukrainischer Aktivist, der anarchistischen und antifaschistischen Bewegungen zugerechnet wird. Im Mai 2014 wurde er wegen mutmaßlicher Planung von Terroranschlägen vom russischen Geheimdienst FSB inhaftiert. Auch der ukrainische Regisseur Oleg Senzow (geb. 1976) wurde in diesem Zusammenhang verhaftet. Laut FSB soll Koltschenko der rechtsextremen ukrainischen Organisation Prawy Sektor (dt. Rechter Sektor) angehören. Im August 2015 wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt. 

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    Wsewolod Meyerhold

    Wsewolod Meyerhold (1874–1940) war ein sowjetischer Theaterregisseur und -schauspieler. Vor allem wegen seiner Beiträge zur Schauspieltheorie gilt er als einer der bedeutendsten Theatermacher des 20. Jahrhunderts. Nach der Oktoberrevolution schloß er sich den Bolschewiki an und wurde bald zu einer Schlüsselfigur der sowjetischen Avantgarde. 1940 fiel er wegen angeblicher Spionage für Frankreich den Stalinschen Säuberungen zum Opfer.

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    Seit an Seit

    Im Original tschuwstwo loktja (dt. Ellenbogengefühl) – eine gängige feste Wortverbindung, die im übertragenen Sinn für das Gefühl des Kollektivismus steht. Vermutlich geht die Formel auf das Militär zurück: Die in Reih und Glied stehenden Soldaten sollten zu ihrem Nebenmann einen Abstand von einem Oberarm einhalten.

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    Weltfrieden

    Im Original Miru Mir (dt. Frieden für die Welt). Das russische Wort Mir hat eine doppelte Bedeutung: Welt und Frieden. Die politische Losung Miru – Mir! war in der Sowjetunion eine gängige Propagandaformel. 

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    Junge Frau mit Ruder

    Ursprünglich eine Serie von sowjetischen Skulpturen aus den 1930er Jahren, wurde das sehr häufige Motiv Dewuschka s Weslom (dt. Junge Frau mit Ruder) zu einem Gattungsnamen für Gips-Standbilder im Stil des sogenannten Sozialistischen Realismus. Die Wahl des preiswerten Werkstoffs folgte zumeist dem Zeit- und Kostenkalkül. Auch aus diesem Grund gilt der ästhetische Wert solcher Statuen häufig als eingeschränkt.   

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    Nikolaj Gogol

    Nikolaj Gogol (1809–1852) war ein ukrainisch-russischer Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Klassiker russischer Literatur, seine Werke wie Der Mantel, Der Revisor oder Die Toten Seelen werden von Literaturwissenschaftlern als wegweisend für viele nachfolgende Autoren gewertet. 

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    Daniil Charms

    Daniil Charms (1905–1942) war ein sowjetischer Schriftsteller. Sein Werk, das fast alle literarischen Gattungen umfasst, wird der Avantgarde zugerechnet. Charms wurde zu Zeiten der Sowjetunion politisch verfolgt, der Großteil seines Nachlasses wurde erst im Zuge der Perestroika gedruckt. 

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    Alexander Iwanow

    Alexander Iwanow (geb. 1956) ist ein russischer Kulturschaffender. 1993 gründete er in Moskau den Verlag Ad Marginem, der neben Übersetzungen von Foucault und Derrida auch zehn Werke von Wladimir Sorokin veröffentlichte – dem Schriftsteller, der als Enfant terrible der russischen Literaturszene gilt.  

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    Igor Smirnow

    Igor Smirnow (geb. 1941) ist ein Literaturwissenschaftler, Philosoph und Slawist. 1981 emigrierte er aus der Sowjetunion nach Deutschland. Hier war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 als Professor für slawische Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz tätig.

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    Lars Eidinger

    Lars Eidinger (geb. 1976) ist ein deutscher Theater-  und Filmschauspieler. Er ist weltweit bekannt, in Russland vor allem durch seine Hauptrolle im Film Matilda. Eidinger spielt darin den noch nicht gekrönten Nikolaus II., der eine voreheliche Liebesbeziehung mit einer Ballerina eingeht. Da viele orthodoxe Aktivisten dadurch das Ansehen des zur Jahrtausendwende heiliggesprochenen Zaren beschmutzt sahen, wurde Eidinger zu einer Zielscheibe. Einige seiner Filmrollen wurden als "pornografisch", Eidinger selbst als "verkommen" bezeichnet.  

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