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    Männermagazin Maxim

    Maxim ist ein internationales Männermagazin, das seit 2002 auch in Russland erscheint. Die russische Auflage beträgt nach Eigenangabe 150.000 Exemplare.

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    Matilda Kschessinskaja

    Matilda Kschessinskaja (1872–1971) war die Primaballerina des Mariinski-Theaters – eines der weltweit bekanntesten Opern- und Balletthäuser. In den Jahren 1892–1894 hatte sie eine heimliche Liaison mit dem damals noch nicht gekrönten Nikolaus II. Im Zuge der Oktoberrevolution 1917 emigrierte Kschessinskaja aus Russland. 1921 heiratete sie den Cousin von Nikolaus II., Großfürst Andrej Wladimirowitsch Romanow (1879–1956).

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    Alexej Utschitel

    Alexej Utschitel (geb. 1951) ist ein bekannter russischer Regisseur und Produzent. Er drehte unter anderem die mit internationalen Preisen ausgezeichneten Filme Progulka (dt. Der Spaziergang) und Kraj (dt. Der Rand). Sein im Jahr 2017 erschienener Film Matilda sorgte bereits vor der Erscheinung für scharfe Kontroversen. Da der Film eine voreheliche Liebesgeschichte zwischen dem noch nicht gekrönten Nikolaus II. und der Primaballerina Matilda Kschessinskaja zeigt, sahen viele orthodoxe Aktivisten das Ansehen des zur Jahrtausendwende heiliggesprochenen Zaren beschmutzt.

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    Thomas Ostermeier

    Thomas Ostermeier (geb. 1968) ist ein deutscher Theaterregisseur und seit 1999 Künstlerischer Leiter der Schaubühne Berlin. Die Schaubühne sieht sich teilweise in der Tradition der sowjetischen Theaterschule, es gibt noch enge Beziehungen nach Russland.  Auch Ostermeier arbeitete schon in Russland: 2011 inszenierte er Fräulein Julie in Moskau.

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    Oberhaupt der Republik

    Im Dezember 2010 unterschrieb der damalige Präsident Dimitri Medwedew ein Gesetz, das den Landeschefs der Föderationssubjekte verbietet, den Titel Präsident zu führen. Seit der Umsetzung heißen viele Landeschefs Oberhaupt (russ. Glawa) der Republik bzw. der Administration. Es gibt weiterhin Gouverneure, lediglich der Landeschef der Republik Tatarstan führt noch den Titel Präsident.

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    Staatsanwälte-Parlamentarier

    Offenbar eine Anspielung auf Irina Jarowaja (geb. 1966) – seit 2007 Duma-Abgeordnete der Partei Einiges Russland. In den 1990er Jahren wirkte sie als Staatsanwältin auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. Jarowaja war für die Ausarbeitung des umstrittenen NGO-Agentengesetzes mitverantwortlich. Als Leiterin des parlamentarischen Ausschusses für Sicherheit und Korruptionsbekämpfung brachte sie in 2016 ihre Novellen zur Änderung des Anti-Terror-Gesetzespakets durch. Diese Gesetze tragen im Volksmund ihren Namen – „Jarowaja-Paket bzw. -Gesetz“.

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    Junus-bek Jewkurow

    Junus-bek Jewkurow (geb. 1963) ist seit 2019 stellvertretender Verteidigungsminister Russlands. Zuvor war er Oberhaupt (russ. Glawa) der russischen Teilrepublik Inguschetien. Jewkurow steht wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine unter zahlreichen westlichen Sanktionen.

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    Antwort Chodorkowskis

    Im Zuge der öffentlichen Debatte zwischen Nawalny und Strelkow distanzierten sich viele Blogger und Autoren der unabhängigen Medien weitgehend von Nawalny. Zu beobachten war gleichzeitig eine teilweise Hinwendung zu Chodorkowski, dessen Ideen zuvor vor allem deshalb selten Gegenstand von öffentlichkeitswirksamen Diskussionen waren, weil Nawalny im Mittelpunkt des Interesses stand. Bereits im November 2016 hat Chodorkowski das neue Programm seiner Bewegung Offenes Russland vorgelegt, das tiefgreifende Reformen des politischen Systems Russlands anstrebt. Dieses Programm wird derzeit zum Gegenstand vieler Diskussionen.

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    zweideutige Formulierungen

    Viele Artikel der Verfassung Russlands lassen verschiedene Interpretationen zu. Einer der umstrittensten ist der Artikel 81, der die Amtszeit des Präsidenten regelt. Darin heißt es: „Ein und dieselbe Person kann das Präsidentenamt nicht länger als zwei Amtsperioden in Folge innehaben.“ Während einige Verfassungsrechtler darin die grundsätzliche Beschränkung auf insgesamt zwei Amtsperioden sehen, behaupten die anderen, dass damit nur zwei aufeinanderfolgende Legislaturen gemeint seien. Da Putin nach zwei Amtsperioden in Folge abgetreten und Dimitri Medwedew zwischenzeitlich Präsident gewesen sei, entspreche seine derzeitige dritte Amtszeit der Verfassungsnorm, so die Argumentation.

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    Restliche 14 Prozent

    Anspielung auf die Beliebtheitswerte Putins, die seit der Krim-Angliederung konstant bei durchschnittlich 86 Prozent liegen. Obwohl diese Prozentzahl zur Metapher für die Unterstützung Putins wurde, ist sie strittig: Die Bereitschaft zur Teilnahme an Umfragen ist in Russland gering, außerdem bekunden viele der Befragten häufig eine Meinung, die sozial erwünscht erscheint. Ebenso strittig ist die Charakterisierung der –  ebenso metaphorischen – restlichen 14 Prozent: Da viele davon zu radikalen linken oder rechten Ideologien tendieren, können sie wegen ihrer Ablehnung Putins nicht automatisch als eine liberal-demokratische Minderheit charakterisiert werden.

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