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    Brief des Paulus an die Römer

    Diese Stelle aus dem Neuen Testament stammt aus dem Brief des Paulus an die Römer (röm. 13,1–7). Der Brief formuliert das Prinzip des Gottesgnadentums – ein Legitimitätskonzept vor allem monarchischer und theokratischer Systeme, die den Anspruch erheben, durch göttliches Recht legitimiert zu sein. Der Glaube an die Rechtmäßigkeit der Herrschaftsbeziehungen leitet sich in diesem Konzept aus dem Gottesglauben ab.

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    Wotschina-System

    Der Begriff Wotschina wird vom Wort otez (dt. Vater) abgeleitet und bezeichnet die älteste Form des Grundbesitzes in Russland. Mit dem Begriff Wotschina-System werden im Allgemeinen die Rechte der Wotschina-Besitzer bezeichnet. Diese verfügten oft über eigene Gerichte, Polizei, oft auch Landwehr, sie besaßen ausgeprägte Autonomien vom Großen Fürsten oder Zaren. Die wirtschaftliche, administrative und politische Tätigkeit wurden innerhalb einer Wotschina aufs engste miteinander verschmolzen. Das System bestand bis zu den weitreichenden Reformen von Peter dem Großen Anfang des 18. Jahrhunderts.

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    Wlastesobstwennost

    Wlastesobstwennost (dt. Herrschereigentum) bezeichnet die Deckungsgleichheit von Herrschaft und Eigentum. Der Begriff Eigentum ist dabei allerdings nicht mit dem modernen Verständnis eines Privateigentums fassbar – vielmehr handelt es sich um eine allumfassende Habe. Obwohl Historiker das Phänomen vor allem im mittelalterlichen Russland ausmachen, erklären sie es oft mit den Worten von Zar Nikolaus II. (1868–1918). Dieser bezeichnete sich als „Inhaber des russischen Landes“ – womit er die untrennbare Einheit von Herrschaft und Habe verdeutlichte.

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    Michail Schischchanow

    Michail Schischchanow (geb. 1972) ist ein russischer Unternehmer. Er hält Beteiligungen an der Mischholding SAFMAR, zu der unter anderem Unternehmen aus dem Rohstoff-, Immobilien- und Finanzbereich gehören. Er ist Neffe des russischen Milliardärs Michail Guzerijew (geb. 1958), der Hauptaktionär der Holding ist. Schischchanow wird 2017 mit einem Vermögen von 2,3 Milliarden Dollar auf Platz 44 der Forbes-Liste der reichsten Russen geführt. Der Familienclan um Guzerijew gilt als der reichste des Landes. 

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    gerissene Saite (Kirschgarten)

    Anspielung auf Tschechows Tragikomödie Der Kirschgarten, wo es heißt: „Alle sitzen in Nachdenken versunken da. Stille ringsum, man hört nur Firs vor sich hinmurmeln. Plötzlich erklingt in der Ferne ein Ton, wie vom Himmel kommend, wie der Ton einer gerissenen Saite, ersterbend, traurig.”

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    Hochburg der Nickelproduktion

    Die industrielle Produktion der Stadt Resh ist von 1940 bis 1967 um das 22-fache gestiegen. Die massiven Staatsaufträge für Rüstungsgüter während des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges führten dazu, dass sich die Bevölkerungszahl innerhalb kurzer Zeit verdoppelte. Da der Großteil der Arbeitnehmer bei den drei neu errichteten beziehungsweise modernisierten Fabriken (eine Chemiefabrik, ein Maschinen- und ein Nickelwerk) beschäftigt war, gelten diese als sogenannte gemeindekonstituierende Betriebe – alle sind mittlerweile geschlossen. Die Trennlinie zu einer Monostadt ist hier unscharf, da eine dieser Fabriken aber mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigt hatte, wird Resh (mit einer Bevölkerung von rund 38.000 Menschen) häufig auch zu den Monostädten gezählt.

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    Gewerkschaftskomitee

    Gewerkschaftskomitees sind in Russland Organe der Gewerkschaften auf einer ihrer untersten Hierarchieebenen. Vor allem Hochschulen haben Gewerkschaftkomitees, als Arbeitnehmervertretungen engagieren sie sich aber auch in manchen Betrieben.

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    Tschechows Kirschgarten

    Der Kirschgarten ist eine 1903 entstandene Tragikomödie vom russischen Schriftsteller Anton Tschechow (1860–1904). Das Stück dreht sich um einen sehr schönen, aber nutzlos gewordenen Kirschgarten, der schließlich abgeholzt wird. Auch wegen der als zeitlos geltenden Gesellschaftskritik gehört dieser Klassiker zu den weltweit meistgespielten Bühnenstücken.

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    Gevatter Kürbis

    Gevatter Kürbis ist eine Figur aus dem italienischen Märchen Le avventure di Cipollino, das in Deutschland unter dem Titel Zwiebelchen verlegt wurde. 1961 kam nach den Motiven des Märchens ein sowjetischer Zeichentrickfilm heraus, der schnell große Bekanntheit erlangte. Einige Szenen wurden zu gängigen Metaphern und Redewendungen. Die Geschichte des Gevatter Kürbis ist eine davon: Die Figur ist arm und träumt vom eigenen Haus. Da Kürbis nach einer langen Zeit der Entbehrung allerdings nur sehr wenige Ziegelsteine zusammenspart, wird das Haus so klein, dass der Besitzer kaum hineinpasst.

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    Scharaschkiny Kontory

    Im Original scharaschkiny kontory  –  abfällige Redewendung und Bezeichnung für Organisationen, die wegen angenommener illegaler Machenschaften oder Unseriosität verrufen sind.

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