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    Hochburg der Nickelproduktion

    Die industrielle Produktion der Stadt Resh ist von 1940 bis 1967 um das 22-fache gestiegen. Die massiven Staatsaufträge für Rüstungsgüter während des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges führten dazu, dass sich die Bevölkerungszahl innerhalb kurzer Zeit verdoppelte. Da der Großteil der Arbeitnehmer bei den drei neu errichteten beziehungsweise modernisierten Fabriken (eine Chemiefabrik, ein Maschinen- und ein Nickelwerk) beschäftigt war, gelten diese als sogenannte gemeindekonstituierende Betriebe – alle sind mittlerweile geschlossen. Die Trennlinie zu einer Monostadt ist hier unscharf, da eine dieser Fabriken aber mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigt hatte, wird Resh (mit einer Bevölkerung von rund 38.000 Menschen) häufig auch zu den Monostädten gezählt.

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    Gewerkschaftskomitee

    Gewerkschaftskomitees sind in Russland Organe der Gewerkschaften auf einer ihrer untersten Hierarchieebenen. Vor allem Hochschulen haben Gewerkschaftkomitees, als Arbeitnehmervertretungen engagieren sie sich aber auch in manchen Betrieben.

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    Tschechows Kirschgarten

    Der Kirschgarten ist eine 1903 entstandene Tragikomödie vom russischen Schriftsteller Anton Tschechow (1860–1904). Das Stück dreht sich um einen sehr schönen, aber nutzlos gewordenen Kirschgarten, der schließlich abgeholzt wird. Auch wegen der als zeitlos geltenden Gesellschaftskritik gehört dieser Klassiker zu den weltweit meistgespielten Bühnenstücken.

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    Gevatter Kürbis

    Gevatter Kürbis ist eine Figur aus dem italienischen Märchen Le avventure di Cipollino, das in Deutschland unter dem Titel Zwiebelchen verlegt wurde. 1961 kam nach den Motiven des Märchens ein sowjetischer Zeichentrickfilm heraus, der schnell große Bekanntheit erlangte. Einige Szenen wurden zu gängigen Metaphern und Redewendungen. Die Geschichte des Gevatter Kürbis ist eine davon: Die Figur ist arm und träumt vom eigenen Haus. Da Kürbis nach einer langen Zeit der Entbehrung allerdings nur sehr wenige Ziegelsteine zusammenspart, wird das Haus so klein, dass der Besitzer kaum hineinpasst.

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    Scharaschkiny Kontory

    Im Original scharaschkiny kontory  –  abfällige Redewendung und Bezeichnung für Organisationen, die wegen angenommener illegaler Machenschaften oder Unseriosität verrufen sind.

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    Mara Bagdassarjan

    Mara Bagdassarjan (geb. 1993) ist ein Moskauer It-Girl und häufiges Motiv russischer Boulevardmedien. Bekannt geworden ist sie vor allem als Teilnehmerin an illegalen Straßenrennen und Verursacherin von Autounfällen.

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    Michail Guzerijew

    Michail Guzerijew (geb. 1958) ist ein russischer Unternehmer, Dichter und Liederschreiber. Er ist Hauptaktionär der Mischholding SAFMAR, zu der unter anderem Unternehmen aus dem Rohstoff-, Immobilien- und Finanzbereich gehören. Auf der Forbes-Liste 2017 steht er mit einem Vermögen von 6,3 Milliarden Dollar auf Platz 20 der reichsten Russen. Darüberhinaus ist Guzerijew durch seine Lieder bekannt: Er schreibt Texte für viele Stars der russischen Popszene und wurde mehrfach mit Musikpreisen ausgezeichnet.

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    örtliche Behörde für Soziales

    Im Original steht an dieser Stelle mestnaja sozsaschtschita (dt. regionaler Sozialschutz). Gemeint ist die Zweigstelle des Ministeriums für Soziales der Oblast Swerdlowsk in der Stadt Resh.

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    Direktorenrat (Vorstand)

    Das russische Aktiengesetz erlaubt es den Unternehmen weitgehend, die Funktionen und Kompetenzen des Direktorenrats (russ. Sowjet Direktorow) selbst auszugestalten. Die Unternehmen können die Kompetenzen auf Beratungs-  und Kontrollfunktionen beschränken, ihnen allerdings auch operative Führungsbefugnisse einräumen. Somit kann ein Direktorenrat in Russland fallweise sowohl mit dem Aufsichtsrat als auch mit dem Vorstand einer deutschen Aktiengesellschaft verglichen werden. Da der formale Verantwortungsbereich des Rosneft-Direktorenrats über die Kontrollkompetenzen eines Aufsichtsrats hinausgeht, kommt dieser dem deutschen Begriff des Vorstands näher.

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    Kaukasuskrieg

    Der Kaukasuskrieg (1817–1864) war eine Reihe von militärischen Konflikten zwischen dem Russischen Kaiserreich auf der einen und verschiedenen Verbänden Tscherkessiens sowie dem Kaukasischen Imamat auf der anderen Seite. Der Widerstand gegen Russlands Ziel der Angliederung nordkaukasischer Regionen wird von Historikern als der vehementeste der russischen Kolonialgeschichte beschrieben. Der Krieg forderte hunderttausende Opfer, schätzungsweise über eine halbe Million Menschen wurden vertrieben.

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