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    Die Reise nach Petuschki

    Die Reise nach Petuschki (im russ. Original Moskwa–Petuschki) ist das bekannteste Werk des sowjetischen Schriftstellers Wenedikt Jerofejew (1938–1990). Der gleichnamige Protagonist fährt hier mit einem Vorortzug nach Petuschki – eine Kleinstadt rund 120 Kilometer östlich von Moskau, die als ein utopischer Ort dargestellt wird. Mit zunehmender Alkoholisierung wird die Reise zu einer Odyssee, wobei die Wirklichkeit mit der Phantasie des Protagonisten zu verschwimmen scheint. Das 1969/1970 geschriebene Prosagedicht wurde in der Sowjetunion erst in der Perestroika-Epoche veröffentlicht.

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    Juri Jakowlew

    Juri Jakowlew (1928–2013) gehörte zu den bekanntesten sowjetischen und russischen Schauspielern. Er spielte in mehr als 100 Rollen in Kino- und Theater-Produktionen, sein Œuvre umfasste sowohl Komödien als auch Dramen, darunter Iwan Wassiljewitsch menjajet Professiju (dt. Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf, 1973) oder Ironija Sudby (dt. Ironie des Schicksals, 1975). Für viele Kritiker gilt Jakowlew als eine prägende Figur der sowjetischen Schauspielschule.

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    Jewgeni Leonow

    Jewgeni Leonow (1926–1994) war einer der bekanntesten sowjetischen und russischen Schauspieler. Er spielte in über 70 Filmen mit, darunter in Dshentlmeny udatschi (dt. Gentlemen der Erfolge, 1971) und in Mimino (1977). Darüber hinaus trat Leonow über Jahrzehnte im Theater auf. Er wurde vielfach mit Film- und Staatspreisen ausgezeichnet.

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    Kapland

    Als Kapstrana (dt. Kapland – kapitalistisches Land) wurden in der Sowjetunion vor allem die USA und die Staaten in Westeuropa bezeichnet. In der Sowjetpropaganda wurden solche Länder oft als Gesellschaften dargestellt, in denen es nur wenige handverlesene Reiche gab, die die große Mehrheit „ausbeuteten“ und „bis aufs Hemd auszogen“. 

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    Errichtung von Stalin-Denkmälern

    Anspielung auf Stalin-Denkmäler, die in den letzten Jahren russlandweit vermehrt aufgestellt werden. Viele Beobachter beschreiben das Phänomen als eine Rehabilitation Stalins. Die genaue Anzahl ist nicht bekannt, vermutlich handelt es sich bislang um wenige Dutzend neue Denkmäler. Zum großen Teil wurden sie mit finanzieller Hilfe der Kommunistischen Partei (KPRF) errichtet.

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    Unterdrückte Völker

    Die Deportation ethnischer Minderheiten war vor allem ein Bestandteil der Stalinschen Säuberungen – eine Welle von politischen Repressionen, überwiegend in den 1930er und 1940er Jahren. Hunderttausende Menschen, unter anderem sowjetische Deutsche, Koreaner und Krimtataren, wurden in dieser Zeit zwangsumgesiedelt – vor allem in den asiatischen Teil der Sowjetunion. Das Ausleben eigener Kulturen wurde zum Teil verboten, viele Menschen fielen Massenmorden zum Opfer.

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    Boris Jelzin

    Boris Jelzin (1931–2007) war der erste demokratisch gewählte Präsident Russlands. Er regierte von 1991 bis 1999, seine Amtszeit war durch tiefgreifende politische und ökonomische Krisen geprägt. Jelzin setzte massive Reformen in Gang: unter anderem ein Programm zur Privatisierung von Staatseigentum und ein folgenschweres Programm zur Umgestaltung der politischen Kultur. Letzteres bezeichnen viele Wissenschaftler als „Entsowjetisierungs-Programm”.

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    KAMAZ

    KAMAZ ist ein russischer Hersteller von Nutzfahrzeugen, Bussen und Landwirtschaftstechnik. Das Unternehmen besteht seit 1969, der Großteil der Produktion befindet sich in Nabereshnyje Tschelny –  eine Stadt mit rund einer halben Million Einwohnern in der Republik Tatarstan. KAMAZ beschäftigt rund 36.000 Mitarbeiter, der Jahresumsatz 2016 betrug knapp 97 Milliarden Rubel (1,3 Mrd. Euro). Die russische Staatsholding Rostec hält 49,9 Prozent der Aktien, auch Daimler ist mit 15 Prozent Anteilhaber.

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    Igor Artemjew

    Igor Artemjew (geb. 1961) ist seit 2004 Chef des Föderalen Antimonopoldienstes (vergleichbar mit Bundeskartellamt). Artemjew ist seit den 1990er Jahren Mitglied der liberalen Partei Jabloko.

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    Alexander Nowak

    Alexander Nowak (geb. 1971) ist seit 2012 Energieminister Russlands. Zuvor war er als Regionalpolitiker und stellvertretender Finanzminister tätig. 

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