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    Gartenring (kulturelle und politische Bedeutung)

    Der Gartenring ist eine rund 17 Kilometer lange Ringstraße im Moskauer Stadtzentrum. Innerhalb des Rings befinden sich die wichtigsten politischen und kulturellen Institutionen des Landes. Außerhalb des Rings bedeutet in diesem Zusammenhang also außerhalb des Geschehens: Hier befinden sich sogenannte Schlafbezirke, das kulturelle Leben der Hauptstadt spielt sich demgegenüber vornehmlich innerhalb des Gartenrings ab. Ähnlich gelagert ist die oft scherzhaft gestellte Frage, ob ein Leben jenseits des MKAD existiere – des rund 100 Kilometer langen Autobahnrings um Moskau. 

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    Weiße Nächte des Postboten Trjapizyn

    Weiße Nächte des Postboten Trjapizyn ist ein 2014 erschienenes Filmdrama des Regisseurs Andrej Kontschalowski (geb. 1937). Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2014 gewann der Film den Silbernen Löwen. Es ist der Abschlussfilm seiner Trilogie über die tiefste Provinz Russlands. Der Filmemacher beschreibt in den Weißen Nächten den Alltag der Bewohner einer abgelegenen Region und ihre völlige Politik- und Staatsferne. Der einzige Berührungspunkt zum Staat liege im staatlichen Postunternehmen, vertreten durch den Postboten Trjapizin.

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    Kenosero

    Kenosero ist ein Süßwassersee rund 500 Kilometer nordöstlich von St. Petersburg. Der See liegt in der Oblast Archangelsk, die mit rund zwei Einwohnern pro Quadratkilometer in etwa mit der Mongolei vergleichbar ist – dem Land mit der kleinsten Bevölkerungsdichte der Welt.

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    Alexander Sokurow

    Alexander Sokurow (geb. 1951) ist ein russischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Sein Film Faust gewann bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2011 den Goldenen Löwen. Im Jahr 2008 warnte Sokurow vor einem Krieg Russlands gegen die Ukraine. 2016 kandidierte er als Parteiloser über die Liste der liberalen Partei Jabloko für die Dumawahl.

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    Francofonia (Film)

    Francofonia ist ein 2015 erschienener Film des russischen Regisseurs Alexander Sokurow (geb. 1951). Das Drama besteht aus dokumentar- und spielfilmerischen Elementen. Es beschreibt die Ereignisse um die deutsche Besatzung Frankreichs im Jahr 1940 und behandelt die Frage nach der Schutzlosigkeit der Kunst zu Kriegszeiten.

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    Paradies (Film)

    Rai (dt. Paradies) ist ein Filmdrama des Regisseurs Andrej Kontschalowski (geb. 1937). Der 2016 erschienene Film verwebt die Schicksale dreier Protagonisten im Zweiten Weltkrieg: das des SS-Offiziers Helmut, des französischen Kollaborateurs Jules und das von Olga, die zur Résistance gehört. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2016 gewann der Film den Silbernen Löwen. Er war der russische Vorschlag für die Oscarverleihung 2016, wurde jedoch nicht nominiert. 

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    Mediengarde

    Mediagwardija (dt. Mediengarde) ist ein Projekt von Molodaja Gwardija (dt. Junge Garde) –  der Jugendorganisation der Regierungspartei Einiges Russland. Die Mediengarde versteht sich als eine Plattform für Aktivisten, die sich dem Kampf gegen widerrechtliche Netzinhalte verschrieben haben. Nach eigenen Angaben hat sie seit ihrer Gründung im Jahr 2013 die Schließung tausender Websites bewirkt.

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    Drushina

    Im Original Druschina. Mit diesem Begriff wird in Russland meistens ein Trupp aus Freiwilligen bezeichnet, der den staatlichen Sicherheitsorganen bei Herstellung und Erhalt der öffentlichen Ordnung hilft.

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    Kiberdrushinniki

    Im Original Kiberdrushinniki. Drushinniki sind Mitglieder von Trupps aus Freiwilligen, die den Sicherheitsorganen bei Herstellung und Erhalt der öffentlichen Ordnung helfen. Kiberdrushinniki (dt. in etwa: Cyberwehr-Aktivisten) sind entsprechend freiwillige Internet-Aktivisten, die sich für die Umsetzung der staatlichen Netzpolitik engagieren.

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    Pawel Morosow

    Pawel (dim. Pawlik) Morosow (1918–1932) war ein Junge, der nach seinem Tod zur sowjetischen Propaganda-Figur wurde. Demnach soll er seinen Vater – einen relativ wohlhabenden Bauern (Kulaken) – wegen Unterschlagung von Getreide bei den Behörden angezeigt haben. In der Lesart der Propaganda wurde Pawlik deshalb von seinen Verwandten ermordet. Der Fall wurde zu einer Heldentat stilisiert und zur Legitimation der Kollektivierung genutzt.

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