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    Dimitri Kontschalowski

    Dimitri Kontschalowski (1878–1952) war ein Historiker, Philologe und Professor für Alte Geschichte an der Moskauer Universität MGU. Da er die Oktoberrevolution 1917 ablehnte, musste er 1921 die Universität verlassen und unterrichtete seitdem Fremdsprachen. Während des Zweiten Weltkrieges lebte er auf deutschem Besatzungsgebiet und zog 1944 nach Deutschland. Nach zweijährigem Aufenthalt in einem Durchgangslager bei Hamburg zog er 1947 nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte. Dimitri Kontschalowski ist der Großvater des russischen Filmregisseurs Andrej Kontschalowski.

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    Julia Wyssozkaja

    Julia Wyssozkaja (geb. 1973) ist eine bekannte russische Fernsehmoderatorin, Video-Bloggerin, Film-  und Theaterschauspielerin. 2017 wurde sie für ihre Hauptrolle in Kontschalowskis Film Raj (dt. Paradies) als beste Schauspielerin mit Nika ausgezeichnet – dem wichtigsten russischen Filmpreis. Wyssozkaja ist seit 1998 mit dem Regisseur Andrej Kontschalowski verheiratet.

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    Mossowjet-Theater

    Das Mossowjet-Theater besteht seit 1923. Mit rund 900 Sitzplätzen gehört es zu den größeren Bühnen Moskaus. In der gegenwärtigen Theaterlandschaft der Hauptstadt, die über 150 Bühnen zählt, gilt Mossowjet einigen Theaterkritikern als konventionell.

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    Republik Pskow

    Die Republik Pskow existierte als ein autonomer russischer Staat zwischen dem Ende des 13. und dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Sie entwickelte sich nach dem Zerfall der Kiewer Rus und etablierte im Folgenden ein System der wetsche – ein historischer Vorläufer der direkten Demokratie, der jedoch nur bedingt mit dem modernen Verständnis von Demokratie verglichen werden kann. Mit der Wiedereinführung der Monarchie wurde die Pskower Wetsche aufgelöst.

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    Gang ins Volk (Narodniki)

    Der Ausspruch „Gang ins Volk“ entstammt einer heterogenen Bewegung namens Narodniki (dt. Volkstümler bzw. Volksfreunde), die vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestand. Viele Narodniki beriefen sich auf Rousseaus Diktum vom „edlen Wilden“ und „zurück zur Natur“. Einige traten dafür ein, das intellektuelle Stadtleben mit dem einfachen agrarischen Leben zu vereinen. Ein Teil der Bewegung verstand sich als sozialrevolutionär und propagierte eine sozialistische Bauernrevolution. 

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    Gartenring (kulturelle und politische Bedeutung)

    Der Gartenring ist eine rund 17 Kilometer lange Ringstraße im Moskauer Stadtzentrum. Innerhalb des Rings befinden sich die wichtigsten politischen und kulturellen Institutionen des Landes. Außerhalb des Rings bedeutet in diesem Zusammenhang also außerhalb des Geschehens: Hier befinden sich sogenannte Schlafbezirke, das kulturelle Leben der Hauptstadt spielt sich demgegenüber vornehmlich innerhalb des Gartenrings ab. Ähnlich gelagert ist die oft scherzhaft gestellte Frage, ob ein Leben jenseits des MKAD existiere – des rund 100 Kilometer langen Autobahnrings um Moskau. 

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    Weiße Nächte des Postboten Trjapizyn

    Weiße Nächte des Postboten Trjapizyn ist ein 2014 erschienenes Filmdrama des Regisseurs Andrej Kontschalowski (geb. 1937). Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2014 gewann der Film den Silbernen Löwen. Es ist der Abschlussfilm seiner Trilogie über die tiefste Provinz Russlands. Der Filmemacher beschreibt in den Weißen Nächten den Alltag der Bewohner einer abgelegenen Region und ihre völlige Politik- und Staatsferne. Der einzige Berührungspunkt zum Staat liege im staatlichen Postunternehmen, vertreten durch den Postboten Trjapizin.

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    Kenosero

    Kenosero ist ein Süßwassersee rund 500 Kilometer nordöstlich von St. Petersburg. Der See liegt in der Oblast Archangelsk, die mit rund zwei Einwohnern pro Quadratkilometer in etwa mit der Mongolei vergleichbar ist – dem Land mit der kleinsten Bevölkerungsdichte der Welt.

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    Alexander Sokurow

    Alexander Sokurow (geb. 1951) ist ein russischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Sein Film Faust gewann bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2011 den Goldenen Löwen. Im Jahr 2008 warnte Sokurow vor einem Krieg Russlands gegen die Ukraine. 2016 kandidierte er als Parteiloser über die Liste der liberalen Partei Jabloko für die Dumawahl.

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    Francofonia (Film)

    Francofonia ist ein 2015 erschienener Film des russischen Regisseurs Alexander Sokurow (geb. 1951). Das Drama besteht aus dokumentar- und spielfilmerischen Elementen. Es beschreibt die Ereignisse um die deutsche Besatzung Frankreichs im Jahr 1940 und behandelt die Frage nach der Schutzlosigkeit der Kunst zu Kriegszeiten.

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