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    Rudolf Nurejew

    Rudolf Nurejew (1938–1993) gilt als einer der besten Ballett-Tänzer des 20. Jahrhunderts. 1961 verließ er die Sowjetunion, trat fortan auf großen europäischen Bühnen auf und prägte nachhaltig das klassische Ballett im Westen. Nurejew starb im Alter von 54 Jahren an den Folgen von AIDS.

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    Dembel

    Im russ. Original Dembel. Als Dembel wird im Militärjargon ein Soldat bezeichnet, der etwa ein halbes Jahr vor seiner Entlassung steht. Es ist eine Verballhornung des Wortes Demobilisazija (dt. Demobilisierung), das im Russischen die Entlassung aus der Armee meint. 

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    Dedowschtschina

    Der Begriff dedowschtschina leitet sich vom Wort ded (dt. Großvater) ab und bedeutet so viel wie „Herrschaft der Großväter“. Es bezeichnet die im Militär weit verbreitete Tradition der Schikane rangniederer Wehrpflichtiger durch Dienstältere („Großväter“). Die jüngeren Wehrpflichtigen müssen dabei über einen längeren Zeitraum hinweg erniedrigende Arbeiten für die Dienstälteren ausführen, sie werden von diesen beleidigt und erpresst. Die Dedowschtschina mündet bis heute häufig in Psychoterror und Folter, die mitunter den Tod oder Suizid von Soldaten zur Folge hat. Sie wird als eine der Ursachen für das unerlaubte Entfernen von der Truppe und die hohe Selbstmordrate im russischen Militär gesehen.

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    erleichterte Zugangsvoraussetzungen zum Hochschulstudium

    In der Russischen Föderation gibt es für bestimmte Personengruppen erleichterte Zugangsvoraussetzungen zum Hochschulstudium. Für Waisen, Halbwaisen oder Personen, die einen mindestens dreijährigen Militärdienst geleistet haben, gilt zum Beispiel der Numerus Clausus der einzelnen Studienfächer nicht mehr. Sie können sich, unter der Voraussetzung, dass sie einen zum Hochschulstudium berechtigenden Schulabschluss haben, in ihr Wunschstudienfach einschreiben. Auch Wehrdienstleistende können sich vom Numerus Clausus ihres Wunschstudienfachs befreien lassen, die Anzahl der Plätze an den Universitäten ist in diesem Fall allerdings begrenzt.

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    Grashdanin i Armija (NGO)

    Grashdanin i Armija (dt. Bürger und Armee) ist eine russische Menschenrechtsorganisation, die sich um den Schutz von Wehrpflichtigen und Militärpersonal kümmert. Sie beschäftigt sich mit Fragen zu Zeitraum und Anforderungen des Wehrdienstes oder zum Alltagsleben Militärangehöriger. Grashdanin i Armija sichert die Einhaltung von Gesetzen in der Armee, schreitet bei Gewaltverbrechen ein und kümmert sich bei Missbrauch, Gewalttaten, Folter, Schikane und Erpressung um die Opfer. Die Organisation bemüht sich auch um eine öffentliche Diskussion darüber, auf welchen Prinzipien der Wehrdienst in Russland aufgebaut werden sollte. Grashdanin i Armija bietet kostenlose Hilfe und Beratung an.  

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    Artikel 335 des Strafgesetzbuches

    Im Artikel 335 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (russ. Ugolowny kodex Rossiskoi Federacii) aus dem Jahr 1996 geht es um die Bestrafung von Gewalt zwischen Armeeangehörigen. Der Artikel besagt, dass auf Verletzung der Menschenwürde durch Schikane, Gewaltanwendung jeglicher Art, Körperverletzung oder den Gebrauch von Waffen  eine Strafe von mindestens zwei und höchstens zehn Jahren steht.

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    Prawo Materi (NGO)

    Prawo Materi (dt. Das Recht der Mütter) ist eine 1989 gegründete Menschenrechtsorganisation, die sich um Familien kümmert, deren Söhne beim Wehrdienstes durch die sogenannte Dedowschtschina schwerster Gewalt ausgesetzt waren oder sogar zu Tode gekommen sind. Die Hinterbliebenen erhalten meist keine Entschädigung. Prawo Materi finanziert sich durch Spenden, Juristen arbeiten ehrenamtlich für die Organisation. 

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