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    Putin-Trupp

    Otrjady Putina (dt. Putin-Trupp) ist eine seit 2015 bestehende Freiwilligen-Organisation von Anhängern Wladimir Putins, deren Mitglieder vor allem Pensionäre sind. Hinter der Organisation steht der Gründer der Wohltätigkeitsstiftung Soziale Gerechtigkeit Marat Dinajew. Otrjady Putina fällt regelmäßig mit gewalttätigen Aktionen gegen die Opposition auf. Ihr spezielles Erkennungsmerkmal ist ein lilafarbenes Banner mit dem Porträt des Präsidenten. Otrjady Putina existiert ohne rechtliche Registrierung. Gerüchten zufolge bekommt die Organisation staatliche Unterstützung. 

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    Moderatoren von Echo Moskvy machen Intellektuelle herunter

    An dieser Stelle ist das Interview von Wladimir Warfolomejew und Anna Trefilowa mit dem Politologen Wladislaw Inosemzew auf dem Radiosender Echo Moskwy vom 07.07.2017 gemeint. Die Journalisten warfen dem Interviewten vor, dass er mit seinen kritischen Äußerungen an der Medienkampagne gegen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny teilnehme.

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    zweieinhalb Krüppel (Redewendung)

    Im Original dwa s polowinoi kaleki (dt. zweieinhalb Krüppel). Ein geläufiger, scherzhafter Ausdruck für die Bezeichnung einer sehr kleinen Gruppe oft alter und kränklicher Menschen, die nicht sonderlich zu beachten ist.

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    Örtliche Überspitzungen

    Als örtliche Überspitzungen wird ein Abweichen von der  Parteilinie verstanden. Der Ausdruck peregiby na mestach (dt. örtliche Überspitzungen) entstand in den 1930er im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft. Er wird Joseph Stalin zugeschrieben und bezieht sich auf seinen im März 1930 in der Prawda erschienenen Artikel Vor Erfolgen von Schwindel befallen, in dem er die örtliche Bürokratie für Misserfolge in der Entwicklung der Landwirtschaft verantwortlich macht. 

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    Alexander Turowski

    Alexander Turowski (geb. 1992) ist Mitglied im Wahlkampfstab von Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Alexej Nawalny. Turowski wurde Anfang Juli mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert, die ihm  bei einer Durchsuchung der Geschäftsräume des Wahlkampfstabes von der Polizei zugefügt worden war. Es wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, am Folgetag wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, nachdem er die Nacht unter polizeilicher Überwachung dort verbracht hatte. Direkt nach seiner Entlassung wurde Turowski festgenommen und wegen Ungehorsams gegenüber Polizeibeamten zu einer Geldstrafe von 500 Rubeln verurteilt.

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    Awtosak

    Ein awtosak ist ein Spezialfahrzeug für den Gefangenentransport. Sie wurden in den 1930er Jahren in der UdSSR entwickelt. Damals waren die Fahrzeuge noch schwarz und wurden im Volksmund „schwarzer Rabe“ genannt. Sie waren zur Zeit des Großen Terrors Symbol für willkürliche Verhaftung. Eine modernisierte Version der Fahrzeuge ist bis heute im Einsatz und wird mehr und mehr zum Symbol für die Verhaftung oppositioneller Demonstranten. Im Netz finden sich deshalb viele Selfies von Aktivisten und Demonstranten in Awtosaks. 

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    Zerstörung des Büros von Nawalny in Krasnodar

    Am 4. Juli 2017 haben etwa 20 Menschen, die sich selbst als „Putins Truppen“ bezeichnen und in T-Shirts mit Putin-Portrait auftraten, Nawalnys Lokalbüro in Krasnodar gestürmt. Die Eindringlinge schmissen Möbel um, zerrissen Banner und Wahlkampfutensilien und klebten Portraits von Wladimir Putin an Fenster und Wände. Mehr als 10.000 Rubel Schaden richteten die Randalierer an, die Parolen wie „Es wird keine Separatisten und Extremisten auf Kuban geben!“ und „Unser Putin, unser Putin!“ riefen. 

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    Ausreiseerlaubnis Nawalnys nach Spanien

    Am 20. März 2017 wurde der Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Alexej Nawalny vor seinem Büro Opfer einer Attacke mit dem grünen Farbstoff Seljonka. Dabei wurde sein linkes Auge so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass Nawalny 80 Prozent seiner Sehkraft verlor. Einige Tage später wurde ihm überraschend die Ausstellung eines Reisepasses gewährt, mit dem er die Möglichkeit zur Behandlung im westeuropäischen Ausland erhielt. Nawalny hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Reisepass besessen, da gegen ihn seit einigen Jahren diverse Gerichtsverfahren laufen.

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    Anton Nossik

    Anton Nossik (1966–2017) gilt als ein „Gründungsvater des russischen Internets“. Der Journalist und Blogger rief viele wichtige russische Onlinemedien ins Leben, wie Lenta.ru oder Gazeta.ru, für die er u. a. auch als Chefredakteur arbeitete. Aufsehen erregte er außerdem 2015 durch einen Post zu Syrien, für den er schließlich wegen „Extremismus“ zu einer Geldstrafe von 500.000 Rubel verurteilt worden war.

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    Gennadi Schpalikow

    Gennadi Schpalikow (1937–1974), Dichter, Filmregisseur und Drehbuchautor, der als Drehbuchschreiber beim Tauwetter-Film Mne dwadzat Let (dt. Ich bin zwanzig Jahre alt) bereits als Student von Regisseur Marlen Chuzijew an einem Großprojekt mitarbeitete. Später war er auch an dem Erfolgsfilm Ja schagaju po Moskwe (dt. Zwischenlandung in Moskau, 1963) von Regisseur Georgi Danelija beteiligt.

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