Autor:in

dekoder-Team


  • Gnose

    Grashdanin i Armija (NGO)

    Grashdanin i Armija (dt. Bürger und Armee) ist eine russische Menschenrechtsorganisation, die sich um den Schutz von Wehrpflichtigen und Militärpersonal kümmert. Sie beschäftigt sich mit Fragen zu Zeitraum und Anforderungen des Wehrdienstes oder zum Alltagsleben Militärangehöriger. Grashdanin i Armija sichert die Einhaltung von Gesetzen in der Armee, schreitet bei Gewaltverbrechen ein und kümmert sich bei Missbrauch, Gewalttaten, Folter, Schikane und Erpressung um die Opfer. Die Organisation bemüht sich auch um eine öffentliche Diskussion darüber, auf welchen Prinzipien der Wehrdienst in Russland aufgebaut werden sollte. Grashdanin i Armija bietet kostenlose Hilfe und Beratung an.  

    Von

  • Gnose

    Artikel 335 des Strafgesetzbuches

    Im Artikel 335 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (russ. Ugolowny kodex Rossiskoi Federacii) aus dem Jahr 1996 geht es um die Bestrafung von Gewalt zwischen Armeeangehörigen. Der Artikel besagt, dass auf Verletzung der Menschenwürde durch Schikane, Gewaltanwendung jeglicher Art, Körperverletzung oder den Gebrauch von Waffen  eine Strafe von mindestens zwei und höchstens zehn Jahren steht.

    Von

  • Gnose

    Prawo Materi (NGO)

    Prawo Materi (dt. Das Recht der Mütter) ist eine 1989 gegründete Menschenrechtsorganisation, die sich um Familien kümmert, deren Söhne beim Wehrdienstes durch die sogenannte Dedowschtschina schwerster Gewalt ausgesetzt waren oder sogar zu Tode gekommen sind. Die Hinterbliebenen erhalten meist keine Entschädigung. Prawo Materi finanziert sich durch Spenden, Juristen arbeiten ehrenamtlich für die Organisation. 

    Von

  • Gnose

    Putin-Trupp

    Otrjady Putina (dt. Putin-Trupp) ist eine seit 2015 bestehende Freiwilligen-Organisation von Anhängern Wladimir Putins, deren Mitglieder vor allem Pensionäre sind. Hinter der Organisation steht der Gründer der Wohltätigkeitsstiftung Soziale Gerechtigkeit Marat Dinajew. Otrjady Putina fällt regelmäßig mit gewalttätigen Aktionen gegen die Opposition auf. Ihr spezielles Erkennungsmerkmal ist ein lilafarbenes Banner mit dem Porträt des Präsidenten. Otrjady Putina existiert ohne rechtliche Registrierung. Gerüchten zufolge bekommt die Organisation staatliche Unterstützung. 

    Von

  • Gnose

    Moderatoren von Echo Moskvy machen Intellektuelle herunter

    An dieser Stelle ist das Interview von Wladimir Warfolomejew und Anna Trefilowa mit dem Politologen Wladislaw Inosemzew auf dem Radiosender Echo Moskwy vom 07.07.2017 gemeint. Die Journalisten warfen dem Interviewten vor, dass er mit seinen kritischen Äußerungen an der Medienkampagne gegen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny teilnehme.

    Von

  • Gnose

    zweieinhalb Krüppel (Redewendung)

    Im Original dwa s polowinoi kaleki (dt. zweieinhalb Krüppel). Ein geläufiger, scherzhafter Ausdruck für die Bezeichnung einer sehr kleinen Gruppe oft alter und kränklicher Menschen, die nicht sonderlich zu beachten ist.

    Von

  • Gnose

    Örtliche Überspitzungen

    Als örtliche Überspitzungen wird ein Abweichen von der  Parteilinie verstanden. Der Ausdruck peregiby na mestach (dt. örtliche Überspitzungen) entstand in den 1930er im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft. Er wird Joseph Stalin zugeschrieben und bezieht sich auf seinen im März 1930 in der Prawda erschienenen Artikel Vor Erfolgen von Schwindel befallen, in dem er die örtliche Bürokratie für Misserfolge in der Entwicklung der Landwirtschaft verantwortlich macht. 

    Von

  • Gnose

    Alexander Turowski

    Alexander Turowski (geb. 1992) ist Mitglied im Wahlkampfstab von Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Alexej Nawalny. Turowski wurde Anfang Juli mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert, die ihm  bei einer Durchsuchung der Geschäftsräume des Wahlkampfstabes von der Polizei zugefügt worden war. Es wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, am Folgetag wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, nachdem er die Nacht unter polizeilicher Überwachung dort verbracht hatte. Direkt nach seiner Entlassung wurde Turowski festgenommen und wegen Ungehorsams gegenüber Polizeibeamten zu einer Geldstrafe von 500 Rubeln verurteilt.

    Von