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    Awtosak

    Ein awtosak ist ein Spezialfahrzeug für den Gefangenentransport. Sie wurden in den 1930er Jahren in der UdSSR entwickelt. Damals waren die Fahrzeuge noch schwarz und wurden im Volksmund „schwarzer Rabe“ genannt. Sie waren zur Zeit des Großen Terrors Symbol für willkürliche Verhaftung. Eine modernisierte Version der Fahrzeuge ist bis heute im Einsatz und wird mehr und mehr zum Symbol für die Verhaftung oppositioneller Demonstranten. Im Netz finden sich deshalb viele Selfies von Aktivisten und Demonstranten in Awtosaks. 

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    Zerstörung des Büros von Nawalny in Krasnodar

    Am 4. Juli 2017 haben etwa 20 Menschen, die sich selbst als „Putins Truppen“ bezeichnen und in T-Shirts mit Putin-Portrait auftraten, Nawalnys Lokalbüro in Krasnodar gestürmt. Die Eindringlinge schmissen Möbel um, zerrissen Banner und Wahlkampfutensilien und klebten Portraits von Wladimir Putin an Fenster und Wände. Mehr als 10.000 Rubel Schaden richteten die Randalierer an, die Parolen wie „Es wird keine Separatisten und Extremisten auf Kuban geben!“ und „Unser Putin, unser Putin!“ riefen. 

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    Ausreiseerlaubnis Nawalnys nach Spanien

    Am 20. März 2017 wurde der Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Alexej Nawalny vor seinem Büro Opfer einer Attacke mit dem grünen Farbstoff Seljonka. Dabei wurde sein linkes Auge so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass Nawalny 80 Prozent seiner Sehkraft verlor. Einige Tage später wurde ihm überraschend die Ausstellung eines Reisepasses gewährt, mit dem er die Möglichkeit zur Behandlung im westeuropäischen Ausland erhielt. Nawalny hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Reisepass besessen, da gegen ihn seit einigen Jahren diverse Gerichtsverfahren laufen.

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    Anton Nossik

    Anton Nossik (1966–2017) gilt als ein „Gründungsvater des russischen Internets“. Der Journalist und Blogger rief viele wichtige russische Onlinemedien ins Leben, wie Lenta.ru oder Gazeta.ru, für die er u. a. auch als Chefredakteur arbeitete. Aufsehen erregte er außerdem 2015 durch einen Post zu Syrien, für den er schließlich wegen „Extremismus“ zu einer Geldstrafe von 500.000 Rubel verurteilt worden war.

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    Gennadi Schpalikow

    Gennadi Schpalikow (1937–1974), Dichter, Filmregisseur und Drehbuchautor, der als Drehbuchschreiber beim Tauwetter-Film Mne dwadzat Let (dt. Ich bin zwanzig Jahre alt) bereits als Student von Regisseur Marlen Chuzijew an einem Großprojekt mitarbeitete. Später war er auch an dem Erfolgsfilm Ja schagaju po Moskwe (dt. Zwischenlandung in Moskau, 1963) von Regisseur Georgi Danelija beteiligt.

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    Gerassimow Institut für Kinematographie (WGIK)

    Das Gerassimow Institut für Kinematographie (WGIK) wurde 1919 als staatliche Filmhochschule in Moskau gegründet. Es hieß zunächst Staatliches All-Unions Institut für Kinematographie. Das WGIK brachte viele international bekannte Regisseure und Schauspieler hervor, wie Andrej Tarkowski, Marlen Chuzijew, Otar Iosiliani oder auch Golden Globe-Gewinner Sergej Bondartschuk. Viele lehrten, wie auch Marlen Chuzijew, später selbst dort.

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    Bytowschtschina

    Das russische Wort Bytowschtschina ist vom Wort byt (dt. sein) abgeleitet. Es bezeichnet meist abwertend verschiedene Aspekte des Alltagsleben, darunter auch soziale Einrichtungen, individuelle Einstellungen, Denk- und Verhaltensweisen. Geläufig sind solche Redewendungen wie pogrjast w bytu (dt. im Alltag versenken). Der Bytowschtschina wird ein intensives geistiges Leben entgegengesetzt, das den Alltag verachtet. Als Bytowschtschina werden auch abwertend künstlerische Strömungen bezeichnet, die sich zu sehr an den Details des Alltags orientieren. 

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    Apparatschik

    Apparatschik (dt. etwa: dem Apparat Zugehöriger) ist ein aus sowjetischen Zeiten stammender und bis heute in vielen Sprachen gebräuchlicher Terminus, der einen Bürokraten oder Funktionär bezeichnet und dabei negativ konnotiert ist. In der Sowjetunion war ein Apparatschik eine Person, die einen Posten in der Kommunistischen Partei oder an anderer Stelle im sowjetischen Regierungsapparat innehatte. 

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    Bella Achmadulina

    Bella Achmadulina (1937–2010) war eine russische Dichterin und die erste Ehefrau Jewgeni Jewtuschenkos. Obwohl ihre Poesie keine politischen Anklänge hatte, galt sie dennoch als oppositionell. Sie gehörte zur Generation der schestidesjatniki (dt. etwa: Sechziger), die in der Ära der Stagnation gegen das Regime aufbegehrten. In den 1970er Jahren setzte sie sich für inhaftierte Kulturschaffende in der Sowjetunion ein.

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    Andrej Wosnessenski

    Andrej Wosnessenski (1933–2010) war einer der bekanntesten russischen Schriftsteller und gehörte zur Generation der schestidesjatniki (dt. etwa: Sechziger), die in der Ära der Stagnation gegen das Regime aufbegehrten. Zuvor war er in der sogenannten Tauwetter-Periode häufig ins westliche Ausland gereist und galt dort – obwohl ein beständiger Kritiker der politischen Verhältnisse – als eine Art „kultureller Botschafter“ der Sowjetunion. 

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