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    Kuropaty

    Kuropaty (belaruss. Kurapaty) ist ein Gebiet in der Nähe der belarussischen Hauptstadt Minsk, das dem sowjetischen Innenministerium NKWD während der Stalinschen Säuberungen als Hinrichtungsstätte diente. Verschiedenen Schätzungen zufolge wurden hier bis zu 250.000 Menschen getötet und in Massengräbern verscharrt. In der sowjetischen Propaganda wurde Kurapaty als ein Ort nationalsozialistischer Verbrechen dargestellt.

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    Kommunarka (Gedenkfriedhof)

    Kommunarka ist heute ein Gedenkfriedhof in der Oblast Moskau. In den 1930er und 1940er Jahren wurden hier Schätzungen zufolge rund 11.000 Menschen hingerichtet und in Massengräbern verscharrt.  

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    Butowo-Poligon

    Der Butowo-Poligon war zwischen den 1930er und 1950er Jahren eine Hinrichtungsstätte in der Oblast Moskau. Allein während des Großen Terrors wurden hier schätzungsweise rund 20.000 Menschen getötet. Unter ihnen gab es viele Geistliche, deshalb gilt das Gebiet für die Russisch-Orthodoxe Kirche als ein Ort ihres Martyriums. Der ehemalige Patriarch Alexis II. nannte den Butowo-Poligon das „russische Golgota“. 

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    Lewaschowo-Brache

    Die Lewaschowo-Brache war eine Hinrichtungsstätte in St. Petersburg. Während der Stalinschen Säuberungen wurden hier zehntausende Menschen getötet. Bis 1989 war das Gelände ein Sperrgebiet unter Aufsicht des KGB. Auf dem heutigen Lewaschowo-Gedenkfriedhof sind rund 45.000 Opfer der Stalinschen Säuberungen begraben. 

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    Irina Flige

    Irina Flige (geb. 1960) ist eine russische Menschenrechtlerin. Sie war mit dem Mitbegründer von Memorial, Wenjamin Iofe (1938–2002), verheiratet. Seit 2002 leitet sie das Forschungs- und Informationszentrum Memorial in St. Petersburg.

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    Wenjamin Iofe

    Wenjamin Iofe (1938–2002) war ein sowjetischer und russischer Menschenrechtler, Historiker und Publizist. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Menschenrechtsorganisation Memorial. Zwischen 1989 und 2002 war er Leiter von Memorial in St. Petersburg.  

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    Sulashgora

    Sulashgora war ein Dorf, das 1933 in die Stadt Petrosawodsk, die heutige Hauptstadt der russischen Republik Karelien, eingemeindet wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde dort bei Straßenbauarbeiten ein Massengrab gefunden, in dem verschiedenen Schätzungen zufolge 200 bis 700 Opfer stalinistischer Verbrechen verscharrt worden waren. 

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    Iwan Tschuchin

    Iwan Tschuchin (1948–1997) war ein russischer Politiker und Publizist. Er war Duma-Abgeordneter und Mitglied der Menschenrechtsorganisation Memorial. 1990 erschien sein Buch über die Opfer politischer Repressionen während des Baus am Weißmeer-Ostsee-Kanal, der Anfang der 1930er Jahre auf Befehl Stalins von Gulag-Häftlingen errichtet wurde. Während der Bauzeit starben Schätzungen zufolge rund 12.800 Menschen. 

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    Medweshja Gora

    Medweshja Gora ist eine Bahnstation in Medweshjegorsk – eine Stadt in Karelien mit derzeit rund 14.500 Einwohnern. Die Station wurde 1916 eröffnet, sie liegt auf der Bahnlinie Oktjabrskaja shelesnaja Doroga (dt. Oktober-Eisenbahn), die Moskau und St. Petersburg mit der hinter dem Polarkreis gelegenen Stadt Murmansk verbindet. 

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    Slon (Lager)

    Slon heißt übersetzt „Elefant“. Hier steht es als Abkürzung für Solowezki Lager osobowo nasnatschenija (dt. Solowezki-Lager zur besonderen Verwendung). In der Sowjetunion war es eines der ersten und größten Straf- und Arbeitslager für politische Häftlinge. 1923 eröffnet, wurde es ab 1931 in ein Gulag-Lager umgewandelt, dessen Insassen zum Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals gezwungen wurden.  

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