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    Im Westen nichts Neues (Anspielung)

    Anspielung auf den Roman von Erich Maria Remarque. Im Russischen lautet die Übersetzung wörtlich: „Keine Veränderungen an der Westfront“. Gemeint ist hier, dass wohl vorerst keine Bewegung in die Beziehungen des Lukaschenko-Regimes zum Westen kommen wird.

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    Facebook-Verbot

    Das Unternehmen Meta, zu dem Facebook und Instagram gehören, wurde 2022 in Russland als extremistisch eingestuft. Die Nutzung ihrer Dienste ist verboten.

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    Masken-Show (Belarus)

    Der Ausdruck Masken-Show ist eine Anspielung auf die Fernsehserie Maski-schou, die zwischen 1991 und 2006 im russischen Fernsehen lief und sich zur Kultsendung im russischsprachigen Raum entwickelte. Umgangssprachlich ist mit dieser ironischen Anspielung eine Einsatzgruppe der Spezialeinheiten gemeint, die bei einem Einsatz Schutzmasken trägt und so beispielsweise Leute festnehmen oder verhören, Wohnungen oder Büros durchsuchen.

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    Die Udmurten

    Die Udmurten sind ein finno-ungrisches Volks, das mehrheitlich in der russischen Teilrepublik Udmurtien lebt. Udmurtien liegt etwa 1000 Kilometer östliche von Moskau.

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    Gleichgewicht (Baunow)

    Gemeint ist, dass zwar einzelne Akteure verloren haben, wie etwa der Unternehmer Oleg Tinkow, der seine Bank für einen Spottpreis verkaufen musste, nachdem er sich – im sicheren Ausland – gegen den Krieg ausgesprochen. Oder auf der anderen Seite der Oligarch Wladimir Potanin, der von solchen Notverkäufen profitierte und noch reicher wurde. Im Prinzip blieben aber die Strukturen des Systems gleich.

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    Stabilität (Baunow)

    Bis Mitte der 2000er Jahre war Stabilität das zentrale Argument der Strategen im Kreml für Wladimir Putin. Putin habe das Land aus dem Chaos der 1990er Jahre herausgeführt und sei der Garant dafür, dass es nicht wieder zurück ins Chaos falle. Mit dem Krieg ist dieses Versprechen geplatzt.

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    Konferenz des Kalinouski-Regiments (2023)

    Am 29. November 2023 fand in Kyjiw eine Konferenz des Kalinouski-Regiments statt, in dem belarussische Freiwillige auf Seiten der Ukraine kämpfen. An der Konferenz nahmen über 100 Vertreter verschiedener Gruppierungen der belarussischen Opposition teil. Auch solche, die es ablehnen, mit dem Übergangskabinett von Swetlana Tichanowskaja zusammen zu arbeiten. Thema der Konferenz waren Perspektiven für einen Regimewechsel in Belarus.

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    Kraftwerk von Bratsk

    Am Zusammenfluss von Angara, Oka und Ija entstand in den 1960er Jahren in Sibirien das seinerzeit größte Wasserkraftwerk der Welt mit einer Leistung von mehr als vier Millionen Kilowatt. Zehntausende Menschen errichteten in mehr als einem Jahrzehnt einen Staudamm – zunächst Gulag-Häftlinge, später Komsomol-Aktivisten, die mehr oder weniger freiwillig an dem Bauwerk mitwirkten, das zu einem Symbol für den Aufbau des Kommunismus werden sollte.

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    Neuland-Kampagne

    1954 rief Nikita Chruschtschow eine Kampagne ins Leben, um vor allem in Sibirien und in Kasachstan neues Ackerland zu erschließen, die Fleischproduktion zu steigern und damit die Nahrungsmittelknappheit in der Sowjetunion zu bekämpfen. Hunderttausende junge Menschen wurden mit günstigen Krediten gelockt, im „Neuland“ ein neues Leben zu beginnen. Tatsächlich konnte die Agrarproduktion gesteigert werden, die Kampagne hinterließ aber auch eine zerstörte Umwelt und enttäuschte Hoffnungen bei den Freiwilligen.

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    Fenja

    Fenja ist ein Gaunerjargon, der von Kriminellen und ehemaligen Häftlingen gesprochen wird. Seine Wurzeln reichen – ähnlich dem Rotwelsch – zurück ins Mittelalter, als reisende Händler eine eigene Sprache entwickelten, die von Außenstehenden nicht verstanden wurde. Einige Wörter sind aus dem Jiddischen entlehnt, andere sind russisch, haben aber im Fenja eine andere Bedeutung. Fenja folgt der russischen Grammatik. In der Sowjetunion breitete sich der Jargon zunehmend in der Bevölkerung aus, wohl auch deshalb, weil Millionen die Lager durchliefen. 

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