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    Majk Johansen Fest

    Das Majk Johansen Fest ist ein jährlich stattfindendes Kulturfestival in Charkiw zu Ehren des Schriftstellers und Avantgardisten Majk Johansen. Es verbindet Literatur, Musik, Kunst und nonkonformistischen Aktivitäten. 2011 gegründet, bietet es Dichterlesungen, wissenschaftliche Diskussionen über die „Rote Renaissance“, Buchpräsentationen, Fotoausstellungen, Kinopoesie und sogar Billiard- und Fußballturniere unter Literaten.

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    Mykola Kulisch

    Mykola Kulisch (1892–1937) war ein ukrainischer Dramaturg, dessen Stücke (Narodnyj Malachij, Mina Masajlo, Maklena Hrasa) für das ukrainische Theater zeichengebend wurden. Er schrieb seine Stücke in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Les Kurbas. Auch Kulisch wurde im Jahr 1937 verhaftet und erschossen.

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    Walerjan Pidmohylnyj

    Walerjan Pidmohylnyj (1901–1937) war Schriftsteller und Übersetzer, Autor des Romans Misto (dt. Die Stadt) – eines der ersten urbanen Werke in der ukrainischen Literatur. Er beherrschte das Französische fließend und übersetzte Guy de Maupassant und Anatole France. 1937 wurde er verhaftet und erschossen.

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    Mychajlo Jalowyj (Jednan)

    Mychajlo Jalowyj (Jednan) (1895–1937) war Dichter, Dramaturg, politisch engagiert, eines der federführenden Mitglieder von WAPLITE. Enger Weggefährte von Chwyljowyj, Autor utopischer Theaterstücke und Literatur, die kommunistische Rhetorik mit dem Stil der Moderne verband. Er wurde 1937 erschossen.

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    Mychajlo Semenko

    Mychajlo Semenko (1892–1937) war ein progressiver ukrainischer Futurist, radikaler Erneuerer und Provokateur in der Lyrik. Er traute sich als einer der ersten, Gedichte mit Typografie, Urbanismus und Kinematografie zu verbinden. Er wurde 1937 erschossen, seine Werke waren von der sowjetischen Zensur lange Zeit verboten.

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    Majk Johansen

    Majk Johansen (1896–1937) war ein ukrainischer Dichter, Prosaautor und Übersetzer, einer der markantesten und experimentierfreudigsten Vertreter der ukrainischen Avantgarde. Er schrieb Gedichte, philosophische Essays und absurde Prosa, er beherrschte mehr als zehn Sprachen. 1937 wurde er im Rahmen der stalinistischen Säuberungsaktionen erschossen.

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    Die Russifizierung in Charkiw

    Die Russifizierung in Charkiw begann bereits im 19. Jahrhundert nach dem Walujew-Zirkular (1863) und dem Emser Erlass (1876), die die Verwendung des Ukrainischen in Druckwerken, in der Bildung und im Theater verboten. In der Sowjetzeit setzte, trotz einer kurzen Periode der Ukrainisierung in den 1920ern, mit Ende der 1930er Jahre eine massive Russifizierungskampagne ein: die Auslöschung ukrainischer Schulen, die Verdrängung der Sprache von Universitäten und aus der Wissenschaft, sowie die Ermordung der intellektuellen Elite. Ein besonders tragisches Beispiel ist die massenhafte Vernichtung der Schriftsteller des Slowo-Hauses: Von über 60 Bewohnern wurden fast alle erschossen oder ins Gulag geschickt. In den 1970er und 1980er-Jahren gab es in Charkiw praktisch keine ukrainischsprachigen Zeitungen oder Buchhandlungen mehr, in den Bildungseinrichtungen war das Russische vorherrschend, als Prestigesprache und Sprache des beruflichen Aufstiegs.

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    Die Charkiwer Skrypnyk-Rechtschreibung

    Die Charkiwer Rechtschreibung (auch Skrypnykiwka bzw. Skrypnyk-Rechtschreibung) ist ein normatives System der ukrainischen Sprache, das am 6. September 1928 vom Präsidium der Rechtschreibkommission nach der Allukrainischen Rechtschreibkonferenz in Charkiw 1927 beschlossen wurde. Sie wurde von Sprachwissenschaftlern und Schriftstellern (Ahatanhel Krymskyj, Hryhorij Holoskewytsch, Mykola Chwyljowyj, Majk Johansen, Mychajlo Jalowyj u.a.) ausgearbeitet und 1929 von Hryhorij Holoskewytsch im Prawopysnyj Slownyk (dt. Orthografisches Wörterbuch) veröffentlicht.

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    Buchdruck in Charkiw (Zwischenkriegszeit)

    Die Verlagskooperative Sojus (dt. Union), ein Charkiwer Verlag der 1920er Jahre, war eng verbunden mit den Kreisen der literarischen Avantgarde und Moderne. Mitglieder waren die Autoren von WAPLITE (Abkürzung von Wilna akademija proletarskoji literatury, dt. Freie Akademie für Proletarische Literatur), insbesondere Mykola Chwyljowyj, Majk Johansen, Mychajlo Jalowyj und andere Vertreter der später als Erschossene Wiedergeburt bezeichneten Literaten-Generation. Der Verlag Sojus tat sich mit einem ästhetisch mutigen und politisch brisanten Programm hervor, das darauf ausgerichtet war, eine moderne ukrainische Kultur europäischer Dimension hervorzubringen.

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