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    Rückkehrkommission (Belarus)

    Die Rückkehrkommission, offiziell: die Kommission für die Rückkehr politischer Emigranten (russ. Komissija po woswraschtscheniju polititscheskich emigrantow) ist ein staatliches Organ in Belarus. Es wurde im Februar 2023 per Präsidialerlass gegründet. An die Kommission sollen sich Belarussen wenden, die aus politischen Gründen das Land verlassen haben und die überprüfen lassen wollen, ob sie bei einer Rückkehr mit Verfolgung rechnen müssen. Die Opposition hält die Kommission für ein Kontrollorgan, über das Informationen von politisch aktiven Belarussen gesammelt werden soll.

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    eine Schülerin (Patrizija Switina)

    Höchstwahrscheinlich ist hier Patrizija Switina gemeint, die im September 2020 ein Präsidentenstipendium ablehnte. Im Mai 2023 wurde sie festgenommen und zu zweieinhalb Jahren Hausarrest verurteilt.

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    Polina Scharendo-Panasjuk

    Polina Scharendo-Panasjuk (geb. 1975) ist eine belarussische Menschenrechtsaktivistin und seit 2021 politische Gefangene. Sie wurde am 3. Januar 2021 im Zuge der Repressionen, mit denen die belarussischen Machthaber die Proteste von 2020 niederschlagen, festgenommen und am 9. Juni 2021 zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Strafe wurde schließlich nochmals um zwei Jahre verlängert. Bekannt wurde sie u. a. aufgrund ihres Dialogs mit dem Richter während des Prozesses, bei dem sie ihn fragte: „Haben Sie ein Gewissen?” Dieser entgegnete: „Diese Frage wird abgewiesen.”

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    Uladsimir Arlou

    Uladsimir Arlou (russ. Wladimir Orlow, geb. 1953) ist ein belarussischer Schriftsteller und Publizist. Arlou wurde in der belarussischen Stadt Polazk geboren. 1975 beendete er sein Geschichtsstudium an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk. Danach arbeitete er kurzzeitig als Lehrer, dann aber vor allem als Redakteur verschiedener Zeitschriften. Ab 1992 war er Abgeordneter für die BNF im belarussischen Parlament. Arlou ist Autor von Kurzgeschichten, Erzählungen, Essays und Gedichten. Zudem hat er zahlreiche Bücher zur belarussischen Geschichte verfasst.

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    Kyjiwer Höhlenkloster

    Kyjiwer Höhlenkloster ist der bedeutendste sakrale Ort der einstigen Kyjiwer Rus. Das Heiligtum war aus einer Mönchsgemeinde hervorgegangen, die sich im 11. Jahrhundert im Erdreich am Ufer des Dnjepr in einem selbst ausgehobenen Höhlensystem eingerichtet hatte. Es gilt als das geistliche Zentrum des orthodoxen Christentums. Heute umfasst es mehr als 100 Gebäude, die Hauptkirche, die Uspenski-Kathedrale, wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Mit der Eingliederung Kyjiws in das Russische Reich im 17. Jahrhundert wurde das Kloster dem Moskauer Patriarchat unterstellt, seit sowjetischer Zeit ist das Kloster im staatlichen Besitz. Ab 1988 überließ der Staat das Kloster der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats zur kostenlosen Nutzung. Im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich die Ukrainische Orthodoxe Kirche von Moskau losgesagt. Trotzdem ist das Höhlenkloster seither massiven politischen Spannungen unterworfen. 

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    Viktor Iwaschkewitsch

    Viktor Iwaschkewitsch (belaruss. Viktar Iwaschkewitsch, 1959–2013) war ein belarussischer Oppositionspolitiker und Zeitungsverleger. Er war einer der Mitgründer der Belarussischen Volksfront (BNF) Ende der 1980er Jahre. Seit 1997 war er Herausgeber der Zeitung Rabotschi (dt. Der Arbeiter). In Lukaschenkos Regierungszeit wurde er mehrmals festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt. 

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    Michail Tkatschow

    Michail Tkatschow (belaruss. Michal Tkatschou, 1942–1992) war ein belarussisch-sowjetischer Archäologe, Lokalhistoriker und Heraldiker. Als Historiker der Universität von Grodno beschäftigte er sich vor allem mit der Kultur und Architektur belarussischer Städte vom 16. bis 18. Jahrhundert. Ab Mitte der 1980er Jahre initiierte er verschiedene Debattierclubs und engagierte sich auch politisch, so als Mitgründer der Belarussischen Volksfront (BNF).

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    Juri Chodyko

    Juri Chodyko (belaruss. Juras Chadyka, 1938–2016) war ein sowjetisch-belarussischer Naturwissenschaftler und Aktivist. 1960 schloss er ein Studium der Physik an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk ab. 1976 promovierte er in den mathematischen und physikalischen Wissenschaften. Bereits seit Ende der 1960er Jahre setzte sich Chodyko auch für die belarussische Kunst ein und engagierte sich bei der Ausarbeitung des Kodex der Denkmäler der Geschichte und Kultur von Belarus. 1988 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Belarussischen Volksfront (BNF) gewählt. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er er in den USA.

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    Kalvarienfriedhof

    Der Kalvarienfriedhof (belaruss. Kalwaryskija mohilki) ist der älteste Friedhof in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Offiziell eröffnet wurde der zu Beginn ausschließlich katholische Friedhof im Jahr 1895, allerdings hatten sich an derselben Stelle bereits andere Friedhöfe befunden. Das älteste noch existierende Grab stammt aus dem Jahr 1808. Auf dem Friedhof sind auch bekannte Persönlichkeiten begraben, die noch zurzeit der polnisch-lituaischen Adelsrepublik geboren wurden.

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