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    Michail Sawizki

    Michail Sawizki (1922–2010) war ein belarussisch-sowjetischer Künstler. Er wurde mit den Staatspreisen der UdSSR (1973) und der Republik Belarus (1996) ausgezeichnet. Ab 1981 war er als Lehrer und Dozent an verschiedenen staatlichen Kunsteinrichtungen tätig. Sawizki war nie Mitglied der KPdSU.

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    Maria Ossipowa

    Maria Ossipowa (belaruss. Maryja Ossipawa, 1908–1999) wurde als Partisanin in der BSSR bekannt, weil sie an dem Attentat auf Wilhelm Kube beteiligt war. Der Generalkommissar von Weißruthenien wurde am 22. September 1943 durch eine Bombe in Minsk getötet. Ossipowa erhielt daraufhin den Titel Heldin der Sowjetunion.

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    Iwan Tschigrinow

    Iwan Tschigrinow (belaruss. Iwan Tschyhrynau, 1934–1996) war ein belarussisch-sowjetischer Schriftsteller, Dramaturg, Publizist und Funktionär. Er wurde in einem Dorf in der Nähe der ostbelarussischen Stadt Mogiljow geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1952, studierte er Journalismus an der Belarussischen Staatlichen Universität und arbeitete danach als Redakteur für verschiedene Zeitschriften. 1986 wurde er in den Obersten Sowjet der BSSR gewählt. Er schrieb vor allem Gedichte, Erzählungen und Romane.

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    Park Tscheljuskinzew

    Park Tscheljuskinzew (belaruss. Park Tschaljuskinzau) ist eine bekannte Parkanlage in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Der Park wurde zwischen 1928 und 1932 angelegt und trug damals den Namen Kamarouski-Park. 1934 wurde er zu Ehren des sowjetischen Schiffs SS Tscheljuskin umbenannt. Im Park befindet sich ein Vergnügungspark. Der NKWD nutzte den Park als Hinrichtungsstätte, auch die Nazis brachten dort Menschen um und verscharrten sie in Massengräbern.

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    Lawrenti Zanawa

    Lawrenti Zanawa (1900–1955) war ein sowjetischer Geheimdienstler und bedeutender Funktionär, der als einer der Hauptorganisatoren von Stalins großem Terror gilt. Zanawa, der aus Georgien stammt, war ein enger Freund von Lawrenti Berija. In den Jahren 1943 bis 1951 war er Minister für Staatssicherheit der BSSR, 1951 bis 1952 stellvertretender Minister für Staatssicherheit der UdSSR. Nach Stalins Tod wurde er verhaftet und starb schließlich in Haft.

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    Litaratura i Mastaztwa

    Litaratura i Mastaztwa (dt. Literatur und Kunst) ist eine staatliche belarussische Zeitung, die zurzeit der Sowjetunion im Jahr 1932 gegründet wurde und die sich vorwiegend mit der belarussischen Literatur und Fragen der Kunst und Kultur beschäftigt. Inhaber der Zeitung ist heute das Informationsministerium der Republik Belarus. Die Auflage liegt bei 1000 Exemplaren wöchentlich. Die Beiträge in der Zeitung erscheinen auf Belarussisch.

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    Valjanzin Wjatschorka

    Valjanzin „Winzuk“ Wjatschorka (russ. Valentin Wetschorka, geb. 1961) ist ein belarussischer Oppositionspolitiker und Aktivist. Als studierter Linguist war er Professor an der Belarussischen Staatlichen pädagogischen Maxim Tank-Universität, zudem arbeitete er als Journalist. 1988 war er Mitgründer der Belarussischen Volksfront BNF. Von 1999 bis 2007 stand er der Partyja BNF als Vorsitzender vor. Sein Sohn ist Franak Wjatschorka, der als außenpolitischer Berater der Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja fungiert.

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    Anatoli Malofejew

    Anatoli Malofejew (belaruss. Anatol Malafejeu, 1933–2022) war ein belarussisch-sowjetischer Politiker und Funktionär. Nach dem Krieg arbeitete Malofejew, der aus Gomel stammte, als Mechaniker in einer Eisenbahnfabrik in Minsk. Ab 1962 begann sein Aufstieg in der KPdSU, 1970 wurde er erstmals Abgeordneter im Obersten Sowjet der BSSR. 1990 wurde er schließlich zum Ersten Sekretär des ZK der kommunistischen Partei von Belarus gewählt. Unter Alexander Lukaschenko spielte er keine nennenswerte Rolle mehr.

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    Aleh Trussau

    Aleh Trussau (russ. Oleg Trussow, geb. 1954) ist ein belarussischer oppositioneller Politiker und Aktivist, der auch als langjähriger Vorsitzender der Belarussischen Sprachgesellschaft Francisk Skorina große Bekanntheit erlangte. Der studierte Historiker hat zudem zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zur Archäologie- und Architekturgeschichte verfasst. Er ist einer der Gründer der Belarussischen Volksfront (BNF). Zwischen 1990 und 1996 war er Abgeordneter des 12. Obersten Sowjets. Von 1992 bis 1996 stand er der sozialdemokratischen Partei Hramada als zweiter Vorsitzender vor.

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    Shdun (Begriff)

    Shdun – der Wartende. 2016 schuf die niederländische Künstlerin Margriet van Breevoort eine Plastik mit dem Titel Homunculus Loxodontus. Die Figur wirkt, als würde sie beim Warten zerfließen. Im russischsprachigen Internet wurde sie mit dem Spitznamen Shdun zu einem Meme. Nach der Annexion der Krim wurde Shdun zu einem abwertenden Begriff für Menschen, die in den von Russland besetzten Gebieten darauf warten, dass die Ukraine sie „befreit“.

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