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    Spoilereffekt

    Spoilereffekt ist ein politikwissenschaftlicher Begriff, der vor dem Hintergrund einer Wahl die Verdrängung eines Kandidaten durch einen politisch nahestehenden Gegenkandidaten bezeichnet. Bei gleichbleibender Stimmenanzahl für einen politischen Flügel entzieht der Kandidat mit weniger Aussicht auf Erfolg einem nahestehenden Konkurrenten potentielle Stimmen und verhilft somit indirekt dem Kandidaten eines anderen Flügels zu einem besseren Wahlergebnis.

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    Strategie der Partizipation (Nawalny)

    2011 rief Alexej Nawalny dazu auf, an der Dumawahl teilzunehmen. Mit der Losung „Für jede beliebige Partei außer Einiges Russland – Partei der Gauner und Diebe“ führte er eine Diffamierungs-Kampagne gegen die Regierungspartei Einiges Russland – dies wird als wichtige Ursache für den Vertrauensverlust dieser Partei, vor allem bei der urbanen Bevölkerung Russlands, gesehen. Bei der Wahl verlor sie 15 Prozentpunkte gegenüber 2007.

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  • Gnose

    Bogdanowsche Bürgerplattformen

    Gemeint sind sogenannte Spoilerparteien, für deren Gründung bzw. Lenkung der kremlnahe Polittechnologe Andrej Bogdanow (geb. 1970) verantwortlich zeichnete. In diesem Zusammenhang sind Spoilerparteien solche Organisationen, die ein ähnliches politisches Profil wie die Oppositionsparteien suggerieren. Bei Wahlen führt die Konkurrenz dieser Zusammenschlüsse untereinander zum Kannibalisierungseffekt, sodass eine Partei aus einem anderen politischen Flügel die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann.

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    neue Opposition (Russland)

    Gemeint ist die Protestbewegung, die 2011 entstanden ist. Nachdem Wladimir Putin im September 2011 angekündigt hatte, wieder Präsident werden zu wollen, und im Dezember zahllose Wahlbeobachter über massive Wahlfälschungen berichteten, bildete sich in Russland die größte Protestbewegung seit dem Ende der Sowjetunion.

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    Russische Partei der Pensionäre für Gerechtigkeit

    Die Rossiskaja Partija Pensionerow sa Sprawedliwost (RPPS, dt. „Russische Partei der Pensionäre für Gerechtigkeit“) ist eine im Jahr 2012 aus der Partei Gerechtes Russland hervorgegangene Gruppierung. Die Zentrale Wahlkommission gestattete es RPPS zur Dumawahl 2016 nicht, Kandidaten für Einerwahlkreise aufzustellen und begründete dies mit fehlerhaften eingereichten Unterlagen.

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  • Gnose

    Ungleichheit bei den Wahlkampfmitteln

    Parteifinanzen setzen sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuweisungen öffentlicher Mittel zusammen. Letztere werden nur dann gewährt, wenn die Partei bei vorigen Wahlen die Dreiprozenthürde geschafft hat. Bei der Dumawahl 2011 schaffte es von den oppositionellen Parteien nur Jabloko. Sie bekam bis 2016 247 Millionen Rubel jährlich – das entspricht rund sieben Prozent der Summe, die Einiges Russland gewährt wurde.

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    Rossija Sewodnja

    Rossija Sewodnja (dt. „Russland Heute“) ist staatliche Nachrichtenagentur und Medienunternehmen mit Sitz in Moskau. Das Unternehmen ging 2013 aus der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hervor. Unter der Dachmarke Sputnik betreibt es außerdem ein Internetportal, das nach eigener Angabe Nachrichten in über 30 Sprachen bietet. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung RBCdaily bekam Rossija Sewodnja im Jahr 2015 – umgerechnet – rund 263 Millionen Euro zum Ausbau des Programms.

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    „Sprengstoff-Übungen“ des FSB in Rjasan

    Am 22. September 1999 hat die Miliz (Polizei) der Stadt Rjasan zwei Männer verhaftet, die schwere Säcke mit weißem Pulver und Zeitzündern im Keller eines Wohnhauses platzierten. Die Polizei hatte den Verdacht, dass es sich um einen terroristischen Anschlag handelte. Einige Zeit später erklärte der Geheimdienst FSB, dass dies eine Übung gewesen sei: Demnach enthielten die Bomben-Attrappen nur Zucker. Der Vorfall provozierte Verschwörungstheorien, wonach der FSB auch hinter der Serie von Sprengstoffanschlägen auf Wohnhäuser steckte, die sich erst kurz vorher ereignet hatte.

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