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    54 Prozent (Golossow)

    Einiges Russland konnte bei der Dumawahl 2016 54 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Vor allem weil viele Parteien die Einzugshürde von fünf Prozent nicht schafften, und weil Einiges Russland 203 von 225 Direktmandaten holte, entsprechen 54 Prozent der Stimmen 75 Prozent der Duma-Sitze.

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  • Gnose

    Vorziehen der Wahl von Dezember auf September

    Im Juli 2015 wurde ein Gesetz verabschiedet, mit dem die Dumawahl von einem Termin im Dezember auf den 18. September 2016 vorverlegt wurde. Da der neue Termin auf eine Zeit kurz nach den Sommerferien fiel, und weil es den meisten Parteien schwerfällt, ihre Wähler in dieser Jahreszeit zu mobilisieren, sprachen viele Beobachter davon, dass der Schritt bewusst eingeleitet wurde, um die Wahlbeteiligung niedrig zu halten.

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    Krim-Konsens

    (Post-)Krim-Konsens bzw. Putin-Konsens ist eine gängige Bezeichnung für ein Legitimationsprinzip des autoritären russischen Regimes nach der Krim-Annexion 2014. Da durchschnittlich 90 Prozent der Bürger verschiedenen Umfragen zufolge die Angliederung befürworten, heiße diese Mehrheit auch den gesamten politischen Kurs des Landes gut, so die Argumentation. Seit etwa 2019 bezweifeln immer mehr Experten die Tragweite dieser Legitimitätsbasis.  

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    Bjudshetniki

    Als Bjudshetniki (von dt. „Budget“) werden Personen bezeichnet, die ihre Einkünfte aus dem „Staatsbudget“ – also dem Staatshaushalt – beziehen. Dazu gehören zum Beispiel Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst, Rentner oder Studenten. Durchschnittlich fast die Hälfte aller Bürger Russlands sagte in den letzten Jahren bei diversen Umfragen, dass sie ohne staatliche Geldleistungen gravierende Einschränkungen in ihrer Lebensqualität in Kauf nehmen müsste.

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    Lend-Lease-Act

    Mit dem 1941 verabschiedeten Leih- und Pachtgesetz (englisch: Lend-Lease-Act) wurde es den USA ermöglicht, militärische Mittel an die gegen Deutschland, Italien und Japan kämpfenden Staaten zu liefern. Ohne Transportkosten soll die Sowjetunion laut US-amerikanischen Angaben Mittel in Höhe von über zehn Milliarden US-Dollar (entspricht der gegenwärtigen Kaufkraft von ca. 150 Milliarden US-Dollar) bekommen haben. Sowohl in der sowjetischen als auch in der gegenwärtigen russischen Geschichtsschreibung wird diese massive Hilfe entweder kaum thematisiert oder infrage gestellt.

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    Klappse (SU, Oppositionelle)

    In der Sowjetunion wurde die Psychiatrie systematisch dazu benutzt, politische Dissidenten als krank, nicht normal und antisozial zu erklären. „Konterrevolutionäre“ oder systemkritische Gedanken wurden als psychische Störungen diagnostiziert. Viele Andersdenkende wurden  pathologisiert, in psychiatrischen Anstalten weggesperrt und misshandelt.

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    Lee Kuan Yew

    Lee Kuan Yew (1923–2015) war zwischen 1959 und 1990 Ministerpräsident Singapurs. Mit seiner Wirtschaftspolitik wird die Erfolgsgeschichte dieses Tigerstaates verbunden: Innerhalb einer Generation wurde aus einem Entwicklungsland ein Industriestaat, die Wirtschaftskraft stieg unter Lee genauso wie der Lebensstandard. Dieses Wachstum war gleichwohl mit enormen demokratischen Defiziten verbunden. Lees Politik gilt daher für viele als ein Paradebeispiel autoritärer Modernisierung.

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    Alexander Korshakow

    Alexander Korshakow (geb. 1950) ist ein russischer Politiker. In den 1990er Jahren leitete er den Sicherheitsdienst von Präsident Boris Jelzin, bevor er nach einem undurchsichtigen Machtkampf im Kreml 1996 aller Posten enthoben wurde. Korshakow wurde im Februar 1997 in die Duma gewählt.

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    Pawel Dybenko

    Gemeint ist Pawel Dybenko (1889–1938) – ein Revolutionär, Marineoffizier und Mitglied im Rat der Volkskommissare, dem obersten Organ der Exekutive und Legislative in der frühen Sowjetunion. Dybenko war für brutale Niederschlagungen von Aufständen in den 1920er Jahren verantwortlich. 1938 ist der oft als „Henker“ bezeichnete Offizier den Stalinschen Säuberungen zum Opfer gefallen.

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