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    Dima Bilan

    Der Pop-Sänger Dima Bilan (*1981) nahm zwei Mal für Russland am Eurovision Song Contest teil. 2008 gewann er den Gesangswettbewerb – der erste und bis heute einzige Sieg eines russischen Teilnehmers beim ESC. Dima Bilan kandidierte für die nationalistische Blockpartei LDPR, warb für die Kreml-Partei Einiges Russland, unterstützte den Wahlkampf von Wladimir Putin, drückte aber auch seine Sympathie für die Demonstrationen der Opposition 2011 aus. 2016 trat er bei einem Konzert zum Jahrestag der Krim-Annexion auf, 2022 drückte er seine Unterstützung für den Krieg gegen die Ukraine aus. Weil er wiederholt in von Russland besetzen Städten aufgetreten ist, steht sein Name auf diversen Sanktionslisten.

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    Grigori Leps

    Der Sänger, Komponist und Produzent Grigori Leps (*1962) ist der Superstar des russischen Schlager-Rocks. Sein Hit Ein Gläschen Wodka auf dem Tisch darf bei keinem Karaoke-Abend fehlen. Leps ist stets zur Stelle, wenn der Kreml ihn ruft – als Unterstützer von Wladimir Putins Wahlkampf-Veranstaltungen oder als Top Act bei patriotischen Feiern. Leps unterstützt den Krieg gegen die Ukraine und war als Headliner auf diversen Annexionsfeiern eingeplant. Entsprechend hat ihn die EU auf die Sanktionsliste gesetzt. 

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    Maria Schukschina

    Die Schauspielerin und Fernsehmoderatorin Maria Schukschina (*1967) tritt offen als Unterstützerin des Kriegs gegen die Ukraine auf und wurde dafür unter anderem von der Ukraine und Lettland auf Sanktionslisten gesetzt. Im August 2023 enthüllte sie eine acht Meter hohe Stalin-Statue und nannte Stalin einen „Gottgesandten“. Ihr eigener Großvater war unter Stalin erschossen worden. Sie könne einen Mann nicht hassen, der „das Vaterland und die Kirche“ bewahrt habe. 

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    Roman Schuchewytsch

    Roman Schuchewytsch (1907–1950) war ein ukrainischer Politiker, Militärführer und Nationalist. Schuchewytsch wurde in der westukrainischen Stadt Krakowez geboren, die damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Seine nationalistische Gesinnung wurde vor allem durch die Begegnung mit Jewhen Konowalez, dem Gründer der Ukrainischen Militärorganisation (UVO), geweckt und geprägt. 1939–1942 kollaborierte er mit der Nazi-Besatzung in der Ukraine. Ab 1943 schloss er sich dem Partisanenkampf der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) an, schließlich in der OUN-Abspaltung um Stepan Bandera, die für ethnische Säuberungen und Massakern an Juden verantwortlich war. Nach dem Krieg führte er die Kämpfe gegen die sowjetische Führung als Kommandeur der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) fort und fiel 1950 in einem Gefecht. Schuchewytsch gilt wie Bandera als kontroverse Figur der ukrainischen Geschichte.

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    Snanije (blr. Organisation)

    Snanije (dt. Wissen) ist eine staatliche belarussische Organisation, die sich der Aufarbeitung und Bewahrung historischer Ereignisse im Sinne der belarussischen Staatsführung verschrieben hat. Sie ist die Nachfolgeorganisation der gleichnamigen sowjetischen Organisation, deren Zweig 1947 in der BSSR gegründet wurde und deren Filialen auch in den anderen Sowjetrepubliken existierten. Snanije verfügt heute über zahlreiche regionale und lokale Büros im ganzen Land. Vorsitzender ist der Propagandist und Ideologe Wadim Gigin. 

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    Romuald Rajs

    Romuald Rajs (1913–1949) war ein polnischer Soldat, Mitglied der Armia Krajowa und des antisowjetischen Aufstands. Sein Kampfname lautete Bury. 1942 schloss er sich in Wilna dem bewaffneten polnischen Untergrund an. Nach 1945 beteiligte er sich an den anti-kommunistischen Aufständen in Polen.1946 brannte seine Einheit zahlreiche belarussische Dörfer im Osten von Polen nieder und ermordete 79 Dorfbewohner. 1946 legte er die Waffen nieder, versuchte mit der kommunistischen Führung zu kooperieren, wurde aber schließlich festgenommen und 1949 hingerichtet. Von polnischen Nationalisten wird er bis heute mitunter als Held verehrt. 

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    Lidsija Arabei

    Lidsija Arabei (russ. Lidija Arobei, 1925–2015) war eine belarussische Literaturkritikerin und Schriftstellerin. Ab 1944 arbeitete sie als Redakteurin und Journalistin bei verschiedenen Zeitungen, 1951 schloss sie ein philologisches Studium an der Belarussischen Staatlichen Universität ab. Von 1955 bis 1967 arbeitete sie als leitende Redakteurin des Verlags Belarus und danach für diverse Literaturzeitschriften. Ab 1945 veröffentlichte sie zahlreiche Romane, Sammlungen mit Kurzgeschichten und Erzählungen.  

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    Natallja Arsennewa

    Natallja Arsennewa (1903–1997) war eine belarussische Lyrikerin und Übersetzerin. Ab 1920 lernte sie am Belarussischen Gymnasium, danach an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität in Wilna. 1940 wurde sie als Ehefrau eines Offiziers der polnischen Armee von den sowjetischen Behörden nach Kasachstan verbannt, nach ihrer Rückkehr 1941 arbeitete sie unter deutscher Besatzung u.a. bei der Minsker Zeitung und schrieb Libretti für Opern. 1944 wurde sie nach Deutschland evakuiert. 1946 emigrierte sie in die USA. Ab 1945 trat sie als Romanautorin, Literaturkritikerin, Übersetzerin und Lyrikerin in Erscheinung. 

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    Uladsimir Njakljajeu

    Uladsimir Njakljajeu (russ. Wladimir Nekljajew, geb. 1946) ist ein belarussischer Lyriker und ehemaliger Oppositionspolitiker und Aktivist. Im Westen von Belarus wurde er in die Familie eines russischen Mechanikers und einer Belarussin hineingeboren. Nach einem technischen Studium arbeitete er zunächst als Radiomechaniker, entschied sich dann für eine philologische bzw. literaturwissenschaftliche Karriere. Ab 1972 arbeitete er als Literaturkritiker für zahlreiche Literaturzeitschriften. 1976 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband. 2010 trat er bei den Präsidentschaftswahlen in Belarus als Kandidat an, wurde wie die anderen oppositionellen Kandidaten verhaftet und zu zwei Jahren Haft verurteilt. Er ist auch Initiator der Initiative Hawary praўdu! (dt. Sprich die Wahrheit!).  

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    Stanislaw Monjuschko

    Stanislaw Monjuschko (belaruss. Stanislau Manjuschka, poln. Stanisław Moniuszko, 1819–1872) war ein belarussisch-polnischer Komponist und Dirigent. Er wurde in der Nähe von Minsk in die Familie eines Hauptmanns berittener Schützen der polnisch-litauischen Adelsrepublik hineingeboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Warschau, Minsk und Berlin. Er schrieb und komponierte Lieder, Operetten und Opern. Monjuschko gilt als Begründer der belarussischen und polnischen Nationaloper. Er kooperierte für zahlreiche Werke mit dem belarussischen Dramatiker Winzent Dunin-Marzinkewitsch.

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