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  • Gnose

    Besitz von Medienunternehmen (für Ausländer)

    Im Herbst 2015 wurde ein Gesetz verabschiedet, nach dem ausländische Personen und Firmen mit nicht mehr als 20 % an russischen Medien beteiligt sein dürfen. Dies gilt sowohl für TV- und Hörfunksender, als auch für Print- und Online-Medien. Die Initiatoren erklärten die Notwendigkeit des Gesetzes mit dem „kalten Informationskrieg gegen Russland“. Von der Regelung waren bis zu 50 % des Medienmarktes betroffen. Zahlreiche ausländische Verlage zogen sich daraufhin aus dem Russlandgeschäft zurück, wie etwa die Axel Springer, die das Magazin Forbes Russia herausgegeben hatte.

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  • Gnose

    ASOZD

    Online-Datenbank, auf der man sich über den Stand der Gesetzgebungsprozesse in Russland informieren kann.

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  • Gnose

    Repressii (Repressionen)

    Im Russischen wird repressii/repressirowan [Repressionen/Repressionen ausgesetzt sein] allgemeinsprachlich sehr häufig mit „politischen Verfolgungen“ und „verfolgt sein“ gleichgesetzt. Der Begriff bezieht sich auf die Zeit der Sowjetunion, vor allem unter Stalin.

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  • Gnose

    Karlag

    Das Karlag war eines der größten Arbeitslager des Gulag-Systems. Es war in den Jahren von 1930 bis 1959 auf einer Fläche von zeitweise über 1,5 Mio. Hektar auf dem Territorium der Kasachischen Republik angesiedelt.

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  • Gnose

    „Prozess gegen die Spionage- und Sabotagegruppe von Harbinern und Deportierten aus dem Fernen Osten“

    Im Zuge der Oktoberrevolution 1917 flohen mehr als 100.000 Gegner der Bolschewiki nach Harbin, das im heutigen China liegt. Im Jahr 1932 okkupierten japanische Streitkräfte die Stadt und errichteten das Kaiserreich Mandschukuo. Tausende russische Harbiner und russische Bewohner anderer Mandschukuo-Regionen wurden in die Sowjetunion deportiert. 1937 wurden auf NKWD-Befehl ca. 30.000 der Deportierten verhaftet. Man beschuldigte sie, mit Japan kollaboriert zu haben. Etwa 19.000 Menschen fielen Erschießungen zum Opfer.

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  • Gnose

    Initiative Letzte Adresse

    Das Projekt Posledni Adres (dt. Letzte Adresse) ist eine Bürgerinitiative, die an diejenigen Menschen erinnert, die in der Zeit der Sowjetunion Opfer politischer Repressionen wurden. Ähnlich dem deutschen Pendant der Stolpersteine werden die Namen der Opfer auf einer handflächengroßen metallischen Gedenktafel eingeprägt. Mit entsprechenden biografischen Daten versehen, werden diese Tafeln an den Häusern angebracht, in denen die Verfolgten bis zu ihrer Deportation gelebt haben.

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    „Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer.“

    Im Original „choteli kak lutschsche“ (dt. etwa „wir wollten das Beste“). Bezieht sich auf die Aussage des ehemaligen Regierungschefs Viktor Tschernomyrdin: „Choteli kak lutschsche, a polutschilos – kak wsegda.“ (dt. etwa „Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer.“). Der Satz fiel auf einer Pressekonferenz am 06. August 1993, als Tschernomyrdin die Planung und Durchführung der Währungsreform beschrieb. Die Aussage wurde zum geflügelten Wort und wird dann benutzt, wenn eine Sache zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht ist.

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    Olympische Winterspiele 2014

    Die 22. Olympischen Winterspiele fanden vom 07. bis 23. Februar 2014 im russischen Sotschi statt und waren damit die ersten Winterspiele in einer subtropischen Stadt. Sie brachen gleich mehrere Rekorde – so waren sie die teuersten Olympischen Spiele in der Geschichte mit den bis dahin meisten Teilnehmern aus 88 unterschiedlichen Nationen. Die russische Mannschaft belegte mit 15 Goldmedaillen den ersten Platz im Medaillenspiegel. Ende 2017 hat das Internationale Olympische Komitee mehrere Medaillen wegen Dopings aberkannt, Russland rutschte im Medaillenspiegel auf den vierten Platz. Nach einer Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs vom Februar 2018 wurde ein Großteil der Medaillen wieder zuerkannt.

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  • Gnose

    EM-Viertelfinale 2008

    Bei der Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2008 traf die russische Mannschaft im Viertelfinale auf die Niederlande. Obwohl das russische Team das Spiel über weite Strecken dominierte, stand es am Ende der regulären Spielzeit 1:1. Erst in der Verlängerung gelang es der russischen Mannschaft, zwei weitere Tore zu erzielen, sodass sie das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Im Halbfinale schied Russland gegen Spanien mit einer 0:3 Niederlage aus.

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