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    „viel bester zu gewinnen“

    Im Original „bolee lutschsche pobeshdat’“: Bezieht sich auf einen Ausspruch der kremlnahen Aktivistin Swetlana Kurizyna aus Iwanowo. In einem Interview antwortete sie auf die Frage, was in Russland unter der Regierung von Einiges Russland besser geworden sei: „Ljudi stali bolee lutschsche odewatsja.“ (dt. etwa „Die Leute begannen, sich viel bester anzuziehen“). Die Grammatikschwäche und Oberflächlichkeit dieser Aussage machten  Kurizyna berühmt – der Satz ist in Russland zu einem Internet-Mem geworden, das entsprechende YouTube-Video wurde mehr als 3 Millionen Mal angeklickt.

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    Verwaltungshaft

    Verwaltungsarrest ist eine von mehreren Verwaltungsstrafen in der Russischen Föderation. Der Arrest kann von Gerichten etwa für Landfriedensbruch, Trunkenheit oder Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt werden, findet jedoch auch häufig gegen Demonstranten oder Mitglieder der politischen Opposition Verwendung. Die Haftdauer beträgt in der Regel 24 Stunden, kann aber zu einer Verwaltungshaft von bis zu 30 Tagen verlängert werden. Der Arrest wird in besonderen Haftanstalten des Innenministeriums verbüßt, nicht in regulären Gefängnissen.  

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    Asow-Brigade (früher Regiment)

    Gegründet 2014 während des russischen Kriegs gegen die Ukraine, war das Regiment Asow zunächst ein paramilitärisches Freiwilligenbataillon, das gegen prorussische Separatisten kämpfte. Noch im selben Jahr wurde es in die regulären Streitkräfte der Ukraine eingegliedert. Die politischen Positionen vieler der Mitglieder des Bataillons sowie dessen Symbolik demonstrierten in der Entstehungszeit eine rechtsextreme Ausrichtung. Im Zuge der Eingliederung in die regulären Streitkräfte soll diese jedoch abgenommen haben. Dennoch benutzt die russische Propaganda das Motiv, um das Kriegsnarrativ der „Entnazifizierung der Ukraine“ zu bekräftigen. Mittlerweile ist Asow eine feste Brigade der ukrainischen Nationalgarde. 

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    Tandem Putin-Medwedew zerbrach

    Im Jahr 2011 schien sich die oftmals auch als Tandem bezeichnete Doppelspitze von Präsident Medwedew und Premierminister Putin zu entzweien. Mit der Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zur Lybien-Resolution trug Russland deren Verabschiedung mit. Putin verglich die Resolution mit einem „mittelalterlichen Aufruf zum Kreuzzug“. Medwedew entgegnete kurze Zeit später, solche Vergleiche seien inakzeptabel, da sie zum „Zusammenstoß der Zivilisationen“ führen. Das Tandem hielt jedoch schließlich bis zum Ämtertausch im Jahr 2012.

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    Artikel 58 des Strafgesetzbuches der Russischen Sowjetrepublik

    Artikel 58 des Strafgesetzbuches der Russischen Sowjetrepublik (RSFSR) wurde im Jahr 1927 erlassen. Er definierte Klassen- und Volksfeinde und bot einen weiten Interpretationsrahmen für die Verurteilung „konterrevolutionärer“ Aktivitäten. Die entsprechenden Strafgefangenen hießen politische Häftlinge. In ähnlichen Formen existierte das Gesetz auch in anderen Sowjetrepubliken.

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    Falanster

    Die im Jahr 2002 gegründete Moskauer Buchhandlung Falanster ist auf geisteswissenschaftliche Publikationen spezialisiert. Einen großen Teil des Angebots bilden globalisierungskritische Schriften. Die Buchhandlung wird oft als Neues Haus des politischen Buchs bezeichnet und gilt als eine wichtige Institution der politischen Linken. Es werden regelmäßige öffentliche Treffen mit Autoren veranstaltet, unter anderem mit Eduard Limonow – dem ehemaligen Vorsitzenden der im Jahr 2007 verbotenen Nationalbolschewistischen Partei Russlands. Die Buchhandlung wurde mehrmals von Sicherheitsbehörden durchsucht.

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    Iwan Sucharew

    Iwan Sucharew (geb. 1978) ist seit 2011 Duma-Abgeordneter der LDPR. Er war einer der Initiatoren des Dima-Jakowlew-Gesetzes, das US-Bürgern ab dem Jahr 2012 die Adoption russischer Kinder verbietet.

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    Alexej Didenko

    Alexej Didenko (geb. 1983) ist seit 2011 Duma-Abgeordneter der LDPR. Seine Gesetzesinitiativen zum Wahlrecht mit 16 und zur Absenkung der Sperrklausel für die Duma auf 2,25 Prozent fanden keinen Anklang bei anderen Abgeordneten.

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