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  • Gnose

    Ausdruck Ded im kriminellen Milieu

    Der Ausdruck Ded kann im russischen Kriminellen-Jargon Verschiedenes bedeuten: Er steht für einen Hundert-Rubel-Schein, Haschisch, Dealer oder etwa eine kriminelle Autorität. Aslan Usojan (1937–2013) – Mafiaboss und Führungsfigur der sogenannten Diebe im Gesetz – hieß mit Spitznamen Ded Hassan. 

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  • Gnose

    Stiefel im Pazifik sauber

    Offenbar sarkastische Umwandlung eines Ausspruchs von Wladimir Shirinowski (1946–2022) – Gründer und Vorsitzender der nationalistischen System-Partei LDPR. Shirinowski galt als ein zuverlässig Grenzen überschreitender Politclown. Er hatte wiederholt zu militärischer Gewalt aufgerufen. Schon 1993 sagte er, die russischen Soldaten müssten bis an den Indischen Ozean vordringen und dort ihre Stiefel waschen. 

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  • Gnose

    Passionarität

    Putin bezieht sich in seinen Reden oft auf den russischen Philosophen Lew Gumiljow (1912–1992). Dieser hat das sogenannte Ethnogenese-Konzept entwickelt: Das „stereotype Verhalten“ einer Ethnie sei „empfindungs-abhängig“ von vorherrschenden klimatisch-geographischen Faktoren. Die daraus bezogene „biochemische Energie“ beeinflusse mit der „kosmischen Strahlung“ die Integration der Ethnie. Wenn Menschen ein Übermaß dieser Energie an ihre Umwelt weitergeben können, dann seien sie „Menschen langen Willens“ beziehungsweise Passionare. 

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    Offene Unterrichtsstunden

    Die sogenannten Offenen Unterrichtsstunden sind Lehreinheiten an russischen Schulen, die staatliche und nationale Feiertage sowie Gedenktage in den Fokus nehmen.

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    Tauriden

    Offenbar eine Anspielung auf die Mythologisierung der Krim-Annexion. So hat Putin im August 2020 auf der Halbinsel eine Schnellstraße namens Taurida eröffnet. Unter anderem trägt auch eine staatliche Kunstförderinitiative für Jugendliche die Bezeichnung. Diese bezieht sich auf den Begriff Taurien: früherer Name der Krim.  

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    Wladimir Maschkow

    Wladimir Maschkow (geb. 1963) ist ein russischer Schauspieler, Regisseur und Propagandist. Wegen seiner öffentlichkeitswirksamen Unterstützung der russischen Aggression gegen die Ukraine hat ihn die EU im Juli 2022 mit Sanktionen belegt.

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    Westrussentum

    Die Ideologie des Westrussentums geht auf Michail Kojalowitsch (1828–1891) zurück, einen russischen Historiker, Publizist und Verleger. Er wurde in einer Gemeinde unweit der polnisch-belarussischen Grenze geboren, die heute zu Polen gehört und damals Teil des Russischen Zarenreiches war. Sein Vater war Priester der Unierten (griechisch-katholischen) Kirche. Er gilt als bedeutendster Vertreter der „westrussischen” historiographischen Schule, die die Belarussen als Teil des großrussischen Ethnos verortete.

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    Kamenez (Rajon in Belarus)

    Kamenez ist eine Kleinstadt im Westen von Belarus in der Nähe zur polnischen Grenze. Die Stadt wurde erstmals 1276 urkundlich erwähnt. 2016 hatte sie 8425 Einwohner.

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    Bund der Polen in Belarus

    Der Bund der Polen in Belarus (poln. Związek Polaków na Białorusi, belaruss. Sajus Paljakau Belarussi) ist eine NGO, in der rund 300.000 Menschen mit polnischen Wurzeln in der Republik Belarus organisiert sind. Der Bund betreibt Schulen und Kulturhäuser und gilt als zahlenmäßig größte NGO des Landes. Die Organisation und ihre Mitglieder, die als polnische Minderheit offiziell anerkannt sind, sind immer wieder Ziel von staatlichen Repressionen, so auch im Zuge der Proteste des Jahres 2020.

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    Jerzy Giedroyc

    Jerzy Giedroyc (1906–2000) war ein polnischer Politiker, Schriftsteller und Journalist. Er wurde in Minsk geboren, das damals zum Zarenreich gehörte. In Warschau studierte er Geschichte und Jura. 1940 kam Giedroyc zur polnischen Exilarmee, mit der er auch an Kämpfen in Ägypten teilnahm. 1945 arbeitete er im Informationsministerium der polnischen Exilregierung und gründete 1947 die Zeitschrift Kultura, die sich als bedeutende Stimme der polnischen Exilliteratur etablierte. Auch nach der Wende 1989 kehrte er nicht nach Polen zurück.

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