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    Gennadi Timtschenko

    Gennadi Timtschenko (geb. 1952) ist ein russischer Unternehmer, die Milliardärsliste des US-Magazins Forbes führt ihn 2023 auf Platz 7 der reichsten Russen. Der Oligarch wird zu den engsten Freunden Putins gezählt. Da Timtschenko auch direkte geschäftliche Kontakte zum Präsidenten nachgesagt werden, wurde er im Zuge der Krim-Annexion mit US-Sanktionen belegt.

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    Juri Kowaltschuk

    Juri Kowaltschuk (geb. 1951) gilt als ein enger Vertrauter Putins. Der Milliardär und Mehrheitseigner der Bank Rossija wurde im Zuge der Krim-Annexion mit EU- und US-Sanktionen belegt.

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    „Geld haben wir keins, aber haltet durch“

    Am 23. Mai 2016 besuchte der Ministerpräsident Dimitri Medwedew die Krim. Eine Rentnerin klagte darüber, dass eine monatliche Rente in Höhe von 8000 Rubeln (etwa 110 Euro) zum Leben nicht ausreiche. Medwedew antwortete, zurzeit gebe es kein Geld für eine Anpassung der Renten an die Inflation. Er ergänzte: „Aber halten Sie durch“ und wünschte den Anwesenden gute Laune und Gesundheit. Die Phrase „Geld haben wir keins, aber haltet durch“ ist seitdem in zahlreichen Variationen in Internet-Memes verbreitet worden.

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    Russisches Institut für Strategische Studien

    Das Russische Institut für Strategische Studien wurde im Jahr 1992 von Präsident Boris Jelzin ins Leben gerufen. Es ist ein staatlich finanzierter, politisch regierungsnaher Think Tank, der sich nach eigenen Angaben mit Fragen der nationalen Sicherheit und den strategischen Interessen Russlands beschäftigt.

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    Piter

    Piter ist eine umgangssprachliche, liebevolle und sehr verbreitete Bezeichnung für St. Petersburg.

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    mongolisch-tatarisches Joch

    Bezeichnung für die Herrschaft der Tataren über die Rus vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Obwohl die russischen Fürstentümer in dieser Zeit im Machtbereich der sogenannten Goldenen Horde lagen, konnten sie eine gewisse Autonomie bewahren. Heute wird die Zeit der Mongolenherrschaft von Historikern in Russland unterschiedlich bewertet. Einerseits habe sie zu einem Abbruch der Beziehungen zum Westen und damit zu einer Abkapselung des orthodoxen Russland geführt. Andererseits habe die Auseinandersetzung mit der Fremdherrschaft eine wichtige Rolle in der Entwicklung der russischen Gesellschaft geführt und das von den Tataren beherrschte Gebiet gilt als geopolitischer Vorgänger des russischen Imperiums.

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    Nowgorod

    Weliki Nowgorod (dt. Großes Nowgorod) ist eine Stadt südöstlich von Sankt Petersburg. Im Jahr 859 zum ersten mal erwähnt, gehört sie zu den ältesten Städten Russlands. Aufgrund der strategisch vorteilhaften Lage an den zwei wichtigsten Handelswegen (von der Ostsee nach Byzanz und zum Kaspischen Meer), wurde die Stadt im 14. Jahrhundert zu einer der größten Handelsstädte Europas und war Hauptstadt der Republik Nowgorod. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war Nowgorod unabhängig von Moskau und zeichnete sich durch seine feudal-demokratischen Institutionen wie dem sogenannten Wetsche (dt. Volksversammlung) aus. Aufgrund dieser Versammlungen gilt Weliki Nowgorod als Beispiel einer frühdemokratischen Stadtrepublik.

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    Semski Sobor

    Bereits zwei Jahre nach seiner Krönung und damit noch mehr als zehn Jahre vor Gründung der Opritschnina, berief Iwan IV. (der „Schreckliche“) im Jahr 1549 das erste Mal eine Ständeversammlung ein. Diese tagten im 16. und 17. Jahrhundert in unregelmäßigen Abständen. In ihnen waren Vertreter aller Stände mit Ausnahme der leibeigenen Bauern vertreten. Die Versammlungen befassten sich mit politischen, wirtschaftlichen und administrativen Fragen, segneten zumeist jedoch nur bereits vom Zaren getroffene Entscheidungen ab. Trotzdem spielten sie für die Entwicklung der russischen Gesellschaft eine wichtige Rolle, da in ihnen erstmals nicht nur die bojarische Aristokratie zu Wort kam, sondern zum Beispiel auch Vertreter der städtischen Oberschichten, Kaufleute und Handwerker.

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    Volksversammlung

    Das Wetsche war bis ins 16. Jahrhundert ein Organ der Mitbestimmung und Selbstverwaltung in der Rus und damit eine frühe Form der demokratischen Teilhabe. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt im Jahr 997 war das Wetsche in der Republik Nowgorod bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die höchste gesetzgebende und juristische Gewalt. Teilnehmen durften jeweils die Oberhäupter eines Clans, welche Möglichkeiten der Einflussnahme sie auf den Versammlungen hatten, hing von ihrer gesellschaftlichen Stellung ab. Mit der Zerschlagung der Republik Nowgorod durch Iwan IV. im Jahr 1569 endete die Tradition der Wetsche.

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